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Kaipa

In the Wake of Evolution

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2010 (12.03.2010)
Besonderheiten/Stil: Folk; RetroProg
Label: Inside/Out
Durchschnittswertung: 9.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Hans Lundin Keyboards
Patrick Lundström Vocals
Aleena Gibson Vocals
Morgan Agren Drums
Jonas Reingold Bass
Per Nilsson Guitars

Gastmusiker

Fredrik Lindqvist Flute, Recorders
Elin Rubinsztein Violin

Tracklist

Disc 1
1. In The Wake Of Evolution 10.57
2. In The Heart Of Her Own Magic Field 5.12
3. Electric Power Water Notes 17.50
4. Folkia´s First Decision   (Instrumental) 2.32
5. The Words Are Like Leaves 5.36
6. Arcs Of Sound 8.21
7. Smoke From A Secret Source 9.23
8. The Seven Oceans Of Our Mind 10.08
Gesamtlaufzeit69:59


Rezensionen


Von: Jörg Schumann @ (Rezension 1 von 2)


"In the Wake of Evolution" ist mein meistgehörtes Album der zweiten Inkarnation von Kaipa. Warum? Nun, es führt den bereits auf Angling Feelings eingeschlagenen Weg fort, welcher die Band flotter und härter zeigte als zuvor. Und das macht zumindest mir deutlich mehr Spass als die zum Teil doch recht lahmen, melodieseligen, oft im Mid- bis Lowtempo-Bereich angesiedelten Kompositionen der Alben davor.

Mit "In the Wake of Evolution" ist Hans Lundin ein locker-flockiges Album gelungen, dass flott und beschwingt daherkommt, mitunter auch mal härter rockt und ausserdem eine gute Portion Progness in Form wohl dosierter Krummtakte, geschmackvoller Soli und ausladender aber nicht zu langer Elaboration der musikalischen Themen mitbringt. Nach wie vor stehen Melodien im Vordergrund. Diese sind aber selten platt, verdudelt oder ziellos, sondern meist sehr gelungen. Selbst Balladen werden hier durch spannende Interludien aufgelockert und wirken dadurch nicht langatmig.

"In the Wake of Evolution" ist ein Schmetterlingsalbum, ein Frühlingsalbum; strahlend, blühend, beschwingt. Alles scheint zu duften und zu spriessen.

Mit Allena habe ich unterdessen meinen Frieden gemacht. Hier versteht sie es nicht nur lieblich und weiblich, ja beinahe elfenhaft zu singen, sie gibt mitunter auch die Rockröhre. Auch im Duett mit Patrik Lundström hört sich das alles viel angenehmer an, als auf früheren Alben.

Nicht zuletzt sind die Kompositionen fast ausnahmslos gelungen. Highlights sind tatsächlich die drei überlangen Werke. Diese bleiben trotz ihrer Länge spannend und abwechslungsreich und machen "In the Wake" zum bisher besten Album von Kaipa Mark II.

Anspieltipp(s): Electric Power Water Notes
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 2.9.2012
Letzte Änderung: 2.9.2012
Wertung: 10/15

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Von: Andreas Kiefer @ (Rezension 2 von 2)


Kaipa haben schon einige Jahre auf dem Buckel. 1973 gab es unter dem damaligen Bandnamen Ura-Kaipa, der ein Jahr später in Kaipa umbenannt wurde, die ersten Lebenszeichen der schwedischen Combo. Sie veröffentlichten in dieser langen Zeit lediglich zehn Studioalben. "In the Wake of Evolution" macht musikalisch da weiter, wo "Keyholder", "Mindrevolutions" oder "Angling Feelings" aufgehört haben. Sinfonisch-melodischer Retro Prog verbunden mit Neo-Folk und liedhaften Melodien und Refrains.

Letzteres bringt hin und wieder einen zu harmonischen und seichten Beigeschmack in die eigentlich kreative Musik hinein, was ein großes Manko des Albums darstellt. Dafür verantwortlich sind hauptsächlich Sänger Patrik Lundström (Ritual) und Aleena Gibson. Beide haben eine recht helle sowie dünne Kopfstimme, die man stellenweise gar nicht so recht auseinander halten kann, und zusammen gesungen fehlt dadurch die Vielfalt, die Kraft und die Kratzbürstigkeit. Was natürlich nicht heißen soll, dass beide im Sologesang schlecht wären - ganz im Gegenteil.

Der Rest der Mannschaft: Hans Lundin, Per Nilsson, Morgan Agren, Jonas Reingold, Fredrik Lindqvist und Elin Rubinsztein, garantieren für die handwerkliche Qualität des Albums. Besonders prickelnd sind die drei längsten Stücke, dort scheinen Kaipa den Grad zwischen progressiven Elementen, knackigen Rhythmen, gut gesetzten Breaks und "schönen" Melodien mit fassbaren Refrains gefunden zu haben. Das kann man von den restlichen fünf Tracks leider nicht durchweg behaupten, sie klingen immer mal wieder viel zu kultiviert und wirken relativ harmlos. Das Resultat daraus sind fünf schmachtende, leichte Durchschnittsnummern - mal Folk, mal Pop / Rock, mal Ballade.

Zu schade, dass dieses wechselhafte Erscheinungsbild bei mittlerweile jeder neuen Kaipa-Veröffentlichung zum Vorschein kommt.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 10.12.2012
Letzte Änderung: 10.12.2012
Wertung: 9/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Kaipa

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1975 Kaipa 11.50 2
1976 Inget Nytt Under Solen 11.67 3
1978 Solo 8.00 1
2002 Notes from the Past 7.60 5
2003 Keyholder 7.11 9
2005 Mindrevolutions 6.50 4
2005 The Decca Years 1975 - 1978 - 1
2007 Angling Feelings 7.00 4
2012 Vittjar 10.00 1

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