Awaking The Muse
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
OSKAR |
| Durchschnittswertung: |
5.33/15 (3 Rezensionen) |
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Besetzung
| Peter Stel |
Bass |
| Koen Roozen |
Drums |
| Gert van Engelenburg |
Keyboards, Backing Vocals |
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| Derk Evert Waalkens |
Keyboards, Backing Vocals |
| Eddie Mulder |
Guitar, Backing Vocals |
| Jos Harteveld |
Lead Vocals, Acoustic Guitar |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
When Leaves Fall
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8:43
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| 2. |
What Would You Do
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7:09
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| 3. |
Secret Gardener
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7:05
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| 4. |
Shop Window Dummies
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8:02
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| 5. |
Eyes Wide Open
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8:39
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| 6. |
Sandgrains
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6:37
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| 7. |
Little Green Men
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9:33
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| Gesamtlaufzeit | 55:48 |
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Rezensionen

Der Neoprog steckt in der Krise. Viel Aufregendes gab es die letzte Zeit leider nicht, viel zum Aufregen dafür umso mehr. Warum? Weil immer wieder Bands, wie in diesem Fall Leap Day, auftauchen, und es wiedereinmal hinbekommen, jedes noch so kleine, und noch so ausgelutschte Klischee dieses Genres zu bedienen.
Beim Debüt der Holländer fängt es schon beim Cover an: Photoshop für Anfänger in noch viel schlechter. Irgendwas Tempelartiges, ein Mädel im Nachthemd,.... es fehlen nur noch das Schachbrett und die Einhörner. Meine Güte!
Gut, über das Coverartwork sollte man gerade als Progger normalerweise hinweg sehen können, wenn denn die Musik stimmt. Die allerdings springt einem direkt aus dem Cover mit einem Satz ins Gesicht. Ich weiß nicht, welche Muse die Jungs mit dieser akustischen Körperverletzung erwecken wollen, aber sollte es die junge Dame auf dem Cover sein, gehe ich davon aus, dass sie sich direkt beim ersten Ton von z.B. ?When Leaves Fall? in die Fluten stürzen wird.
Furchtbar dünne Gitarrensoli, Keyboardleads so hoch und ekelhaft klischeetriefend wie es nur geht (bei ?Little Green Men? möchte man dem Keyboarder sein Instrument am liebsten mit vorgehaltener Schrotflinte zum Frühstück servieren), Melodien zum Tapezieren geeignet (als Kleister), schwaches Schlagzeug aus der Dose (es klingt zumindest so), unhörbarer Bass und der Gesang ist so schief, wie der besagte Turm in Pisa und so dünn wie die Biografie vom letzten DSDS-Gewinner. Spannende Songs? Fehlanzeige! Stattdessen gibt es 0815-Ware, die man irgendwo, bei irgendeiner anderen Neoprogband schon mal gehört hat.
Ihr denkt ich finde das lustig? Keineswegs. Ich finde es eher traurig, dass die Band das hier mit Sicherheit ernst meint. Außerdem ärgert es mich fürchterlich, dass man wirklich immer wieder so einen furchtbaren, infantilen, klischeetriefenden Scheiß dargeboten bekommt und weiterhin den Leuten eine Angriffsfläche bietet, die Neoprog und dessen Fans potenziell lächerlich machen wollen.
Ich rate ganz klar vom Kauf von ?Awaking The Muse? ab und empfehle stattdessen die Musiker von z.B. Saris zu unterstützen. Die können nämlich auch heutzutage noch guten Neoprog machen.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
3.10.2009 |
| Letzte Änderung: |
3.10.2009 |
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Vorsicht, Melodie!?
Lieber gar nicht erst hinhören: Musik ist Opium fürs Volk, Doping ist out, Cholesterin tödlich und Rauchen dürfen wir auch nicht mehr. Da verbietet sich holländischer Prog mindestens so selbstverständlich wie Gouda in der Hochfettstufe.
Die Dutch-Proggies unter sich scheinen sich aber gut zu verstehen, denn dies ist nicht das erste Mal, dass sie aus bereits vorhandenen Bands zeitweilig neue Projekte zusammenstellen - wir hatten schon die Querverbindung zwischen Nice Beaver und King Eider sowie zwischen Flamborough Head und Trion, und nun dreht sich das musikalische Beziehungskarussell in eine neue Runde - inbegriffen die eben genannten Namen.
Zugegeben: Nicht einmal ich war von Anfang an optimistisch, als ich von dieser CD-Ankündigung hörte. Das liegt aber vor allem daran, dass ich die neueren Veröffentlichungen von Flamborough Head eher langweilig finde und nun dachte: wenn ich von der Qualität dieser Band noch das abziehe, was man bei temporären Seitenprojekten meistens abziehen kann, dann kann ja kaum noch ersprießliches Hörfutter übrig bleiben.
