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shield your eyes

SHIELD EM

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2009
Besonderheiten/Stil: Independent / Alternative; Mathrock; Postrock
Label: Gravid Hands/Saddam Hussein Records
Durchschnittswertung: 9/15 (1 Rezension)

Besetzung

stef Guitar, Vocals
henri Drums
Toby Bass

Tracklist

Disc 1
1. oranges 2:51
2. sergeant major lonely and queen bee sadness 3:46
3. ultra soul 3:03
4. torn apart on details 2:47
5. limerick 4:35
6. time on you 2:52
7. bad tooth warehouse boogie 6:00
8. claire oh claire 3:47
9. youve been served by the serfs 5:02
10. your racing days are over 3:02
11. shielder 2:28
12. mort aux ours 1:49
13. sandy 8:48
Gesamtlaufzeit50:50


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Deutlich schlichter ist die Aufmachung der dritten Produktion aus dem Hause Gravid Hands. Ein schwarzweißes Gruppenbild ziert das Cover, ein scheppes Probenraumfoto ist auf der Innenseite des Digipacks zu finden. Schlichter ist auch die Musik, die "SHIELD EM" von shield your eyes beinhaltet.

E-Gitarre, Bass und Schlagzeug rocken hier komplex und ausgesprochen schräg durcheinander. Vertrackte Takt- und Tempowechsel reihen sich an kaputte Bluesfragmente, retro-beefheartsche Muster und dissonante Lieder. Irgendwo im Grenzgebiet von Mathrock, Potsrock, Punk und Hardcore ist die Musik der drei Londoner angesiedelt. Sehr roh und kantig ist diese Musik, dominiert von Stef Ketteringhams malträtiert-scheidender, die Gehörgänge zerfeilender Gitarre, zu der Toby Hayes (der übrigens die Band inzwischen verlassen hat und durch Nick Bavin ersetzt worden ist) erstaunlich warm-brummender Bass vor sich hin hüpft und Henri Grimes auf dem Schlagzeug wütet. Eingestreut sind immer wieder ein paar ruhigere und langsamere Abschnitte, z.B. das seltsam kaputte "Torn apart on details", damit sich der Hörer ... na ja ... erholen kann. Gesungen wird übrigens auch. Passend zur Musik johlt Ketteringham schepp, weinerlich und ziemlich daneben. Das ist eine zeitlang ganz witzig, geht aber mit zunehmender Dauer der Scheibe ziemlich auf die Nerven.

"SHIELD EM" ist eine ganz interessante Scheibe mit kaputtem Math-Hardcore-Geschwurbel, welches in kleineren Dosen genossen den an schrägeren Kram gewöhnten Hörer ganz gut unterhält, über die 50 Minuten des Albums aber, ob einer leichten Gleichförmigkeit, doch etwas ermüdet. Der recht flache und eindimensionale Sound des offenbar mehr oder weniger live im Studio (Probenraum) aufgenommenen Albums, der eher an eine Demoaufnahme gemahnt, macht das Zuhören nicht leichter, auch wenn er ganz gut zur gebotenen Musik passt. Auch wenn die Scheibe ihre Momente hat, ist sie bisher die schwächste Produktion von Gravid Hands.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 20.11.2009
Letzte Änderung: 20.11.2009
Wertung: 9/15

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