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Brown vs Brown

Odds and Unevens

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2010
Besonderheiten/Stil: instrumental; Jazzrock / Fusion; Mathrock; RIO / Avant
Label: Cuneiform Records
Durchschnittswertung: 11/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Viljam Nybacka bass, vocals
Dirk Bruinsma alto & baritone sax, vibraphone (2,7), vocals
Gerri Jäger drums, percussion, vocals
Jeroen Kimman guitar, banjo (4), percussion (1,3), vocals, harmonium, recorders, thumb piano (4)

Tracklist

Disc 1
1. Whirlpool 8:26
2. Sang Froid 5:42
3. The Adventure of Billy Spontana 6:40
4. For Jason, Mark and Joe 10:14
5. For Michael 2:34
6. Sirens All Around Us 7:15
7. Alloy 6:40
Gesamtlaufzeit47:31


Rezensionen


Von: Thomas Kohlruß @ (Rezension 1 von 2)


Aus den Niederlanden kommt also doch nicht nur aufgeblasener Prog-Metal und ausgelutschter Neoprog... nein, auch eine Band wie Brown vs Brown ist dort beheimatet. Auf ihrem dritten Werk „Odds and Unevens“ klingt das niederländische Quartett wie eine Blaupause des typischen Cuneiform-Label-Sounds zwischen Jazzrock und RIO /Avant.

Die vier Musiker haben angeblich ganz unterschiedliche musikalische Hintergründe (auch wenn sich das auf der Bandhomepage für mich etwas anders liest, aber okay) und sind auch sonst nicht immer einer Meinung. Aber vermutlich aus diesem Spannungsfeld heraus kreieren Brown vs Brown ihre Musik. Die Musik von Brown vs Brown ist sicherlich eher komponiert, denn improvisiert und für die Komposition zeichnen sich Nybacka, Bruinsma und Kimman gleichermaßen verantwortlich. Und die ist genretypisch... da purzeln dem Hörer muntere Tonkaskaden aus lustig keckerndem Saxophon, forsch riffender Gitarre, flotten Arpeggien, düster grummelndem Bass und wuseliger Percussion entgegen. Brown vs Brown agieren immer temporeich, ohne zu überziehen. Die Musik ist frisch, agil, munter und zwar durchaus komplex, aber weder abstrakt noch gar atonal-schräg. „Klangwolken“ haben die Niederländer nicht im Programm, dafür stehen sie mit beiden Beinen zu solide auf dem Fundament des Rock. Zusätzliche Farbigkeit gewinnt die Musik durch Percussion-Gimmicks und immer mal wieder eingestreute instrumentale 'Exoten'.

Brown vs Brown musizieren ebenso elegant wie mitreißend. Die Musik wirkt nicht angestrengt und ist auch nicht wirklich anstrengend, auch wenn die Verdichtungen, kleinen Ausbrüche und mitunter angeschrägten Tonkaskaden den Hörer in angenehmer Weise anregen und fordern. Trotzdem jeder Musiker mit „Vocals“ glänzt, so ist „Odds and Unevens“ ein Instrumental-Album, denn der 'Gesang' erschöpft sich in lautmalerischen Einwürfen und dem Aneinanderreihen von – so erscheint es zumindest mir – zusammenhanglosen Worten. Das die Musiker was können an ihren Instrumenten muss vermutlich nicht näher erwähnt werden.

Ein erfreuliches Album voller frischer Musik, das aufgrund seines lockeren, aber eben nicht belanglosen, Charakters sowohl dem erfahrenen Avant-Freak wie auch dem mutigen Neueinsteiger viel Spaß machen sollte.

Anspieltipp(s): The Adventures of Billy Spontana (leider gibts das Stück gerade nicht auf der MySpace-Seite, aber dort reinhören sollte auch einen guten Eindruck verschaffen)
Vergleichbar mit: Miriodor, The Wrong Object
Veröffentlicht am: 7.2.2010
Letzte Änderung: 7.2.2010
Wertung: 11/15

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Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 2 von 2)


Anders als beim etwas emotionslosen Twitch and Shout zeigt sich das niederländische Quartett hier voller Spiellaune. Neckisch trötendes Saxofon und bratzige Gitarre (endlich hört man die!) bestimmen die Musik, unterstützt von rumpelndem Bass und ruhelosem Schlagwerk. Abgesehen von der stärkeren Präsenz der Gitarre also die gleichen Ingredienzen wie auf dem Debüt. Trotzdem wirkt Odds and Unevens viel lebendiger, nicht so weltentrückt wie Twitch and Shout, erfreulicherweise jedoch ohne dass man Abstriche an der Komplexität und Schroffheit der Musik machen müsste.

Während das Debüt fast völlig instrumental gehalten war, gibt es hier etwas mehr Gesang. Wobei "Gesang" eigentlich schon etwas zu hoch gegriffen ist, es handelt sich mehr um spontane Lautäußerungen, deren freakiger Charakter perfekt zur Musik passt.

Dem Debüt des Quartetts ist dieses Album klar vorzuziehen.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 1.5.2010
Letzte Änderung: 1.5.2010
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Brown vs Brown

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2007 Twitch and Shout 9.00 1

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