Metamorphoses
|
|
Informationen
Allgemeine Angaben
|
|
| Label: |
Disques Dreyfus / Epic |
| Durchschnittswertung: |
11/15 (1 Rezension) |
|
Besetzung
| Jean Michael Jarre |
Synthesizer, Vocals |
| Christopher Papendieck |
Keyboards, Bass |
|
| Francis Rimbert |
Keyboards |
|
Gastmusiker
| Laurie Anderson |
Sprache auf "Je me souviens" |
| Natacha Atlas |
Gesang auf "C’est la vie" |
| Sharon Corr |
Violine auf "Rendez-vous á Paris" |
| Dieirdre Dubois |
Gesang auf "Miss Moon" |
|
| Lisa Jacobs |
Gesang auf "Millions of stars" |
| Veronique Bossa |
Gesang auf "Give me a sign" and "Millions of stars" |
| Olivier Constantin, Olivier Swell, Frank Noél |
Gesang auf "Tout est bleu" |
| Ozlem Cetim |
Gesang auf "Silhouette" |
|
Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Je me souviens
|
4:25
|
| 2. |
C’est la vie
|
7:11
|
| 3. |
Rendez-vous à Paris
|
4:19
|
| 4. |
Hey Gagarin
|
6:20
|
| 5. |
Millions of stars
|
5:41
|
| 6. |
Tout est bleu
|
6:01
|
| 7. |
Love Love Love
|
4:26
|
| 8. |
Bells
|
3:49
|
| 9. |
Miss Moon
|
6:08
|
| 10. |
Give me a sign
|
3:49
|
| 11. |
Gloria, lonely boy
|
5:31
|
| 12. |
Silhouette
|
2:29
|
| Gesamtlaufzeit | 60:09 |
|
|
Rezensionen

Spätestens mit Oxygene 7-13 hatte ich den Entschluss gefasst, Jarre keine weitere Beachtung mehr zu schenken. Ein Fehler, wie ich eingestehen muss.
Aus der Presse nahm ich zwar noch die Information mit, er habe es auf "Metamorphoses" mal mit "Chansons" vesucht, was ich dann aber noch weniger erst nehmen konnte. So habe ich erst knappe 10 Jahre später bei sich bietender Gelegenheit ein Ohr riskiert (was dann tatsächlich zur Folge hatte, dass ich mir alle späteren Outputs von ihm auch noch besorgen musste).
"Chansons" ist natürlich nicht wirklich treffend. Aber die Fülle an Gastsängern in den Credits deutet ja schonmal darauf hin, dass Gesang auf diesem Album einen weitaus höheren Stellenwert einnimmt als jemals zuvor. Auf Zoolook hatte Jarre sich Melodien größtenteils aus Samplefetzen zusammengebaut und auf Revolutions hat dann sogar ein echter Frauenchor gesungen.
Jetzt experimentiert Jarre jedoch auf vielfältige Weise mit Gesang und Stimme. Häufig wird tatsächlich Textuelles übermittelt, sei es über einen Vocoder, als Sample oder als eingesprochener Text. Bemerkenswert ist sogar, dass Jarre es schafft, lediglich aus ein paar gesprochenen Wörtern den Song so etwas wie eine Geschichte erzählen zu lassen (Je me souviens). Als Gegensatz fungiert der tatsächliche menschliche Gesang hauptsächlich als Instrument ohne eine textuelle Botschaft zu übermitteln (C'est la vie, Silhouette, Miss Moon). Nur an wenigen Stellen wird echter Gesang auch mit echtem Text kombiniert.
Im Grundsatz ist das Album sehr ambient-artig geraten. Interessanterweise ist die technische Ausstattung dafür sehr minimal angelegt. Jarre benutzt tatsächlich nur ein paar wenige digitale Synthesizer. Aber er schafft es, den meisten Stücken einen sehr ruhigen, melancholischen Grundton mitzugeben. Verfeinert und gesteigert wird das ganze dann durch die vokalen Einlagen, Streicherarrangements oder einer Rhythmusfraktion. Letztere mündet leider in einigen Fällen in doch zu poppigen Gefilden. So können Stücke wie "Tout est bleu", "Give me a sign" oder auch "Bells" (soll das eine Hommage an Mike Oldfield sein?) nicht überzeugen.
Besonders hervorheben möchte ich: "Je me souviens", das uns einen Mini-Krimi erzählt "C'est la vie", das sich herrlich in arabisch angehauchten Gesang hineinsteigert "Rendez-vous a Paris" mit seinen psychedelischen Momenten und wunderschönem Zusammenspiel von Harfe und Violine "Hey Gagarin" mit energischer Streichereinlage Das träumerische "Millions of stars", das am Ende in liebliche Melancholie zerfließt "Miss Moon", bombastisch, düster, psychedelisch und ethnisch.
Gut gemacht, Jean. Werde ich weiterempfehlen.
| Anspieltipp(s): |
C'est la vie, Miss Moon |
| Vergleichbar mit: |
|
|
| Veröffentlicht am: |
5.2.2010 |
| Letzte Änderung: |
5.2.2010 |
|
|
|
Zum Seitenanfang
Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Jean Michel Jarre
Zum Seitenanfang
|