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Zs

Zs

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2003 (Im gleichen Jahr auch bei Mick Barrs Troubleman Sublabel Vothoc veröffentlicht)
Besonderheiten/Stil: RIO / Avant
Label: Troubleman Unlimited
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Sam Hillmer Tenor Saxophone
Alex Mincek Tenor Saxophone
Charlie Looker Electric Guitar
Matthew Hough Electric Guitar
Brad Wentworth Drumset
Alex Hoskins Drumset

Tracklist

Disc 1
1. Retrace a Walk 6.32
2. Slalom 8.06
3. Olympics 1.43
4. Mimesis 15.05
5. Zs 7.11
Gesamtlaufzeit38:37


Rezensionen


Von: Florian Dietmaier @


Das (fast?) LP-Debüt von Zs ist noch geprägt vom Unisono. Das Doppel-Trio verschmilzt in den meisten Stücken zum Trio. Am extremsten ist das in der Eröffnungsnummer Retrace a Walk zu hören. Keines der Instrumente verlässt auch nur für einen Moment seinen Partner. Und auch einander verlassen sie selten. Die Schlagzeuger beschränken sich zudem auch hier schon auf ihre Trommeln und lassen das Blech meist außen vor, sodass die Musik zum einen reduzierter, zum anderen durch diese Reduktion auch „roher“ klingt und an Durchsetzungskraft gewinnt. Becken decken nämlich einen ziemlich breiten Frequenzbereich ziemlich penetrant zu. Diesen Vorzug des Verzichts auf Blech hat z.B. auch Robert Fripp beim Komponieren von Discipline erkannt, als er Bill Bruford statt auf Becken auf eine Schlitztrommel schlagen ließ.

Auch ist diese frühe Musik der Band etwas einsteigerfreundlicher oder besser weniger abschreckend, obwohl sie auf den ersten Blick gleichzeitig auch komplexer ist. Das liegt wohl am Anteil und Einfluss Alex Minceks. Dieser setzt auf Varianz, statt wie sein Kompositionspartner Sam Hillmer in späteren Veröffentlichungen auf Redundanz. Minceks Kompositionen Slalom und Mimesis kommen mir irgendwie verspielter als jene von Hillmer vor. Im selben Stück ist sogar eine (sehr) kurze Gitarrenphrase zu hören die annähernd freundlich klingt. Keine ironisch pervertierte Freundlichkeit wie z.B. in B Is For Burning auf Arms, sondern wirklich harmonisch schön. Aber eben nur für den Bruchteil einer Sekunde.

Kann natürlich sein, dass ich die komplexen Notenkonstrukte nicht richtig durschaut habe, aber auch Hillmers Kompositionen Retrace a Walk und Olympics kommen mir weniger redundant vor. Besonders Olympics bricht mit einem wahren Notenschwall über den Hörer ein. Minceks Mimesis ist dagegen trotz großem Notenvorrat eine ziemlich zähe Angelegenheit. Es stellt sich durch das sehr getragene Tempo und die kaum vorhandenen Auflockerungen durch erhöhtes Tempo zumindest bei mir sehr schnell Monotonie und Langeweile ein.

Dafür ist der Abschlusstrack genial. Die Toms unterlegen dezent eine gefällige Gitarrenbegleitung über die die gesamte Band einen Nonsenstext in schönster Harmonie singt. „Don’t fuck with the Zs!“ Dem kann man wirklich nichts hinzufügen. Schon auf dieser frühen Veröffentlichung zeigen Zs wo der Avantgarde-Hammer hängt. Aber es wird noch viel besser.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 29.7.2010
Letzte Änderung: 29.7.2010
Wertung: 12/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Zs

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2005 Karate Bump 11.00 1
2005 Magnet 5.00 1
2006 Buck 12.00 1
2007 Arms 13.50 2
2008 The Hard EP 14.00 1
2008 B Is For Burning 7.00 1
2009 Remixed - 1
2009 Music Of The Modern White 11.00 1
2010 New Slaves 11.50 2
2011 New Slaves II: Essence Implosion! 11.00 1
2011 THIS BODY WILL BE A CORPSE 13.00 1

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