Aber es ist hier so ähnlich wie bei manchen Kindern, die in zwei unterschiedlichen Freundeskreisen verschiedene Manieren haben, so dass ihre Eltern sie oft kaum wieder erkennen: das Projekt Leap Day bringt (für meinen Geschmack) die durchaus guten Seiten seiner Einzelmusiker zum Vorschein: wer auf ausgedehnte Gitarrensoli steht, findet hier eine wahre Fundgrube davon (freilich nicht frickelig, sondern hochmelodisch, also - siehe oben - lieber nicht hinhören), über die Keyboards ist mit dem Stichwort 'Neoprog' sicher alles gesagt (also auch nicht hinhören), und den Bass hört man in der Tat weniger, als er es verdient gehabt hätte, was z.T. ein Problem der Produktion ist, aber die hängt wohl auch damit zu tun, dass Leap Day eben keine Band im eigentlichen Sinne sind: was sie zusammen einspielen, kommt noch etwas einzeln rüber und klingt daher im Gesamtsound ein wenig hölzern (also gar nicht hinhören?!).
Trotzdem gefällt mir das Album: Zum einen deswegen, weil sich Eddie Mulder hier auf der Gitarre mehr austobt, als ich es ihm bei Flamborough Head je zugetraut hätte. Und das Album enthält großartig melodische Kompositionen, die ausgewogen zwischen Hymnos und Hybris hin- und herpendeln bzw. die dem Anderen Zeit geben, sich aus dem Einen zu entwickeln. Es verströmt auf diese Art eine so ausbalancierte Atmosphäre, dass ich den Hörvorgang mit Pfeiferauchen vergleichen könnte (dabei bin ich seit 17 Monaten Nichtraucher). Somit ist es angenehm und proggig zugleich, also geeignet für Proggies, die gediegene Annehmlichkeiten zu schätzen wissen und für die Musik nicht immer Wildheit ausdrücken muss.
Zugegeben: Das Album erreicht - im Dutch-Prog-Umfeld - aus genannten produktionstechnischen Gründen nicht die Qualität von Landsmann-Gruppen wie Mangrove oder Knight Area. Aber Fans der eben genannten Bands werden hier trotzdem mit Freuden ihr Revier wieder entdecken - die leichten Unebenheiten im Soundbild schätze ich als nicht so schlimm ein, wenn einem als Hörer die grundsätzliche Stilrichtung zusagt (und wenn man wenig empfindlich gegenüber schwachem Gesang ist: immerhin enthalten alle Songs lange instrumentale Teile, manche beginnen sogar damit, da kann man bei der Stimme auch mal weghören ;-).
| Anspieltipp(s): |
Der Opener zeigt gleich eine breite Vielfalt von Ideen, wie sich melodischer Prog mit überraschenden Wendungen präsentieren kann. |
| Vergleichbar mit: |
Dies ist so was wie das verbesserte Spiegelbild der derzeitigen Flamborough Head. Und über allem liegt eine unüberhörbare Camel-Atmosphäre |
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| Veröffentlicht am: |
19.10.2009 |
| Letzte Änderung: |
20.4.2012 |
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Die ewig treue Neoprog-Fangemeinde nickt hier wohl zustimmend mit dem Kopf, und der Rest der Hörerschaft zuckt ratlos mit den Schultern. Denn was auf "Awaking the muse" zu hören bzw. zu sehen (siehe Cover) ist, könnte so auch in den 80er Jahren erschienen sein, und ist somit an Langeweile und Einfallslosigkeit kaum zu überbieten.
Offenbar sah die niederländische Band keinen Anlass, auch nur einen Zentimeter vom eingeschlagenen Weg der Neoprog-Ikonen der 80er Jahre abzuweichen. Alles klingt reichlich bekannt, steif und müde, auch weil sich die 7 Stücke in nahezu gleichem Tempo über die 55 Minuten schleppen. Bass, Schlagzeug, Keyboard und Gitarre sind viel zu soft eingespielt und abgemischt, es fehlen der aggressive Unterton und die spritzigen Soloausflüge. Natürlich könnte man diese Leistung, mit einer gewissen Hilflosigkeit beim Erstalbum entschuldigen, doch besteht die Band hauptsächlich aus Musikern von Nice Beaver, Flamborough Head, Trion, King Eider und dem Pink Floyd Project und die sind wahrlich keine Debütanten mehr.
Zumindest gefällt mir die etwas rauchige Stimme von Jos Harteveld ganz gut, auch wenn seine gelegentlichen Probleme in der Höhe nicht zu überhören sind. Ansonsten befindet sich Leap Day für mein Empfinden in einer absoluten Sackgasse, aus der sie schleunigst wenden sollten.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
14.7.2012 |
| Letzte Änderung: |
14.7.2012 |
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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Leap Day
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