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Deformica

Paramo

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2010
Besonderheiten/Stil: instrumental; Jazzrock / Fusion; Postrock; RetroProg; sonstiges
Label: Viajero Inmovil
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Alejandro Carrau fender rhodes, hammond organ, synthesizer
Leo Chernetti guitar
Nicolas Pedrero guitar
Lion Iglesias bass
Martin Leon Benito drums

Gastmusiker

Lucas Marti guitar synthesizer
Andres Ravioli trumpet
David Fernandez trombone, trumpet

Tracklist

Disc 1
1. Novolesco 5:04
2. Escapar En Circulos 3:16
3. Algo Se Lo Lieva Todo 6:43
4. Liberticida 6:01
5. Tropel 2:01
6. Delves 3:31
7. Citadino 5:46
8. Oh Rey! 7:23
Gesamtlaufzeit39:45


Rezensionen


Von: Thomas Kohlruß @


Vier Jahre nach ihrem Debüt „H“ sind die Argentinier Deformica mit ihrem zweiten Album – „Paramo“ – am Start. Was in der Zwischenzeit geschehen ist, ist nicht ganz klar, aber immerhin ist die Band in der gleichen Besetzung zusammengeblieben.

Und das merkt man auch. Deformica wirken von Anfang an hervorragend eingespielt und irgendwie auch selbstbewusster. Die stilistischen Merkmale sind im Kern die gleichen geblieben. King Crimson hat tiefe Spuren bei den Argentiniern hinterlassen. Die beiden Gitarristen geben wieder richtig Gas und gehen ganz im schnellen Arpeggio-Spiel auf. Dazu kommt eine kompromislose Rhythmusfraktion, die mit Donnerbass und wuseliger, vertrackter, aber treibender Schlagzeugarbeit dem Hörer immer wieder gehörig in den Hintern tritt. Die Keyboards stehen mit ihren jaulenden und quietschenden Ausflügen deutlich prominenter im Klangbild. Gerade die extrem verzerrte Hammond setzt einige nahezu unheimliche Akzente. Das ist immer noch harsche, kantige Musik im besten Sinne, die dem Hörer schon ein bisschen was abverlangt.

Aber Deformica entwickeln sich auch weiter. Man spielt inzwischen so eine Art crimsoneske Postrock-Variante mit spacigen und psychedelischen Einschlägen. Erweitert also das sehr strenge Klang- und Soundkonzept des Erstlings. Ein weiterer Vergleich könnte z.B. "entspanntere Upsilon Acrux" heißen. Aber in der Band steckt noch viel mehr, was der abschließende Track mit einem intensiven Ausflug in vertrackten, komplexen Jazzrock mit lässigen, schrägen Blasinstrumente-Einlagen deutlich macht. Noch mehr davon und Deformica legen ein Referenzwerk für unterhaltsamen, moderat abgedrehten Instrumental-Prog vor.

Soweit ist es noch nicht, aber „Paramo“ ist trotzdem ein gefundenes Fressen für Instrumental-Prog- / Rock-Möger.

Anspieltipp(s): eigentlich geht alles, also gleich den Opener oder eben "Oh Rey!"
Vergleichbar mit: King Crimson, Nebelnest, Upsilon Acrux (nicht ganz so konzentriert, nicht ganz so hektisch)
Veröffentlicht am: 2.9.2010
Letzte Änderung: 2.9.2010
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Deformica

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2006 H 10.00 1

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