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Waterloo

First Battle

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1970 (CD-Reissue 2009, Guerssen)
Besonderheiten/Stil: Jazzrock / Fusion; Klassischer Prog; Rock / Pop / Mainstream
Label: Disques Vogue
Durchschnittswertung: 8/15 (1 Rezension)

Besetzung

Dick Bogaert Vocals, Flute
Gus Roan Guitars
Marc Malyster Organ (Tracks 1-10)
Jacky Mauer Bass
Jean Paul Janssens Bass (Tracks 1-10)
Jean-Paul Musette Bass (Tracks 11-16)
Frank Wuyts Organ (Tracks 11-16)
John Van Rymenant Sax (Tracks 11-16)

Tracklist

Disc 1
1. Meet again 3:03
2. Why may I not know 3:08
3. Tumblin´Jack 2:35
4. Black born children 3:53
5. Life 2:45
6. Problems 2:58
7. Why don´t you follow me 3:30
8. Guy in the wrong neighbourhood 2:52
9. Lonesome road 2:48
10. Diary of an old man 10:55
11. Plastic mind   (Tracks 11-16 Bonustracks CD-Reissue) 4:29
12. Smile 3:53
13. I can´t live with nobody but you 3:44
14. The youngest day 7:37
15. Bobo´s dream 5:02
16. Bad time 3:20
Gesamtlaufzeit66:32


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Waterloo entstand im Herbst 1969 aus den Trümmern der damals in Belgien einigermaßen bekannten Bands Adam's Recital und Todays Version. Im Dezember desselben Jahres gaben Dirk Bogaert, Gus Roan, Marc Malyster, Jacky Mauer und Jean Paul Janssens ihr Konzertdebüt. Dass die Musiker schon über viel Erfahrung verfügten und wohl auch die eine oder andere Komposition in der Hinterhand hatten zeigt die Tatsache, dass die Gruppe nur wenige Wochen später, zwischen Weihnachten 1969 und Neujahr, ihr Debütalbum einspielte. "First Battle" erschien im Februar 1970 und gilt als eine der ersten belgischen Progproduktionen.

Klassischen Prog gibt es hier natürlich nicht zu hören. Waterloo machen einen recht zeittypischen, jazzig-bluesigen Protoprog auf Blues- und Orgelbasis, der meistenteils noch deutlich in den späten 60er Jahren verwurzelt ist. Dirk Bogaert bedient, wenn er nicht gerade am singen ist, eine Querflöte, was der Musik ein eigenes Gepräge verleiht, aber natürlich auch unvermeidliche Vergleiche mit Jethro Tull hervorruft. Diese passen ab und zu, sollten sich dann aber auf die frühen, noch deutlich bluesorientierten Tull beziehen. Ansonsten bietet "First Battle" eine lockere Sammlung von kürzeren Songs, die mal bluesiger, mal jazzig-progressiver, mal klassisch-orgelnd aus den Boxen purzeln. Das ist abwechslungsreich und sehr ordentlich gemacht, bietet aber eigentlich nichts, was den protoprogerfahrenen Hörer (Rezensenten) vom Hocker fegen würde.

Das lange "Diary of an old man" bietet eine ähnliche Mischung, nur dass hier die Soli von E-Gitarre, Flöte und Orgel etwas länger geraten sind und das Ganze eine Spur jazziger und progressiver ausgefallen ist. Sechs Bonusnummern sind dem CD-Reissue beigefügt. Dabei handelt es sich meist um nach dem Album eingespielte Singletracks, die sich stilistisch nicht sonderlich vom Albummaterial unterscheiden, auch wenn hier recht prominent der Saxophonist John van Rymenant zu hören ist, der sich 1971 der Band angeschlossen hatte. Das lange "The youngest day" entstammt einer der letzten Sessions der Band von Anfang 1972 und wurde damals nicht veröffentlicht. Zusammen mit "Diary of an old man" stellt es das progressivste und beste Material dar, welches die Belgier eingespielt haben.

Mitte 1972 lösten sich Waterloo auf. Mauer und Bogaert gründeten daraufhin zusammen mit Frank Wuyts, der 1971 Marc Malyster bei Waterloo ersetzt hatte, dem ehemaligen Arkham-Bassisten Patrick Coneaux und dem Geiger Kuba Szczepanski die Band Pazop, mit der sie dann wirklich progressive Gefilde bearbeiteten (siehe "Psychillis of a Lunatic Genius"). Wer gut gemachten Protoprog, die frühen Tull, Bands wie Blodwyn Pig, Delivery oder Affinity schätzt, der kann seine Sammlung durchaus mit "First Battle" ergänzen!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 15.3.2010
Letzte Änderung: 15.3.2010
Wertung: 8/15

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