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Leprechaun

Leprechaun

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2008
Besonderheiten/Stil: instrumental; Funk; HardRock; Jazzrock / Fusion
Label: Mylodon Records
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

José Luis Santander guitar
Martin Sepúlveda keyboards
Miguel Fonseca bass
Gonzalo Ubilla drums

Tracklist

Disc 1
1. Analorock 3:34
2. El Lid 5:12
3. Fantasmagoria 4:33
4. Destellos 4:29
5. Despertar 4:19
6. Encuentro Inesperado 4:30
7. Leprefunk 5:36
8. 2 Rutas 3:39
9. Laberintos 4:08
10. Cicatrices   (eigentlich ca. 3:30 plus 'hidden track') 6:00
Gesamtlaufzeit46:00


Rezensionen


Von: Thomas Kohlruß @


Aus Chile kommen ja durchweg die etwas heftigeren südamerikanischen Prog-Rock-Epigonen und so setzen auch Leprechaun nicht unbedingt auf sanften Wohlklang. Unter der Führung des Gitarristen José Luis Santander erkunden die vier Musiker vielmehr die Welten des Jazz-Prog, inspiriert von den großen Alten wie Return To Forever und Mahavishnu Orchestra, auf Augenhöhe mit modernen Vertretern wie Planet X oder Tribal Tech.

Dabei sind Leprechaun nicht ganz so vertrackt und in sich gekehrt wie Planet X, es schwingt eine große Portion Lockerheit mit im Sound der Chilenen. Erdiges Abrocken bestimmt die Musik ebenso wie verspielte Arrangements mit ab und zu gar etwas poppig-melodiösem Appeal, aber auch Unisono-Gitarren-Keyboard-Gefrickel mit rasend schnellen Klangkaskaden. Die Führung übernimmt klar Gitarrist Santander der mit seinem variablen Gitarrenspiel deutlich zeigt, wo es lang geht und der auch immer wieder für eine kleine artistische instrumentale Einlage gut ist. Keyboarder Sepúlveda bleibt da ein bisschen blass, auch wenn er in den besagten Uniosono-Passagen gut mithalten kann, aber an eigenem Charakter gewinnt er kaum. Immerhi zaubert er in „El Lid“, „Laberintos“ und „Leprefunk“ mit ein paar erdigen Orgeltönen gleich ein bisschen Retroprog-Feeling. Und überrascht in „Leprefunk“ sogar mit einem kurzen jazzigen Keith Jarrett-Piano-Zwischenspiel. Überflüssig ist er also keineswegs. Basser Fonseca und Drummer Ubilla legen ein locker-groovendes, immer leicht wuseliges Rhythmusfundament, welches die Musik leicht atemlos vorantreibt.

So zelebrieren Leprechaun erdigen Hard Rock („Analorock“, „2 Rutas“), Jazz-Prog mit Retroanleihen („El Lid“, „Laberintos“), leicht nervösen Funk-Jazz („Leprefunk“) und natürlich melodiöse Gitarrensoli zu Hauf. Dazwischen gibt auch ein paar ruhigere, weniger hektische Töne und zum Schluss ein lyrisches Stück zum Ausklang. Während im 'hidden track' noch ein bisserl über ein klassisches Thema gejammt wird.

Leprechaun legen mit ihrem Debüt ein gelungenes Album vor, welches vor allem Genrefreunde des gepflegten Jazz-Prog, die neues Futter zwischen Tribal Tech, Cosmosquad oder auch DFA oder Deus Ex Machina (minus Gesang) suchen.

Anspieltipp(s): Analorock, Leprefunk
Vergleichbar mit: siehe Rezi-Text... Tribal Tech meets Deux Ex Machina & Co.
Veröffentlicht am: 30.8.2009
Letzte Änderung: 30.8.2009
Wertung: 10/15

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