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Fitzcarraldo

Lass sein was ist

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2010
Besonderheiten/Stil: Postrock
Label: BaxxBeatMusic
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Heiko Hümpfner
Jan Maier
Ulrich Kaindl
Daniel Stenger

Tracklist

Disc 1
1. Treibjagd 10:47
2. Prima 5S 4:25
3. Q 1:29
4. Momentaufnahme 4:41
5. Dämonen in uns 8:33
6. Feuerwerk 2:13
7. Lass sein was ist 2:53
8. Nichts 2:32
9. Du bist die Hoffnung - Ich bin der Abgrund 9:44
Gesamtlaufzeit47:17


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @


Fitzcarraldo ist der Titel eines 1982 entstandenen Spielfilms von Werner Herzog mit dem unvergleichlichen Klaus Kinski in der Hauptrolle. Fast ein Vierteljahrhundert später inspirierte der Filmtitel eine Band aus Aschaffenburg zur Namensgebung. Lass sein was ist ist nach dem 2007 erschienenen Debüt das zweite Album des Quartetts.

Der Albumtitel deutet es schon an: Fitzcarraldo gehört zu den wenigen Bands aus deutschen Landen, die sich der eigenen Sprache bedienen. Allerdings enthält Lass sein was ist reichlich wenig Text, abgesehen von zwei gesprochenen Passagen ist die Musik instrumental. Das Instrumentarium beschränkt sich dabei im wesentlichen auf die Rock-typische Besetzung aus Gitarre, Bass und Schlagzeug.

Nach einer kurzen gesprochenen Einführung startet Treibjagd zunächst mit brettharten Riffs. Diese machen aber rasch Platz für filigranere Klänge, unverzerrt werden die E-Gitarren gezupft, die Postrock-typische sanfte Elegie macht sich breit. Ab und an gibt es dann doch noch mal heftigere Ausbrüche, dann wird heftiger geschrubbt, wobei das Tempo eher verhalten bleibt.

Prima 5S legt dann an Härte und Tempo noch mal ordentlich zu, dann ist aber endgültig sanfte Elegie angesagt, aus der sich nur gelegentlich ein Klanggebirge aus stark verzerrten Gitarren erhebt. Zwischendurch gibt es auch noch mal eine gesprochene Sequenz. Das letzte Stück bringt dann wieder mehr Tempo und Härte, ohne jedoch die Filigranität gänzlich zu verdrängen.

Die Unterfranken erfinden den Postrock zwar nicht neu, dennoch bieten sie eine eigenständige Variante des Genres und klingen dabei durchaus frischer und unverbrauchter als manche der alten Helden.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit: Mogwai & Co halt...
Veröffentlicht am: 13.3.2010
Letzte Änderung: 13.3.2010
Wertung: 10/15

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