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Ex-Vagus

Dream Object 5

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2009
Besonderheiten/Stil: ArtPop; HardRock; Neoprog; RetroProg; sonstiges
Label: Rev'Prog
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Xavier Le Loupp guitar
Thierry Lesaffre drums
Loic Consolin bass
Dominique Barboyon keyboards
Eric Vedovati vocals

Tracklist

Disc 1
1. Trash Vortex 5:56
2. Lostaway 11:33
3. The conqueror's weapons 9:21
4. Some fallen dust 6:52
5. Stravinsky's gondola 12:56
6. Once upon a dime 6:16
7. The clay spirits 12:42
Gesamtlaufzeit65:36


Rezensionen


Von: Thomas Kohlruß @


Die Franzosen Ex-Vagus melden sich mit einem neuen Album zurück. Das 2006er Werk „Ames Vagabondes“ hatte einen Bekannten zu dem schönen Ausspruch „Das sind die Spinal Tap des Neoprog“ hingerissen. Und irgendwie hatte er damit ja auch recht und entsprechend unterhaltsam und spaßig war das Gebotene denn auch. Ein Album zu dem ich immer mal wieder gerne greife.

Der Nachfolger „Dream Object 5“ weist Veränderungen auf. Nicht bei der Band... Ex-Vagus besteht immer noch aus denselben Musikern. Auch Sänger Eric Vedovati präsentiert wieder seine gesanglichen Fähigkeiten. Aber schon der englische Albumtitel lässt ahnen, die Band will es diesmal anscheinend wirklich international wissen. Und dazu wird diesmal in Englisch gesungen. Und auch wenn im Booklet Vince Leff und Jenny Lewis (von Sensitive To Light) als „english advisors“ gedankt wird, manchmal wirkt Vedovati in der fremden Sprache nicht ganz sicher und kann nicht ganz so aus sich herausgehen. Okay, aber ziemlich exaltiert und expressiv ist sein Gesang immer noch und damit sicherlich nicht für alle Ohren eine Wonne. Wer schon mit Christian und Tristan Décamps so seine Schwierigkeiten hat, der erlebt bei Vedovati sein blaues Wunder (obwohl die Live-Exzesse von Tristan Décamps sind schon ein guter Vergleich).

Und so wie Vedovati etwas zurückhaltender agiert, so verhält sich auch die ganze Band. „Dream Object 5“ ist bei weitem nicht mehr so ein Overkill an Theatralik, Pathos, Kitsch, Prunk und Pomp wie er noch auf „Ames Vagabondes“ vorgeherrscht hat. Ex-Vagus präsentieren vielmehr verspielten sinfonischen Prog, der mit Elementen aus der Neo- wie aus der Retro-Ecke gewürzt wird. Manchmal wird es richtig sanft, fast schon poppig, und es gibt viele ruhige, getragene Passagen. Aber es gibt dann schon noch einige gewaltige Bombastausflüge, nur eben nicht so operettenhaft wie früher. Insgesamt wirkt das Album dadurch irgendwie ernsthafter, die (guten) musikalischen Fähigkeiten der Musiker stehen stärker im Vordergrund, aber so ein bisschen geht natürlich auch der augenzwinkernde anarchische Charme verloren. Dafür sind alle Klänge, auch die Keyboard-Sounds, geschmackvoll und gediegen. So ist „Dream Object 5“ also vielleicht etwas 'gewöhnlicher', dafür aber leichter genießbar, wenn man nicht so ein Faible für ausgeflippten Prog-Schleim hat.

Ich wünsche Ex-Vagus ja das Beste, das Album ist allemal ein Gutes. Aber trotzdem glaube ich nicht recht an den großen internationalen Erfolg und dann sollten sie beim nächsten Mal wieder auf die französische Sprache setzen und ruhig wieder mehr am Rad drehen.

Anspieltipp(s): anything goes, wie der Franzose singt...
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 19.11.2009
Letzte Änderung: 2.8.2011
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Ex-Vagus

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2006 Âmes Vagabondes 12.00 1

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