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Efendi's Garden

Efendi's Garden

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1979 (Neuauflage 2010 mit Bonustracks)
Besonderheiten/Stil: ArtPop; Blues; Krautrock; Rock / Pop / Mainstream; sonstiges
Label: Sireena Records
Durchschnittswertung: keine Wertung (1 Rezension)

Besetzung

Thomas "Curtis Efendi" Stender vocals,megaphone
Wolfgang "Wild Man" Krantz guitars,keyboards,vibrator
Frank Meier bass (1-10)
Wolfgang Schreiner drums,percussion,bottle-opener
Klaus Hess guitar,electric fish
Heinz Alberding saxophones,computer drums (11-20)
Erwin Giebelhausen bass (11-20)

Tracklist

Disc 1
1. Lazy Man Crazy 2.36
2. The Garden 6.18
3. Doom’s Day 3.35
4. Oh Boy 5.20
5. Whip of Roses 2.53
6. The King 2.57
7. Mary 3.35
8. The Sirens 3.25
9. Lemmie go Hanging 4.08
10. Fisherman 2.46
11. Do It   (bonus track 1989) 2.33
12. Struck By Love   (bonus track 1989) 2.51
13. U Gimmie Nights   (bonus track 1989) 3.11
14. One Wrong Step   (bonus track 1989) 2.24
15. Easy To Forget You   (bonus track 1989) 4.22
16. Al-Hubb   (bonus track 1989) 4.01
17. Late In The Night   (bonus track 1989) 4.47
18. And The Wind Was Blowing   (bonus track 1989) 3.11
19. Sailor   (bonus track 1989) 4.23
20. Rich Girls   (bonus track 1989) 2.26
Gesamtlaufzeit71:42


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @


Jane aus Hannover waren (oder sind) nicht gerade für ihren Hang zum Experimentieren bekannt. Umso löblicher ist es also, dass mit Klaus Hess und Wolfgang Krantz zumindest zwei Jane-Mitglieder Ende der 70er (und dann wieder 11 Jahre später) etwas Ungewohntes wagten. Das ungewohnte Projekt hiess Efendi's Garden und wurde hauptsächlich von den aussergewöhnlchen Gesangsinterpretationen eines Thomas Stender getragen, der sich auf der einzigen regulär veröffentlichten Scheibe "Curtis Efendi" nannte. Nach dem 1979 erschienenen Erstling fiel die Band auseinander, um sich 1990 wieder zusammenzuraufen, was in bis 2010 unveröffentlicht gebliebenen Demo-Songs resultierte. Die bei Sireena Records im Jahre 2010 erschienene CD versammelt zum ersten Mal die Aufnahmen der ersten Langspielplatte und die Demos von 1989 auf einer Scheibe.

Wenn man sich eine Mischung aus Captain Beefheart und Bob Dylan vorstellen kann, so ungefähr klingt die Stimme von Thomas "Curtis Efendi" Stender. Der Mann beherrschte angeblich auch arabische Sprache, was er in einigen wenigen Stücken auch künstlerisch verwendete. Auch wenn sich manch ein Hörer von Efendi's Garden vielleicht mehr musikalische Experimente erhofft hätte, so macht diese Stimme einiges wett. Thomas "C.Efendi" Stender führt auf seine unnachahmliche Art durch verschiedene Stilrichtungen. Die 79-er LP beinhaltet launische Blues-Nummern, "krautigen" Artpop, charmant dilettantische Balladen, Rock, ein Country-Rock-Liedchen, ein funkiges Disco-Stück und mit "The garden" ein schräges orientalisches Lied. Wahrscheinlich stammt der Falsett-Gesang in dem orientalisch-jazzigen "Fisherman" auch von Herrn Stender.

Die mit Computer Drums auskommenden Demo-Aufnahmen von 1990 sind in einigen Fällen auch ziemlich interessant ausgefallen. Die nie in der Form erschienene zweite Scheibe von Efendi's Garden sollte "Do it" heissen und wohl mit dem tanzbaren Elektro-Kraut-Pop des Titelstückes beginnen. Zur maximalen Abwechslung entpuppt sich "Struck by love" als ZZ Top-Rocker. Die Arrangements von "U gimme nights" klingen zwar demomäßig, aber die Nummer hätte trotzdem als eine finstere Ballade a la Nick Cave enden können. Ähnlich verhält es sich (bis auf die Bemerkung zu den Arrangements) mit "Late in the night". Genial schräg ist der rhythmische Artpop von "One wrong step" ausgefallen. Mit "Easy to forget you" als Mainstream-Ballade kann ich dagegen nicht viel anfangen. Zu "Al-Hubb" sind dem Sänger erfreulicherwiese wieder seine orientalischen Einflüsse eingefallen, so dass der Song gut zu Bowie's "Lodger" gepasst hätte. Selbst den ansonsten eher mäßig originellen Ballade "And the wind was blowing" kann die Stimme von Stender etwas Charakter verleihen. Die nach billigem Schlager klingende Country-Ballade "Sailor" konnte dagegen niemand mehr retten. Versöhnlich stimmt noch zum Abschluss der schräge Pop-Rock von "Rich girls".

Bis auf einige Ausfälle bei den Bonus Tracks insgesamt eine hörenswerte Veröffentlichung für alle Freunde des weit ausgelegten Stilbegriffs Krautrock.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 31.7.2010
Letzte Änderung: 31.7.2010
Wertung: keine

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