Xenophanes
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Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| Omar Rodriguez-Lopez |
producer, guitars, vocals |
| Juan Alderete de la Peña - Bass |
bass |
| Thomas Pridgen |
drums |
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| Marcel Rodriguez-Lopez |
percussion, keyboards |
| Mark Aanderud |
additional keyboards |
| Ximena Sariñana |
backing vocals |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
azoemia
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2:49
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| 2. |
mundo de ciegos
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4:00
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| 3. |
ojo al cristo de plata
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7:06
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| 4. |
amanita virosa
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3:15
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| 5. |
sangrando detrás de los ojos
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2:03
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| 6. |
desarraigo
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5:54
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| 7. |
asco que conmueve los puntos erógenos
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4:06
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| 8. |
oremos
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4:48
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| 9. |
perder el arte de la razón sin mover in sólo dedo:
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3:30
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| 10. |
flores de cizaña
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3:45
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| 11. |
maria celeste
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3:31
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| Gesamtlaufzeit | 44:47 |
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Rezensionen

Die Veröffentlichungswut des Mars Volta-Wunderknaben nimmt kein Ende, und bei den Veröffentlichungen des Jahres 2009 haben das Internet und ich offenbar den Überblick verloren. Ich möchte mich also auch mit niemandem darüber streiten, ob es nun fünf, sechs oder gar neun Alben waren, sondern mich an dieser Stelle einfach um “Xenophanes“ kümmern.
Nach dem Opener “Azoemia“, in dem es wabert und oszilliert, ist man schon aufs Schlimmste gefasst, denn schließlich weiß man ja, dass eine Geräuschplatte von ihm nicht unbedingt ungewöhnlich wäre. Wenn es nach diesem Intro aber losgeht, wird schnell klar, dass Herr Rodriguez-Lopez mit “Xenophanes“ sein möglicherweise hörbarstes Solo-Werk abgeliefert hat, was nach dem vergleichsweise zahmen letzten The Mars Volta-Album “Octahedron“ schon etwas verwundert. Ausreichend abreagiert hat er sich aber offenbar auf “Cryptomnesia“, so dass man sich das Wundern gleich wieder abgewöhnen kann und auch sollte, denn Omar Rodriguez-Lopez macht wieder einmal einfach, was er eigentlich immer macht – nämlich schlicht und ergreifend das, was er will! Alleine davor sollte man schon einmal den Hut ziehen, denn oft genug frage ich mich heutzutage bei vielen so genannten Künstlern, wie sie morgens noch in den Spiegel gucken können.
Die Grenzen zwischen seinen Solo-Veröffentlichungen und The Mars Volta waren zuletzt öfter mal fließend. Das lag zum einen am Songmaterial (so gab es z.B. auf den 2007er-Alben “Se dice bisonte, no bufalo“ und “The Apocalypse Inside of an Orange“ ganze Passagen aus TMV-Songs zu hören) und zum anderen an der Besetzung, denn zumindest die Rhythmus-Gruppe seiner Stammband war meistens auch auf seinen Platten mit von der Partie. Dies ist auch auf “Xenophanes“ der Fall; hinzu kommen sein jüngerer Bruder Marcel (percussion, keyboards), seine Lebensabschnittspartnerin Ximena Sariñana (backing vocals) und der Exil-Mexikaner Mark Aanderud (additional keyboards), der auch schon auf “Octahedron“ zu hören war. Dass Cedric Bixler Zavala nicht mit dabei ist, müsste eigentlich all diejenigen freuen, die The Mars Volta vor allem seinetwegen meiden, denn im Grunde klingt “Xenophanes“ durchaus wie ein TMV-Album mit anderem Sänger.
Ach ja – wer singt denn eigentlich?!? Na, Omar selbst! Und diesen Job erledigt er gar nicht mal schlecht, wenngleich manchmal etwas arg verhallt. Dass er dies zudem durchgängig spanisch tut, grenzt das Album dann doch noch etwas von TMV ab. Auch das Fehlen von John Frusciantes zweiter Gitarre, die hier durch Aanderuds auffälliges Keyboard-Spiel ersetzt wird, verhindert den Vorwurf, dass er jetzt auch noch TMV-Alben unter eigenem Namen veröffentlichen muss. Manche Gesangslinien könnte man sich zwar auch gut von Bixler gesungen vorstellen, aber insgesamt macht Rodriguez-Lopez’ vergleichsweise unaufgeregter Gesang die Musik viel weniger aufreibend, als man das von TMV gewohnt ist. Auch Drummer Thomas Pridgen spielt wie schon auf “Octahedron“ etwas gebremster und nicht so aufgeputscht wie auf “The Bedlam in Goliath“, was die ganze Angelegenheit noch weiter beruhigt.
Insgesamt ist “Xenophanes“ ein wirklich schönes Album geworden. Die TMV-Connection ist zwar allgegenwärtig, aber im direkten Vergleich ist das Album poppiger und manchmal auch funkiger. Und auch wenn man Bixler vorwirft, oft genug wie eine Frau zu klingen, ist echter weiblicher Gesang wie der von Ximena Sariñana doch noch mal was anderes. Vor der folgenden These fürchte ich mich allerdings ein bisschen und möchte sie daher auch lieber als Frage formulieren: Könnte es sein, dass “Xenophanes“ am Ende besser ist als “Octahedron“? Es ist wohl noch zu früh, diese Frage zu beantworten, aber für berechtigt halte ich sie dennoch jetzt schon...
Zum fiesen "pink vinyl" gibt's übrigens auch einen Download-Code für alle möglichen Formate dazu.
| Anspieltipp(s): |
desarraigo, mundo de ciegos |
| Vergleichbar mit: |
poppigere The Mars Volta mit anderem Sänger |
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| Veröffentlicht am: |
7.11.2009 |
| Letzte Änderung: |
4.12.2009 |
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