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Zundapp

Sotèro

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2009
Besonderheiten/Stil: instrumental; Folk; HardRock; Jazzrock / Fusion; RetroProg
Label: Eigenvertrieb
Durchschnittswertung: 9/15 (1 Rezension)

Besetzung

Francesco Biagianti Schlagzeug
Francesco Rossi Bass
Moreno Mencarini Gitarre
Fabrizio Brilli Gitarre
Roberto Chechi Flöte, Vibraphon

Tracklist

Disc 1
1. Black Comendha 3:57
2. Catalyst 3:20
3. Elefantentreffen 4:29
4. In a Club 2:38
5. Oswald Mincing Machine 5:25
6. Rockwool 3:47
7. Ruzzman 2:00
8. Sinfonia per Traghetti 5:41
Gesamtlaufzeit31:17


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @


Die Band mit dem schönen Namen Zundapp wurde Ende 2004 im toskanischen Städtchen Chianciano Terme gegründet. Viel mehr an biographischer Information war nicht herauszubekommen, die Webpräsenz der Band ist derzeit (11/2009) noch ohne Inhalt. Nach ihrem CD-Debüt, das 2005 erschien, ist Sotèro jedenfalls das zweite Album von Zundapp.

Musikalisch fahren die Toskaner auf der Retro-Schiene. Nicht schon wieder, werden manche jetzt denken. Aber Retro-Skeptiker sollten Zundapp nicht gleich abschreiben, denn von den üblichen Retroprog-Klischees ist das Quintett weit entfernt. Das fängt schon mal damit an, dass komplett auf Tasteninstrumente verzichtet wird. Und ihre musikalische Inspiration bezieht die Band nicht von Genesis oder Yes, sondern von Jethro Tull. Wobei der Begriff "Inspiration" keinesfalls bedeuten soll, dass es sich hier um eine Klonband handelt, es ist der Geist der frühen Tull, der große Teile dieser Musik durchdringt.

Im Vordergrund stehen die beiden Gitarristen, die mit kernigen Riffs eine hardrockige Grundlage bereiten; zum Solieren setzen sie nur selten an. Gelegentlich schalten sie die Verzerrer aus und bringen entspannten Swing in die Stücke (in Elefantentreffen z.B.). Während die Rhythmussektion dazu solide, aber unauffällig agiert, setzt Roberto Chechi an Quer- und Blöckflöte hübsche folkige und jazzige Akzente. Er versucht dabei keineswegs, wie man anhand des vorigen Abschnitts annehmen könnte, Ian Anderson nachzueifern, sondern bevorzugt einen weniger exaltierten Stil. Im abschließenden Sinfonia per Traghetti greift er auch zum Vibraphon. Besonders komplex ist die Musik meist nicht, immerhin in Rockwool gibt es ein paar mehr Breaks. Abwechslungsreich sind die Stücke aber auch so.

Den Toskanern ist mit Sotèro eine bei aller Inspiration doch recht eigenständige und originelle Mischung aus hardrockigen, folkigen und jazzigen Klängen gelungen, die vor allem Fans von Jethro Tull zusagen sollte. Das Album ist allerdings reichlich kurz geraten!

Anspieltipp(s): Catalyst, Elefantentreffen, Rockwool
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 20.11.2009
Letzte Änderung: 20.11.2009
Wertung: 9/15

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