Omega
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Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| Geoff Downes |
keys |
| Steve Howe |
guitar |
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| John Wetton |
bass, vocals |
| Carl Palmer |
drums |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Finger on the Trigger
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4:29
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| 2. |
Through My Veins
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5:09
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| 3. |
Holy War
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6:00
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| 4. |
Ever Yours
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4:05
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| 5. |
Listen Children
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5:56
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| 6. |
End of the World
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5:32
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| 7. |
Light the Way
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5:00
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| 8. |
Emily
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5:12
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| 9. |
Still the Same
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4:38
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| 10. |
There was a Time
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5:57
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| 11. |
I Believe
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4:43
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| 12. |
Don't Wanna Lose You Now
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4:36
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| Gesamtlaufzeit | 61:17 |
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Rezensionen

Was soll man schreiben über eine Band, die vor dreißig Jahren ein einziges Album aufgenommen hat, das man dem Prog zuordnen kann, nach einem ersten Stilwechsel aufwändigen, aber wenig anspruchsvollen Bombastrock, nach einem zweiten Stilwechsel vollkommen profillosen Rock gespielt hat, um zu ihrem Comeback schließlich eine Schlagerplatte vorzulegen, die nicht einmal ansatzweise als ein Album dieser Band zu erkennen war?
Am besten, man beschreibt das mit gebührender Vorsicht gehörte neue Album im Hinblick darauf, ob es in irgendeiner dieser Weisen ein Asia-Album ist - oder nicht. Allerdings wird wohl jeder Fan irgendeine Asia-Phase für untypisch halten. Also bietet sich die Beschränkung auf die Alben an, die diese Besetzung vorgelegt hat.
Auf dem letzten Album hatten Asia so ziemlich alles falsch gemacht: Bis auf ein-, zweieinhalb Songs enthielt es gar kein asiatypisch pathetisches oder melancholisches Material, die Band klang nicht nach einer Band und produziert war es wie eine Flippers-Platte: "Phoenix" war, wie gesagt, in keiner Weise als Asia-Album zu erkennen, egal mit welcher Phase man es auch verglich.
Das ist diesmal anders: Mit Mike Paxman (Uriah Heep, Status Quo) haben sich die vier Gründungsmitglieder einen kompetenten Produzenten ins Studio geholt, der nicht nur weiß, wie man eine Rockband nach Rockband klingen lässt, sondern auch Asia nach Asia klingen lassen kann. Außerdem scheinen die vier wieder gemeinsam im Studio gewesen zu sein, zumindest hat man nicht mehr das Gefühl, dass Steve Howe seine Beiträge drei Monate später und auf einem anderen Kontinent eingespielt hat. Macht das "Omega" zu einer guten Asia-Platte?
Nein. Dazu fehlt es wieder weitgehend an den typischen Asia-Rockern und den Powerballaden. Lediglich vier Songs können (im Sinne der klassischen Phase in den 80ern) als typisch Asia durchgehen (immerhin mehr als auf dem Vorgänger): "Finger on the Trigger", ein (auf Wunsch des Label-Chefs auf die Platte gewandertes) Icon-Cover, was durchaus legitim ist, weil es als Wetton/Downes-Song und Rocker in der Tradition von "Heat of the Moment" oder "Go" das Album in asiatischer Würde eröffnet, "Holy War", das mit seinem Wechsel von Dur-Strophen zu Moll-Refrains halbwegs interessant ist, sich aber vor allem durch instrumentale Intermezzi mit toller Gitarrenarbeit Howes hervortut, "Listen Children", wenn auch reichlich kindisch (aber das ist nunmal das Thema des Songs), aber immerhin mit einigen 7/8-Passagen, und "I Believe", ein klassischer Asia-Bombaster, der hervorragend auch auf "Alpha" gepasst hätte.
