Aranis III - Songs From Mirage
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Homerecords |
| Durchschnittswertung: |
12.5/15 (4 Rezensionen) |
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Besetzung
| Linde De Groof |
Violin |
| Liesbeth Lambrecht |
Violin |
| Marjolein Cools |
Accordion |
| Axelle Kennes |
Piano |
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| Joris Vanvinckeroye |
Doublebass |
| Stijn Denys |
Guitar |
| Jana Arns |
Flute |
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Gastmusiker
| Esl Van Laethem |
Vocals |
| Herlinde Ghekiere |
Vocals |
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| Anne Marie Honggokoesoemo |
Vocals |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Ouverture
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6:27
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| 2. |
Fresia
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2:06
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| 3. |
Chamber Rock
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2:21
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| 4. |
Reprise
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0:48
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| 5. |
Lullaby
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3:01
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| 6. |
Airesym
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4:27
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| 7. |
Aynu
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2:54
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| 8. |
Lever In Plakjes
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3:18
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| 9. |
Jelimena
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4:37
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| 10. |
Keria
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2:26
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| 11. |
Out Ama
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7:34
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| 12. |
Enjuminenna
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3:39
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| 13. |
Ilah
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4:45
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| 14. |
Finale
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10:10
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| Gesamtlaufzeit | 58:33 |
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Rezensionen

Aranis haben nicht den Fehler begangen das gleiche Album ein drittes Mal zu veröffentlichen. "Aranis" und "Aranis II" glichen sich doch sehr, schon die Cover waren ähnlich, erst recht der musikalische Inhalt. Bezogen auf die Cover könnte man mutmaßen, dass da der weibliche ("Aranis II") bzw. männliche ("Aranis") Aspekt ein und derselben musikalischen Idee zum Ausdruck gebracht wurde. Wie auch immer, das im Spätsommer veröffentlichte "Aranis III" ist anders.
Viele Unterschiede sind festzustellen. Das Album kommt erstmals als Digipack, das Label ist ein anderes, der Stil des Covers ist verschieden, die Scheibe hat einen Titel ("Songs From Mirage") und - wie derselbe schon andeutet - es wird recht viel Gesungen. Die samt und sonders von Joris Vanvinckenroye komponierten und arrangierten Stücke sind natürlich stilistisch durchaus verwandt mit der Musik der beiden Vorgängerscheiben. "Acoustic chamber rock" ist das nach wie vor, druckvoll und abwechslungsreich vorgetragen von fünf Damen und zwei Herren an zwei Violinen, Akkordeon, Piano, Kontrabass, Gitarre und Querflöte. Immer noch könnte man Vergleich zu den frühen Univers Zero ziehen, zu Louise Avenue, Cro Magnon, Juleverne, Henry Krutzen und Finnegans Wake, wobei Aranis natürlich deutlich akustischer und klassischer an die Sache herangehen. Astor Piazolla hat seine Spuren in der Musik genauso hinterlassen wie Michael Nymann, Gavin Bryars, Philip Glass, Steve Martland oder dessen Lehrer Louis Andriessen. Trotzdem sind Aranis ziemlich einzigartig ... insbesondere auf "Aranis III - Songs From Mirage".
Der Hauptunterschied zu den Vorgängern ist, dass auf "Aranis III" ausgiebig gesungen wird. Auch auf dem Debüt von Aranis gab es ein wenig Gesang. Für ihr drittes Album haben die Belgier allerdings drei Sängerinnen engagiert, die fast in jedem Stück ihre Stimme erklingen lassen. Ich weiß nicht in welcher Sprache da gesungen wird. Flämisch scheint es mir nicht zu sein, Französisch ist es sicher nicht. Es klingt eher lateinisch, südslawisch, orientalisch oder gar afrikanisch (oder eine eine Mischung daraus). Im Chor oder solistisch sorgen die drei Damen für eindringliche, sehr intensive und geheimnisvolle Vokalklänge, irgendwo in der Schnittmenge von bulgarischen Angelite-Chören, Philip-Glass-Operngesang und Zheulkreischen. Exotisch, aber doch vertraut, leicht medieval klingt das, klagend, angedüstert, manchmal hektisch und fast schräg. Dazu rockt die "Band" wie gewohnt mit ihren akustischen Instrumenten. Etwas karger und sparsamer ist die Instrumentierung im Vergleich zu den früheren Werken der Gruppe ausgefallen, als hätte Vanvinckenroye aufgrund des Gesangs die instrumentale Fülle leicht zurückgenommen, damit derselbe besser zur Geltung kommt.
