Journey
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Eigenverlag |
| Durchschnittswertung: |
9/15 (2 Rezensionen) |
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Besetzung
| Alex Hanafi |
vocals |
| Alexander Gromann-Bross |
bass |
| Lin Hog |
acoustic & electric guitar, synth, vocals |
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| Philipp Heidtmann |
electric guitar, vocals |
| Ralf Rübin |
drums |
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Gastmusiker
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| Lara Schlumberger |
backing vocals (2) |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
rolling down the hill
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7:36
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| 2. |
perfect island
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7:26
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| 3. |
rollercoaster overload
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8:37
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| 4. |
perfect island reprise
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2:44
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| 5. |
snowblind
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12:19
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| 6. |
your heart is yours
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7:08
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| 7. |
circus seraphina
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21:02
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| Gesamtlaufzeit | 66:52 |
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Rezensionen

Im Booklet schauen die Musiker den Leser / Hörer ernst, streng, fast ein bisschen missgelaunt an. Ob das vielleicht intellektuell wirken soll? Oder sind die Musiker ob ihrer Musik selbst gelangweilt oder unsicher? Wie auch immer, für ein derart tristes Auftreten besteht eigentlich überhaupt kein Grund.
Yosemite Rain aus dem südbadischen Raum legen mit ihrem zweiten Werk ein überzeugendes Album in jederlei Hinsicht vor. Die Musiker sind keine Jungspunde mehr und so wirkt nicht nur die Musik, sondern auch das Album-Artwork gediegen, gereift, irgendwie in sich ruhend. Aber das ist nur ein erster Fingerzeig.
Gegenüber dem Debütalbum – welches ich allerdings nicht kenne – hat sich die Band nur auf einer Position verändert, man hat mit Alex Hanafi einen neuen Sänger. Nun kenne ich seinen Vorgänger Chris Kraft wie gesagt nicht, aber ich könnte mir schon vorstellen, dass das ein einschneidender Wechsel war, denn Hanafi prägt mit seiner charakteristischen, leicht weinerlich-leidenden Stimme den Bandsound ganz entscheidend. Nicht von ungefähr kommt einem sofort „Marillion“ in den Sinn, denn Sänger Hanafi weist schon einige Ähnlichkeiten zu Steve Hogarth auf.
Und das findet in der Musik durchaus seine Entsprechung. Yosemite Rain setzen eher auf Atmosphäre und stilvolle Klangmalerei als auf erdigen Rock oder gar Gefrickel. Die melodischen Stücke schweben förmlich auf einem dichten Teppich aus elegischen Gitarrenklänge, sanften Synthieflächen, kaum spürbarem melodischen Bass und verspielter Drumarbeit aus den Boxen. Gemächlich entfaltet sich der Wohlklang, der sich aber wie mit Widerhaken ausgestattet in den Gehörgängen festsetzt. Ist die Musik zwar fast zu schön, aber dann doch eben auch so emotional und warm, dass sie gerade so keine Langeweile auslöst. Trotzdem hätte dem Album der eine oder andere Ausbruch aus Elegie, Midtempo und Schönheit gut getan. So vermisst schon einen gewissen Rockwind, der mal gelegentlich durchpustet. Besonders deutlich wird das im ausladenden Abschlusstrack, wenn die Gitarre sich dann doch mal ein Herz fasst und etwas fetter riffend in den Vordergrund drängt. Ein Aha-Moment, der aber nur ganz kurz (leider) anhält.
Trotzdem nimmt einen „Journey“ mit seiner ruhigen, edlen Ausstrahlung gefangen und die wirklich fantastische Gesangsleistung von Hanafi tut ihr übriges. Die Band lässt ihren eher langen Songs auch viel Raum zum Atmen, zu einer Art organischen Entwicklung, die sich vor dem Hörer entfaltet. Gerade Fans ruhigerer, moderner Marillion oder Sylvan sollten hier ausgezeichnetes neues Hörfutter finden. Mit „Journey“ entzünden Yosemite Rain auf jeden Fall einen hübschen neuen leuchtenden Stern am deutschen Proghimmel. Wenn sie in Zukunft zumindest gelegentlich noch etwas mehr aus sich herausgehen, würden sie zumindest mich noch mehr begeistern.
| Anspieltipp(s): |
rollercoaster overload |
| Vergleichbar mit: |
(H-)Marillion, Sylvan |
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| Veröffentlicht am: |
2.3.2010 |
| Letzte Änderung: |
2.3.2010 |
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Im Prinzip kann ich dem Kollegen Thomas in den meisten Punkten zustimmen. Das Artwork im Booklet gefällt mir sehr gut (besonders das wogende Weizenfeld; alle Photos wurden von Gitarrist Philipp Heidtmann aufgenommen). Das irgendwie missmutige Bandphoto passt da allerdings überhaupt nicht hin.
Die Musik ist ganz den großen Marillion der Hogarth-Ära nachempfunden, wobei hier und da auch ein bisschen der späten Pink Floyd dazukommt. Die Musik hat einen guten Fluss, die Songs sind eingängig und angenehm unaufdringlich komplex. Soll heißen, was die Jungs an Ideen haben, kriegt man auf Anhieb erst einmal gar nicht richtig mit. Die größten Frickeler sind die Jungs aus Baden aber wirklich nicht, eher setzen sie auf Atmosphäre. Die Musik ist voll auf den Gesang zugeschnitten, lediglich gelegentlich ertönt ein, dann gefühlvolles, Gitarrensolo. Zwar bemüht sich die Band, für Abwechslung zu sorgen, indem sie immer wieder Takt- und Rhythmuswechsel einbaut. Jedoch spielt sich das alles im Midtempo-Bereich ab, so dass sich auf Dauer eine gewisse Gleichförmigkeit einstellt. Es gibt zwar gelegentliche Ausbrüche, die sind aber nur kurz, dann fällt man in den alten Trott zurück.
Die Gesangsleistung empfinde ich als sehr ordentlich. Alex Hanafis Stimme verrät schon eine gewisse Ähnlichkeit zu der Steve Hogarths. Aber auch hier gilt wie für die Musik: auf Dauer wird diese etwas weinerliche, immer wieder mit Vibrato vorgetragene Stimme zu einförmig. Wenn dann gelegentlich noch ein Background-Gesang bzw. -chor dazukommt, wird es sogar etwas schräg.
Kleine Abstriche muss man im Klang der CD hinnehmen, was aber für eine Eigenproduktion akzeptabel ist. Die Übergänge zwischen einzelnen Liedteilen wirken nicht immer ganz flüssig, hier prallen wohl der eigene Anspruch und die Wirklichkeit, also die Fähigkeiten an den Instrumenten, aufeinander.
Und so fällt auch mein Fazit ähnlich zu Thomas K.s aus: Yosemite Rain sind fünf gestandene Herren aus Baden, die eine komplexe, mit vielen guten Ideen versehene Musik vortragen, die stark an Marillion erinnert, die aber etwas mehr Wumms vertragen könnte. Und für das nächste Album ein besseres Tonstudio. Die CD ist für gerade einmal 10 € incl. Versand auf der Bandhomepage zu erstehen, ein Betrag, den man als Marillion-Fan getrost einmal investieren kann.
| Anspieltipp(s): |
Perfect island |
| Vergleichbar mit: |
Marillion |
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| Veröffentlicht am: |
4.3.2010 |
| Letzte Änderung: |
4.3.2010 |
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