Fea Jur
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Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| Drew Button |
percussion |
| John Truesdale |
bass |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
big red button
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4.04
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| 2. |
the condition
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6.08
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| 3. |
invincible bad ass
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5.45
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| 4. |
vanguard to nowhere
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8.52
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| 5. |
stag
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5.25
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| 6. |
fea jur
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7.12
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| 7. |
missouri tomater
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1.26
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| 8. |
money eating mary (karaoke remix)
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11.04
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| Gesamtlaufzeit | 49:56 |
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Rezensionen

Was will man als Fan von einer Band? Noch dazu von einer progressiven? Weiterentwicklung? Nicht unbedingt, man ist schließlich Gewohnheitsmensch. Meist reicht schon eine Verfeinerung. So geschehen im Falle von Lye By Mistakes zweitem Album Fea Jur. Mein größtes Problem mit dem Debüt hat die Band in Form von Sänger Tony Saputo entlassen. Gleichzeitig hat sie sich um einen festen Bassisten verstärkt und den musikalischen Fokus von chaotischem Mathcore auf verspielten Jazz Metal gelegt, was der größten Stärke der Band, Josh Baumans außergewöhnliche Gitarrenarbeit, entgegenkommt. Damit müsste es eigentlich Höchstnoten hageln. Tut es auch. Aber mit Nachgeschmack.
Denn der Schatten von Saputo kreist noch immer über der Band. Irgendwann 2008 war auf einer Demoversion von money eating mary, welche die Band auf ihrem myspace zugänglich machte, noch der alte Sänger zu hören. Auf Fea Jur ist das Stück, wie die übrigen Nummern, instrumental, nur am erweiterten Namen des Stücks „karaoke remix“ kann man die vokale Vergangenheit erkennen. Als Instrumental klingt es hervorragend, nur habe ich manchmal das Gefühl, dass die fehlenden Gesangsparts das Stück (oder eher mich?) wie Phantomschmerzen heimsuchen. Immer wieder im Verlauf der 11 Minuten Laufzeit klingt es plötzlich leer. Josh Baumann und Co beschränken sich dann aufs Nötigste und die sonst zu hörenden Verspieltheit macht funktionaler Hintergrundauskleidung Platz, was ohne Vordergrund etwas seltsam anmutet. Vielleicht ist jemand der die Vokalversion nicht gehört hat, immun gegen diese Phantomschmerzen. Mir verleiden sie jedenfalls auch den Rest der Platte. Jedes Mal, wenn die Band etwas vom Gaspedal geht und sich zurückhält, vermute ich Saputo dahinter.
Sei's drum. Meine Probleme vergessend, lässt sich objektiv feststellen, dass die Musiker ihre Instrumente beherrschen und selben unglaubliche Mengen an Noten pro Nummer entlocken. Als Qualitätsmerkmal geht das kaum durch. Dann schon eher, dass sie es verstehen mit all diesen Noten widerhakende Melodien zu schreiben. Dafür geht aber nur ein kleiner Teil drauf. Viel mehr wird schon für die abgedrehte Rhythmusarbeit, wie z.B. in vanguard to nowhere, verbraucht. Den größten Teil des Notenvorrats beansprucht Josh Bauman für sich. Wie auf dem Debüt ist sein Solospiel einfach unglaublich. In meiner persönlichen Rangliste kann ihm zurzeit niemand das Wasser reichen. Schnell und gefühlvoll, virtuos und ökonomisch, und in vielen Stilen bewandert. Hauptsächlich ist das auf Fea Jur aber Jazz in vielen Variationen. Also keine Samba Ausflüge wie auf Arrangements for Fulminating Vective. Einzig das an Leo Kottke oder ähnlich im Blues verwurzelte und virtuose Fingerpicker erinnernde missouri tomater fällt aus dem Rahmen. Allen Kompositionen gemein ist, dass sie zum Entdecken einladen. Komplexität, die durch die simplen Melodien einsteigerfreundlich wird/wirkt.
Mit der Zeit wird sich wohl auch mein ziemlich kleinlicher Phantomschmerz von selbst auflösen, der mir das Hören noch etwas vermiest, aber trotzdem kann ich sagen, dass Lye By Mistake auf Fea Jur eine gelungene Weiterentwicklung vollzogen haben, die der Band hoffentlich auch neue Hörerschichten erschließen wird. Deshalb meine dicke und uneingeschränkte Empfehlung an alle Jazz Rock/Metal Hörer.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
28.8.2010 |
| Letzte Änderung: |
28.8.2010 |
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