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Weather Report

Night Passage

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1980
Besonderheiten/Stil: instrumental; Jazzrock / Fusion
Label: Columbia
Durchschnittswertung: 8/15 (1 Rezension)

Besetzung

Joe Zawinul Keyboards
Wayne Shorter Saxofon
Jaco Pastorius Bass
Peter Erskine Schlagzeug
Robert Thomas, jr. Percussion

Tracklist

Disc 1
1. Night Passage 6:29
2. Dream Clock 6:26
3. Port of Entry 5:09
4. Forlorn 3:55
5. Rockin' in Rhythm 3:02
6. Fast City 6:16
7. Three Views of a Secret 5:50
8. Madagascar   (live) 10:56
Gesamtlaufzeit48:03


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @


Night Passage war das erste Studioalbum von Weather Report nach dem von der Kritik überwiegend verrissenen Mr. Gone. Zwischenzeitlich hatte man sich wieder um einen Perkussionisten verstärkt, und diese Besetzung hielt nun sogar mal für zwei Alben. In der Geschichte dieser Band eher ungewöhnlich!

Weniger ungewöhnlich ist die Musik auf diesem Album, sie bietet im wesentlichen die ab Heavy Weather vorherrschende locker-leichte Fusion, die keinem wehtut. Auffällig ist die weitere Zurückdrängung Wayne Shorters als Komponist, von ihm stammt nur noch ein Titel (Port of Entry). Ansonsten wurden mit Ausnahme von Jaco Pastorius' Three Views of a Secret und der Duke-Ellington-Nummer Rockin' in Rhythm alle Stücke von Zawinul komponiert.

Anders als auf dem Studiovorgänger Mr. Gone kleistert Zawinul nicht mehr alles mit seinem Tastenarsenal zu, auch die anderen Musiker können sich hier wieder bemerkbar machen. Insbesondere Pastorius' Künste am Bass erfreuen wieder. Trotzdem, im Vergleich zu ihren frühen Werken klingen Weather Report hier doch ziemlich zahm. Am interessantesten ist noch das weitgehend improvisierte Madagascar, das live in Osaka aufgenommen wurde, mit Ambient-artiger Atmosphäre und Ethno-Percussion.

So unvorhersehbar wie das Wetter sollte ihre Musik sein, das war einer der Gründe für den Namen Weather Report. Aber es gibt auch Inversionslagen, da kann über Wochen hinweg das gleiche trübe Wetter herrschen und sich allerlei Mief ansammeln. In so einer Phase sind Weather Report hier. Wobei der Begriff "Wochen" durch "Jahre" ersetzt werden kann.

Fazit: Solide und kompetent gespielt, aber ansonsten eher biedere Hausmannskost. Man höre dagegen, was Pastorius etwa zur gleichen Zeit mit Trio of Doom geleistet hat! Das ist 'ne steife Brise!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 26.8.2010
Letzte Änderung: 26.8.2010
Wertung: 8/15
Madagascar: 10

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Weather Report

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1971 Weather Report 12.00 1
1972 I Sing The Body Electric 11.00 1
1973 Sweetnighter 11.00 1
1974 Mysterious Traveller 10.00 1
1975 Tale Spinnin' 10.00 1
1976 Black Market 11.00 1
1977 Heavy Weather 11.33 3
1977 Live in Tokyo 12.00 1
1978 Mr. Gone 7.00 1
1979 8:30 10.00 1
1982 Weather Report (1982) 8.00 1
1983 Procession 9.00 1

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