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Cluster

Qua

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2009
Besonderheiten/Stil: instrumental; Elektronische Musik
Label: Klangbad (Neuauflage 2017: bureau b)
Durchschnittswertung: 11/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Dieter Moebius
Hans-Joachim Roedelius

Tracklist

Disc 1
1. Lerandis 1:47
2. So Ney 3:21
3. Flutful 2:36
4. Protrea 1:59
5. Zircusile 1:38
6. Xanesra 4:03
7. Na Ernel 3:48
8. Putoil 1:34
9. Malturi Sa 4:53
10. Diagon 1:23
11. Gissander 6:55
12. Ymstrob 1:40
13. Albtrec Com 4:06
14. Stenthin 3:48
15. Curvtum 1:00
16. Formalt 5:04
17. Imtrerion 5:13
Gesamtlaufzeit54:48


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 1 von 2)


Nach einer zehnjährigen Pause, während der sich die Herren Moebius und Roedelius Soloaktivitäten und Projekten mit anderen Musikern widmeten, sind die beiden seit 2007 wieder als Cluster aktiv. 2009 folgte das neue Studioalbum Qua, das erste seit 1994.

Bei einer Band, die seit vierzig Jahren existiert, stellt sich die berechtigte Frage: kann da noch was wirklich neues kommen? Sicher, Qua ist nicht frei von Rückgriffen auf die eigene Vergangenheit. Dennoch bieten die 17 Klangminiaturen, die angesichts von Längen im Zwei-Minuten-Bereich bisweilen eher Klangskizzen sind, zeitlose elektronische Klangkunst. Meist rhythmusfrei, oft auch melodiefrei, decken sie ein Spektrum ab, das von abstrakten Klangkörpern bis zu sanft schwebenden Ambient-Klangflächen reicht. Mal purzeln die Töne durcheinander aus den Boxen, dann wieder meint man dem monotonen Geräuschen irgendeiner seltsamen Maschine zu lauschen, oder die Musik schwebt einfach nur statisch im Raum. Dabei klingen die Stücke stets voll verspielter Leichtigkeit, sind immer mal von schrulligen Einfällen durchsetzt, fernab den bedeutungsschwangeren Klängen, die man oft mit den Werken deutscher Elektroniker assoziiert.

Neben Klängen eindeutig elektronischen Ursprungs hört man gelegentlich auch solche, die an herkömmliche Instrumente gemahnen - Glöckchen, Flöte, Trompete, sogar ein Akkordeon meine ich an einer Stelle zu erkennen. Allerdings können diese durchaus ebenfalls elektronischen Ursprungs sein.

Cluster zeigen mit Qua, dass sie auch nach vierzig Jahren noch zur Speerspitze der elektronischen Musik gehören. Schönes Teil!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 13.2.2010
Letzte Änderung: 13.2.2010
Wertung: 11/15

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Von: Siggy Zielinski @ (Rezension 2 von 2)


2009 erschien mit „Qua“ das erste Studio-Album des Duos Cluster seit 1994. Und es sollte durch den Tod von Dieter Moebius 2015 leider auch das letzte werden.

2017 hat das Elektronik-Label bureau b „Qua“ als CD, LP und Download neu aufgelegt. Bei der Gelegenheit erfahren wir, dass Dieter Moebius damals einige einfallsreiche Loops ins Studio mitbrachte. Darunter war der Klang seiner Badezimmertür, der für „Putoil“ verwendet wurde. Die restliche Musik wurde sowohl mit Hilfe von neuester Digitaltechnik, als auch unter Verwendung von museumsreifer Analogausrüstung kreiert.

So entsteht offenbar die schwer fassbare Cluster-Magie, die die Rezensenten, die Werbetext-Verfasser und andere Beteiligte gleichermaßen immer wieder zu geradezu poetisch anmutenden Texten verleiten, oder inspirieren kann. So schrieb der für „Qua“ zuständige Tontechniker Tim Story unter anderem: „Überall begegnen wir dem irrlichtenden Cluster-Pulsschlag – modern, aber durch und durch zeitlos“. Gut formuliert und viel besser nachvollziehbar, sobald man sich auf diese Musik eingelassen hat.

Die klangliche und atmosphärische Vielfalt der siebzehn Klangskizzen offenbart einen beachtenswerten Einfallsreichtum. „Qua“ steht für ein zugleich entspannt und geheimnisvoll wirkendes Klanguniversum. Den Spagat sollte man erst einmal hinbekommen.

So gibt es zerbrechliche Elektronik mit E-Piano („Lerandis“), an Gamelan- und Welt Musik Anknüpfendes („So Ney“, „Albtrec Com“), mit Industrial-Einflüssen Aufwartendes („Flutful“), eine milde Version von Dark Ambient zu dezenten Rhythmen („Xanesra“), mit perfekten Schlagzeug-Samples Ausgestattetes („Na Ernel“), ein Solo für Badezimmer-Tür („Putoil“), Krautrock-Elektronik zu unaufdringlichen Salsa-ähnlichen Rhythmen („Malturi Sa“), betont Experimentelles mit Gitarrenklängen und Sprechsamples („Diagon“), Trompetenklänge zu Sequencer-Motiven („Ymstrob“), nach der Art von Gitarrenschleifen verträumt vor sich hin Summendes („Imtrerion“) sowie fluffige Elektronik mit Bassgitarren-Klängen („Curvtum“), um nur einige Beispiele zu nennen.

Für die hartgesottenen Rockfans ist das natürlich nichts, sondern halt „nur“ erstklassige „Kraut-Elektronik“ und das letzte reguläre Album eines unter den Fans legendären Duos.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 6.11.2017
Letzte Änderung: 6.11.2017
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Cluster

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1971 Cluster 71 9.00 1
1972 Cluster II 10.50 2
1974 Zuckerzeit 12.00 1
1976 Sowiesoso 11.50 2
1977 Cluster & Eno 10.00 1
1978 After the Heat 11.00 1
1979 Grosses Wasser 9.00 1
1981 Curiosum 11.00 1
1990 Apropos Cluster 12.00 1
1994 One Hour 11.00 1
1997 Japan 1996 live 11.00 1
2015 Japan live 11.00 1
2015 USA live 11.00 1
2016 1971-1981 12.00 1
2016 Kollektion 06: Cluster 1971-1981 11.00 1
2017 Konzerte 1972/1977 8.00 1

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