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Ancient Vision

Lost at Sea

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2008
Besonderheiten/Stil: Konzeptalbum; HardRock; Neoprog; RetroProg
Label: Musea
Durchschnittswertung: 7/15 (1 Rezension)

Besetzung

Thomas May Electric and Acoustic Guitars, Balalaika, Mandolin, Keyboards, Backing vocals, Lead Male Vocals on "All Dressed Up"
Joseph Allen Keyboards
Barry Spry Electric and Acoustic Bass Guitars
Robert Leytham Drums
Thomas Hook Vocals Extraordinaire

Gastmusiker

Susan Harp Backing vocals, Lead female vocals on "All Dressed Up"
Joseph Miquelon Tenor and Alto Saxophone, Tenor solo on "Lost at Sea"

Tracklist

Disc 1
1. Part I - Out of Darkness

1. Snow Falls Into Winter 16:06

2. Part II - Looking For Future Dreams

1. Searching for Gold 7:10
2. All Dressed Up 6:50

3. Part III - The World Now

1. Pirates in the Street 6:47
2. Lost at Sea 5:48
3. King Big Business 5:09
4. As the World Turns 9:11

4. Into Greyness and Confusion

1. Finale 5:58

Gesamtlaufzeit62:59


Rezensionen


Von: Dennis Egbers @


Manchmal kommen sie wieder. Ancient Vision aus Kansas City, das übrigens trotz des Namens im Bundesstaat Missouri liegt, veröffentlichten bereits Anfang der Neunziger zwei Alben und melden sich nach fast 15 Jahren Pause mit dem Konzeptalbum "Lost at Sea" zurück. Grundsätzlich bleibt der Fünfer um Bandchef und Gitarrist Thomas May dem Stil von "The Vision" und "Focus or Blinders" treu, der von den Kollegen Heiko und Kristian zwar nicht euphorisch aber doch halbwegs wohlwollend zur Kenntnis genommen wurde.

Geboten wird daher inzwischen doch wie aus der Zeit gefallen wirkender symphonischer Prog, der sich irgendwo im Spannungsfeld von Retroprog, Neoprog und melodischem Hard Rock bewegt. Auffällig und zumindest dezent aus Prog-Durchschnitt ausbrechend kommt nach wie vor Sänger Thomas Hook daher, dessen mal rauchiges, mal knödelndes und mal quäkendes Organ sicherlich nicht jedermanns Sache sein wird, nichtsdestotrotz aber abgesehen von einer etwas eingeschränkten Variabilität kaum Anlass zu wirklicher Kritik bietet.

Immer wieder Akzente setzen darf auch Keyboarder Joseph Allen, der alles in allem doch erfreulich wenig auf Gequietsche setzt, andererseits aber doch auf Dauer sehr bieder daherkommt und sich damit den Begriff Durchschnitt fast exakt erfüllt. Seine dominanten Momente hat natürlich ebenso Bandboss May, der durch gelegentlichen Einsatz von Mandoline und Balalaika zumindest etwas Experimentierfreude beweist – auch wenn beide Instrumente nun auch nicht gerade Exoten im Prog sind. Immerhin bemühen sich Ancient Vision auch anderer Stelle um mehr Abwechslungsreichtum und behutsame Erneuerungen im Sound, wie der Einsatz von weiblichem Gesang (bis auf "All Dressed Up" allerdings nur im Hintergrund) sowie gelungene Sax-Einsprengsel zeigen.

Trotz dieser kleinen neuen Ansätze und der Tatsache, dass man den Amerikanern mit ihrer kauzig-eigenen Retrovariante einen gewissen Sympathiefaktor kaum absprechen kann, ist aber insgesamt genau das Fazit zu teilen, das schon auf den früheren Alben der Band gezogen wurde. "Lost at Sea", dessen im Booklet nachzuverfolgende Hintergrundgeschichte sich um laut Band um die Wirrungen der heutigen Welt, den Kampf um die Macht durch religiöse und politische Gruppierungen sowie die steigende Umweltverschmutzung dreht (kennen wir ja, darunter macht's ja kaum eine Progband) ist ein im gar nicht mal negativen Sinne gemeint grundsolides Album, das hübsch anzuhören ist und kaum jemandem weh tun wird. Andererseits schaffen es Ancient Vision aber auch auf ihrem Drittling nicht, ihre vorhandenen guten Ansätze so zwingend und auf den Punkt bringend auszukompieren, das der Hörer es richtig gut findet. Retroprogger mit Hang zum Abseitigen und Toleranz für eher simpel rockende und bisweilen gar poppige Einflüsse seien aber trotzdem ermutigt, der Myspace-Seite der Band einen Besuch abzustatten und sich selbst zu überzeugen. Solide und nett – aber eben auch nicht mehr.

Anspieltipp(s): Pirates in the Street, King Big Business
Vergleichbar mit: das ist schon ziemlich eigen
Veröffentlicht am: 20.11.2009
Letzte Änderung: 20.11.2009
Wertung: 7/15
das beste Album von Ancient Vision

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Ancient Vision

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1991 The Vision 9.00 1
1994 Focus or Blinders 7.50 2

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