Berauschender Schönklang und zart-zerbrechliche Tongemälde stehen hier neben bewegten, sehr verspielten zeitgenössisch-klassischen Ensemblemomenten, hypnotisch-minimalistischen Repetitionen, kernigem Akustikkammerrock, folkig-medievalen Tänzen, wogendem Ensembletango, kurzen freiformatigen Einlagen, hymnischem Chorjauchzen und kantigen Ausbrüchen. Ausgesprochen druckvoll, perfekt musiziert und produziert kommt das Ganze zudem aus den Boxen. Wer die Musik von Aranis noch nicht kennt, der sollte nun wirklich etwas daran ändern und sich "Aranis III - Songs From Mirage" zulegen. Ich bin begeistert!
Nachtrag: Wie mir die Band mitteilt, handelt es sich bei der von den Sängerinnen verwendeten "Sprache" um gar keine, sondern dieselben setzen ihre Stimmen rein lautmalerisch ein.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
24.9.2009 |
| Letzte Änderung: |
21.1.2010 |
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Von: Fix Sadler @ (Rezension 2 von 4)

Aranis haben schon immer wunderschöne Musik gemacht. Entweder als undoofer Klassik-Pop (wobei nachhaltige Klassik-Fanatiker vermutlich die Hände über'm Kopf zusammenschlagen...), als PostRock oder Kammerrock ohne echtes Rockinstrumentarium, oder eben als Rock In Opposition. Das sind übrigens nur die möglichen Genres für die gleiche Musik.
Joris Vanvinckenroye hat als Songschreiber und treibendes Element hinter Aranis erkannt, dass die Band für diesen bestimmten Sound steht, gleichzeitig strebt er aber auch Entwicklung und Fortschritt an. Auf dem dritten Album des Ensembles erreicht er diese Entwicklung durch den Einsatz von Vokalisten, was dem Gesamt-Sound sofort eine völlig neue Note gibt, obwohl Instrumentarium wie auch Struktur der Kompositionen keinen radikalen Wandel erlebt haben.
Irgendwo zwischen Enya (was ausdrücklich nicht negativ gemeint ist, denn als die Dame am Anfang ihrer Solo-Karriere stand, machte sie noch keinen Kaufhaus-EthnoPop) und Mike Oldfield verorte ich die Musik auf diesem Album. Dabei kommt aber niemals ätherisches Gesäusel oder verkrampftes Gehampel rum. Die Gruppe ist zu souverän, zu eingespielt, zu stark an ihren Instrumenten, als könne auch nur der Ansatz von unüberzeugtem Getue aufkommen. Dies ist natürlich nur ergänzend zu Achims Rezi zu verstehen. Seine Einordnungen entziehen sich meiner Kenntnis, Piazzola und Glass nennt Vanvinckenroye aber auch selber als Einflüsse.
Eigentlich hat Aranis nicht viel neues im Köcher und dennoch vermitteln sie mit der konzeptionellen Struktur, den Stimmen der drei Sängerinnen und einer gefühlten, frühlingshaften Ausstrahlung ein neues Hörgefühl. Das ist klasse, ich verweigere nur die allerhöchsten Weihen, weil ich die Band gerne etwas komplexer und auch mal kantiger und rauer hätte. Dennoch; wunderschön!
| Anspieltipp(s): |
Out Ama |
| Vergleichbar mit: |
"frühlingshafte" Univers Zero treffen auf (die frühe) Enya und/oder Mike Oldfield... |
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| Veröffentlicht am: |
2.10.2009 |
| Letzte Änderung: |
2.10.2009 |
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Aranis?!?! Was ist denn das schon wieder für ein Exoten-Tipp auf den BBS? Warum empfehlen die eigentlich immer so schräges Zeuch, das eh' keiner kennt? Na ja, eben drum... oder braucht Ihr wirklich den Vorfall oder den Wirbelwind oder das neue sensationelle Werk von Magma als Tipp des Monats, um zu wissen, dass es diese Alben gibt? Und dass Ihr die Euch vielleicht kaufen wollt? Aber Aranis... wie sollte man diese Musikgruppe (irgendwie widerstrebt es mir „Band“ zu schreiben) kennenlernen, wenn man nicht zufällig anlässlich eines Wochenendes mit ohnehin exotischer Musik, beispielsweise in Würzburg, damit konfrontiert wird? Eben!