Reicht das aus? Nein. Niemand erwartet von Asia Prog - aber Asia-Songs, das ist doch wohl nicht zu viel verlangt. Leider ist der Rest Füllmaterial, Midtempogedudel oder nichtssagender Schmalz, den man sofort wieder vergisst. Den Biss haben Asia auch auf "Omega" nicht wiedergefunden. Zahn- und belaglos kommen diese Songs daher, nicht mal die typisch melancholischen Melodien Wettons sind zu hören - und das macht auch die Produktion von Paxman nicht wett, der es immerhin versteht, auch dieses Zeugs durch seine Produktion halbwegs nach Asia klingen zu lassen. Das Problem ist die Band selbst: Asia scheinen dem gleichen Glauben aufzusitzen, in den sich schon so manche abgehalfterte Rockband verrannt hat: "Wir sind Asia, darum sind alle Songs, die wir schreiben Asia-Songs". Irrtum. Eine Band hat, wenn sie gut ist, einen eigenen Charakter, und bei Asia bedeutet das zum Beispiel, dass klassische Shuffles einfach nicht gehen. Oder Blues: die japanische Version enthält an Stelle von "Emily" einen Song namens "Drop a Stone", den ich nie wieder hören will.
Interessant ist, dass Wetton sich kurz vor der Veröffentlichung sehr unzufrieden über die Platte gezeigt hat: "I can tell you this - I've never felt so detached from a record, ever. That's not pointing any fingers, but between record company and producer, I feel almost no connection with this album, despite having injected a fairly considerable slice of myself into its fabric. It's like it is evolving by other hands, and it's a weird feeling. [...] I'm not trying to scare-monger, or point fingers at all----Mike Paxman is working incredibly hard on this record (as is our tireless engineer, Steve Rispin), I'm just expressing my lack of connection with the recording, the distance between myself and what's happening, and the fact that I will never record like this again." Zwei Tage später hieß es dann: "Oh, it will be good, alright---I don't want you to get the impression that there are any bad vibes, there aren't. Everyone is working super hard, engineer, producer, band, management, but I'm saying I've never felt so detached from an album, which really should have been put to bed by Xmas."
Worum es dabei genau ging, ist bis heute unklar, aber wenn diese lauen Songs - womöglich noch im Soundgewand von "Phoenix" - das sind, was Wetton heute machen will, ist "Asia" vielleicht einfach der falsche Name dafür. Vielleicht war mal wieder früher alles besser, als die Plattenfirma der Band diktierte, was auf die Platte kommt und was nicht. Und wenn keine Hitsingle dabei war, wurden Wetton und Downes nochmal in Klausur geschickt... - Wie dem auch sei, die Fans werden zwar aufatmen, weil Asia wieder nach Asia klingen, und "Omega" gegenüber "Phoenix" sicherlich auch sonst ein Fortschritt ist, aber auf Distanz gesehen sind vier (im Asia-Sinne) brauchbare Songs einfach zu wenig. Bleibt die Frage: Was wäre gewesen, wenn man Paxman die besten Songs von Phoenix und Omega in die Hand gedrückt hätte und er daraus ein Album mit dem Sound von "Omega" geformt hätte?!?
| Anspieltipp(s): |
Die angesprochenen. Aber bitte zur Vorsicht vor dem Kauf auch das Fallobst antesten! |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
23.4.2010 |
| Letzte Änderung: |
2.7.2012 |
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Mit Asia ist das so eine Sache... vielleicht ist es ohnehin nur ein großes Missverständnis, dass die Band auf diesen Seiten regelmäßig rezensiert wird. Die Herren Wetton, Downes, Howe und Palmer denken trotz ihrer Progressive Rock-Vergangenheit anscheinend gar nicht daran, die Erwartungen der Fans dieser Musikrichtung zu bedienen. So wird die Betrachtung von Asia-Alben "durch die Prog-Brille" fast zwangsläufig zu einem kritischen Ergebnis führen. Trotzdem können einem "Proggie" - zumal bei einer gewissen Offenheit für Melodic Rock - Asia, mindestens die ersten Alben der "klassischen" Besetzung, gefallen. Ergo: Vielleicht erfährt man in diesem Fall die Wahrheit über "Omega" doch eher durch die 'Rezensionen' auf amazon.de als auf diesen Seiten...
