OM
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Melodiya |
| Durchschnittswertung: |
9/15 (1 Rezension) |
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Besetzung
| Sven Grünberg |
Keyboards, Percussion, Electronics, etc., Vocals |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Breath (V)
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6:46
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| 2. |
Reflections
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12:03
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| 3. |
Parting
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12:02
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| 4. |
OM
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11:13
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| Gesamtlaufzeit | 42:04 |
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Rezensionen

Nach dem Ende seiner Band Mess und nachdem er im Jahre 1976 die staatliche Musikschule von Tallin erfolgreich abgeschlossen hatte, betätigte sich Sven Grünberg vornehmlich solistisch. Sein erstes Album konnte er 1980 aufnehmen. "Hingus" erschien 1981 auf dem sowjetischen Staatslabel Melodiya. Danach dauerte es sieben Jahre, bis Grünberg mit "OM" sein zweites Album veröffentlichte. Eine Massenproduktion wie man sie mitunter bei einigen westeuropäischen Elektronikern findet, konnte man sich im damals noch zur Sowjetunion gehörenden Estland vermutlich nicht leisten. Offenbar war Grünberg mit seiner beruflichen Tätigkeit als Komponist von Film- und Bühnenmusik, Studiomusiker und Toningenieur auch weitestgehend ausgelastet.
Der Albumtitel "OM" weckt zuerst einmal Befürchtungen, dass man hier vielleicht seicht-esoterische New-Age-Musik zu hören bekommt. So ganz abwegig wäre dies nicht, ist doch Grünberg bekennender Buddhist. Gewisse diesbezügliche weltmusikalische Elemente sind auf "OM" auch in der Tat auszumachen, doch sind die elektronischen Klänge des Esten weit von Seichtigkeit und New-Age-Gesäusel entfernt (was offenbar für die neueren Werke Grünbergs nicht mehr gilt).
Drei lange Stücke und eine kürzere Nummer sind auf dem Album zu finden. Letzteres verbindet "OM" direkt mit seinem Vorgänger, stellt doch "Breath" den fünften Teil der auf "Hingus" begonnenen "Breath"-Suite dar. Hier bestimmen noch die typischen analogen Tasten- und Synthesizerklänge das Geschehen, die auch schon "Hingus" über weite Strecken geprägt haben. "Reflections", "Parting" und das Titelstück bieten Ähnliches, integrieren aber noch einige nichtelektronische Klänge, z.B. Harfenartiges und Perkussives (ein Sequenzer kommt nicht zum Einsatz), aber auch Grünbergs Stimme. Zudem tauchen hier die schon erwähnten exotischen, meist asiatischen Soundspuren auf.
Wir befinden uns hier natürlich tief in den 80er Jahren und Grünberg konnte sich offenbar schon einiges der damals modernen Tastentechnologie leisten. Die Stücke, zumindest einige der verwendeten Tastentimbres, klingen daher ein wenig steril und synthetisch, was aber meistenteils durch die farbige und abwechslungsreiche Instrumentierung ausgeglichen wird. Nur auf das ab und zu auftauchende Plastikklatschen hätte Grünberg wirklich verzichten können. Ansonsten bietet "OM" eine klangvolle, leicht exotische und alles in allem durchaus eigene, wenn auch nicht furchtbar aufregende Variante der elektronischen Musik oder des solistischen Tastenprogs, ausladende, mitunter sehr kantige und voluminöse, oft aber auch sphärisch-delikate Klaggemälde, die sich zudem durch eine gleichberechtigte Integration von nicht-elektronischen Klaengen auszeichnen. Am ehesten erinnert diese Musik an die Werke von Grünbergs russischem Kollegen Mikhail Chekalin, was die Existenz einer Art von, in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts entstandenen, spezifisch russischen Elektronikschule andeutet.
Wer Elektronisches bzw. weitestgehend von Tasteninstrumenten erzeugte Musik schätzt, für den es aber auch einmal etwas anderes sein darf als statisch dahinmäandernde, auf und absteigende Sequenzerteppiche, der kann sich nach diesem, im Jahre 2000 von Boheme Music auf CD wieder veröffentlichten Album umschauen!
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
8.3.2010 |
| Letzte Änderung: |
9.3.2010 |
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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Sven Grünberg
| Jahr |
Titel |
Ø-Wertung |
# Rezis |
| 1981 |
Hingus |
11.00 |
1 |
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