Lange Rede, kurzer Sinn: Aranis machen für mein Empfinden ziemlich einmalige und einzigartige Musik. Das geht soweit, dass ich noch nicht mal so richtig in Worte fassen kann, was hier passiert. Die Kollegen haben die Stichworte schon genannt: Chamber Rock mit akustischen Instrumenten, gefühlt nahe an klassischer Ensemblemusik, aber mit einer ungeheueren inneren Kraft versehen, so dass es eben richtig rockt. Vielleicht Musik für Hörer, die mit Klassik und Jazz (noch) nicht so richtig klar kommen, aber trotzdem spannende Wege abseits des (Progressive) Rock im engeren Sinne suchen? Dabei ist die Musik so erhaben und schön, dass mir die Worte, die ich darum mache, schal und öde vorkommen.
Ich muss zugeben, Aranis haben etwas gebraucht, um mich zu begeistern. Ich führe das darauf zurück, dass ich zum einen (noch) kein Konzerterlebnis hatte und die älteren Alben immer nur in Auszügen, z.B. in der [progrock-dt]-Radioshow, gehört hatte. Ich kann nur warnen, aufgrund von Bruchstücken ein Urteil zu fällen... Aranis ist Albummusik, die Wirkung braucht auch den längeren Kontext um sich zu entfalten. Aber dafür ist das Erlebnis dann umso intensiver. Wer schon Kammer-Prog-Erfahrungen, z.B. mit Univers Zero, hat, wird vielleicht eine weitere große Dimension dieser Spielart kennenlernen, wer mit Aranis in diese Welt einsteigt, wird wahrscheinlich eine neue Leidenschaft entwickeln.
Macht Gesang etwas besser? Nicht so oft, würde ich sagen. Erstaunlicherweise bei Aranis schon. „Songs from Mirage“ enthält ziemlich viel Chorgesang. Und auch wenn ich tatsächlich beim ersten Hören spontan an Enya denken musste (Hallo Fix!), so ist es dann doch eher das Gefühl einer Art Dur-Version von magmaischem Zeuhl beizuwohnen. Allerdings könnte das natürlich auch daran liegen, dass Magma so ziemlich meine einzige Erfahrung mit chor-orientierter Musik ist (von ein paar Orff-Stücken im Musikunterricht mal abgesehen, ach ja, zwei Glass-Opern besitze ich auch). Andrerseits scheint mir die instrumentale Seite von Aranis, wie zum Ausgleich gegenüber dem Wohl-Gesang, teils etwas düsterer und 'schräger' daher zu kommen. Aber das sollte nun niemand in große Konfusion versetzen... Aranis ist trotz der Zugehörigkeit zu Ecke des Schrägen und Seltsamen im Prog geradezu eingängig und wohlklangig. Und deswegen ist „Songs from Mirage“ auch unser Tipp-Geschenk für Euch!
Ach ja: Wem ein Aranis-Album gefällt, der braucht natürlich alle, unbedingt.
| Anspieltipp(s): |
|
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
1.11.2009 |
| Letzte Änderung: |
1.11.2009 |
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Ich war ja schon etwas skeptisch, als ich las, dass Aranis auf ihrem neuen Album fast alle Stücke mit Gesang versehen hatten, schließlich waren die (wenigen) Gesangseinlagen auf dem Debüt der Belgier für mich die Schwachpunkte des Albums. Auf Songs from Mirage ist der Gesang jedoch von ganz anderem Kaliber, er ist sogar eine echte Bereicherung des Aranis-Sounds!
Zwar hat sich musikalisch nicht so übermäßig viel verändert, die Belgier spielen nach wie vor eine unnachahmliche Mischung aus Postrock, Chansoneskem, Folkigem, RIO und Moderner Klassik, wieder unter komplettem Verzicht auf elektrifiziertes Instrumentarium. Die drei singenden Damen verleihen dem Ganzen aber eine völlig andere Note. Mal solo, mal im Chor klingen ihre Gesänge mystisch (ohne jeden Enigma-Kitsch), mittelalterlich (die Mittelalter-Musiker Estampie kommen mir hie und da in den Sinn) oder nach dem Minimalismus eines Philip Glass.
Songs from Mirage ist klar der Höhepunkt in der Diskographie der belgischen Formation. Hoffen wir, dass sie mal wieder den Weg in unsere Gefilde finden!
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
26.2.2010 |
| Letzte Änderung: |
26.2.2010 |
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