"Omega" - das zweite Album nach dem Comeback der "klassischen" Besetzung - bietet Fanfutter auf solidem bis gutem Niveau. Songs wie "Finger On The Trigger", "Holy War", "Listen Children" oder auch "I Believe" sind nahezu klassische Asia-Epen. Der Rest ist zumindest nett und nervt nicht. So ein richtiger "Griff ins Klo" ist nicht dabei, auch wenn "Omega" nach vielversprechendem Beginn schon hörbar die Luft ausgeht.
Trotzdem macht "Omega" die "Phoenix"-Pleite vergessen und klingt insgesamt wie der eigentliche Nachfolger zum Debütalbum. Das die Vier damit also locker mal so um die 27 Jahre zu spät dran sind... stört nur Erbsenzähler. Fans sollten mit "Omega" allemal glücklich werden.
| Anspieltipp(s): |
die genannten Songs |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
1.5.2010 |
| Letzte Änderung: |
9.7.2012 |
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Phoenix war ein Schlageralbum mit ein wenig Debutalbumflair zu Anfang und einem einzigen ordentlichen Stück gegen Schluss. Was erwartet den Hörer nun auf "Omega"?
Die Sahnentorten wurden weggelassen, dafür dem Cabrio ein 6-Zylinder-Motor verpasst. Das führt dazu, dass der Sound weniger schlagsahnig, dafür aber umso fetziger und knackiger ist. Zumindest am Anfang des Albums.
"Finger on the Trigger" rockt mächtig los, wirkt recht aufgeplustert und breitgepimpt. Die Power kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Stück nach dem altbekannten 08/15-Häkelmuster gestrickt wurde, das man schon früher reichlich verwendet hat. Dann "Through my Veins". Was ist das? Genau: Calling All Stations. Derselbe schleppende Groove wie im Titelstück der allerletzten Genesis-Studioscheibe, dasselbe Tempo, dieselbe Atmosphäre, in Teilen dieselbe Antiklimax. Was soll das denn?
"Holy War" ist irgendwie der kleine Bruder von Don`t Cry. Ähnliches Einspiel, ähnlicher Groove.
Über die Schmachtballade "Ever Yours" hangeln wir uns zum poprockigen "Listen Children". Kann ein Song monotoner, eindimensionaler, vorhersehbarer sein? Weiter gehts mit ein wenig Bombast, weiter Richtung Ende der Welt. Oder Ende von Asia? Wieder Melodielinien, die man so schon x-mal gehört hat. Dazu ein paar grosse Keyboardflächen.
So gehts irgendwie immer weiter und weiter. Mal quäkige Synthesizer, dann "ich-bolz-mich-mal-eben-wieder-durch-einen-kruden-4/4-Takt"-Rocker, schliesslich das grauslige "Emily". Und genauso wie Nik mit "Drop a Stone" geht es mir mit diesem Stück. Einmal hören reicht; für immer.
Über das gewöhnliche "Still the Same", dessen Titel Programm ist, taumeln wir dem Ende entgegen. "There Was a Time", als das Ganze wenigstens noch irgendwie neu, was Besonderes war. Bald 30 Jahre nach Asia sind ASIA aber nur noch belustigend und peinlich. Das Album "klingt" zwar wieder mehr nach ASIA, die Kompositionen sind aber fast ausnahmslos Murks. Selbst als Poprockalbum macht Omega nicht viel her, als Progalbum ist es schlicht ein Desaster.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
1.7.2012 |
| Letzte Änderung: |
1.7.2012 |
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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Asia
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