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Of the I

Balance Instars

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2008
Besonderheiten/Stil: HardRock; Independent / Alternative; New Artrock; Postrock; sonstiges
Label: Eigenproduktion
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Jordan Davis Vocals, Keys, Synthesizers
Roman Pawar Guitar
Sebastian Danielsson Guitar
Nico Lowell Bass
Alexander Boethius Drums and Percussion

Tracklist

Disc 1
1. Entrance 1:14
2. Cold 7:23
3. Single Units 4:30
4. Between Being & Ego 6:14
5. Cathexis 8:16
6. Instars 8:06
7. Mercenary 7:16
8. Ascend 4:46
9. Modern Equivalent 4:58
10. Stopping the World 6:52
Gesamtlaufzeit59:35


Rezensionen


Von: Dennis Egbers @


NuProg-Fanboys aufgepasst! Die letzte Coheed And Cambria war euch zu hüftsteif und unmotiviert oder ist schlicht schon zu lange her? The Mars Voltas "Octahedron" war zwar gut, aber zu wenig für ein Jahr? Dezente Postrock-Einflüsse und Tool-Querverweise stören auch nicht wirklich? Dann könnte das Debüt der Londoner von "Of the I" etwas für euch sein.

Könnte der Opener "Entrance" mit seinen ruhigen Synthie-Tönen noch ein beliebiges Album eröffnen, macht das darauffolgende "Cold" direkt klar, wohin die Reise geht: Für den NuProg ja fast schon archetypisch nasaler Gesang (wenn auch bei weitem nicht so hoch und extrem wie bei Claudio Sanchez) trifft auf angenehm beschwingt-verzwirbeltes Drumming und schwere Riffs in Tool-Tradition auf eher in der Schiene der Genre-Vorreiter liegende Gitarrenspielen. Dazu gesellen sich eher für den Postrock typische Elemente: ruhige Klavierintros, Klanglandschaften, die sich in bewährter Form von ruhigem Beginn zu einem immer monolithischeren, gewaltigeren Wall of Sound auftürmen, der sich auf den Hörer zuwälzt wie die Wogen eines Sturms auf See.

Hört sich so an, als gäbe es auf "Balance Instars" wenig Neues? Ja, das ist sicher so. Wer die große Innovation sucht, der ist mit dem Debüt des Briten-Fünfers sicher nicht aufs Beste bedient. Allen anderen, die mit Musik im Rahmen der genannten Einflüsse etwas anfangen können, sei aber ein kleines Rendezvous mit Of the I durchaus empfehlen. Denn zwar ist kein Element hier wirklich neu, aber Bandchef Jordan Davis, der auch für die angenehm differenzierte und für eine Eigenproduktion amtliche Produktion (co-)verantwortlich ist, und seine Mannen schaffen es, aus diesen Zutaten ein Gebräu zu erschaffen, dass dennoch stets unterhaltsam und frisch klingt und sich dabei keiner Seite zu sehr anbiedert. Statt realer regiert hier gefühlte Innovation – aber wen sollte das stören, wenn das ganze so kompetent und atmosphärisch gelungen dargeboten wird?

"Balance Instars" ist ein gutes Album. Kein sehr gutes, dafür gibt es zu wenig neues zu entdecken, dafür fehlt an einigen Stellen die Langzeitwirkung. Genrefans dürfen aber ohne Bedenken zugreifen, denn (erwähnte ich es bereits?): "Balance Instars" ist ein gutes Album.

Anspieltipp(s): Cold, Ascend
Vergleichbar mit: Man kippe in einen Mixer: Tool, Coheed & Cambria, The Mars Volta, Porcupine Tree, Riverside, Pelican
Veröffentlicht am: 4.11.2009
Letzte Änderung: 4.11.2009
Wertung: 10/15
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