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Lo-Fi Resistance

A Deep Breath

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2010
Besonderheiten/Stil: Blues; HardRock; Rock / Pop / Mainstream; sonstiges
Label: Sound Language
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Randy McStine all instruments, vocals, composition, lyrics

Gastmusiker

Nick D'Virgilio drums, percussion (except 4,10), vocals (on "Too Simple")
Dave Meros bass (on "Too Simple")
Rob Weinberger flute, saxophone (on "Too Simple")
Lloyd Landesman synth, b3 organ (on "Too Simple")
dUg Pinnick vocals (on "Moral Disgrace")
Micah Banner-Baine violin
Laura Hine viola
Jim Glasgow cello

Tracklist

Disc 1
1. The Grand Design? 1:24
2. Hello New Star! 3:07
3. Embrace 5:29
4. . 5:40
5. How It Works 4:37
6. Simple 0:50
7. Too Simple 8:59
8. All We Have 5:35
9. On My Own 4:20
10. Moral Disgrace 6:33
11. Wasted 3:33
Gesamtlaufzeit50:07


Rezensionen


Von: Thomas Kohlruß @


„A Deep Breath“ lautet das Debütalbum von Lo-Fi Resistance. Nun ist Lo-Fi Resistance allerdings keine Band, sondern das Projekt des New Yorker Gitarristen und Multiinstrumentalisten Randy McStine, der sich hier nicht nur ums Gitarre spielen und die Komposition gekümmert, sondern auch die meisten anderen zu hörenden Instrumente mit übernommen hat. Lediglich für's Schlagzeug hat er sich Unterstützung geholt, aber hier gleich prominente, denn auf 9 der 11 Tracks trommelt Nick D'Virgilio (Spock's Beard), auf einem singt er auch noch. Einige illustre Gäste gibt es daneben auch noch.

Nun könnte man bei „A Deep Breath“ wieder darüber räsonieren, ob das denn eigentlich Prog ist. Nun ist es zumindest in einem engen Sinn eher nicht. Andererseits, stellt sich die Frage, wo intelligente, verspielte Rockmusik mit beatlesken Melodien und einigen Einfällen jenseits Radiorock-Grenze eigentlich ihren Platz hat. So liegt McStine mit seiner Selbsteinschätzung auf mySpace „Rock / Progressive / Pop“ so schlecht nicht. Und auch das Cover-Artwork, welches recht hübsch geraten ist, zielt in diese Richtung. Wenn man das Digipak komplett aufklappt, entsteht ein Szenario, welches an ein englisches Dorf erinnert, in das gerade irgendwelche futuristischen Gestalten einfallen. Die Bürger haben sich schon zu Protest und Gegenwehr formiert... ist das vielleicht die Lo-Fi Resistance?

Aber hier soll es ja eigentlich um Musik gehen... okay, McStine präsentiert uns verspielte Rockmusik mit locker-flockigen Melodien, geprägt von gutem Gitarrenspiel und einfallsreichen Soli. Manche Songs kommen eher locker, mit allerlei Popappeal daher, andere sind erdige, bluesgetränkte, schwer aus den Boxen tropfende Rocker. Bei aller Lockerheit baut McStine immer auch ein paar Widerhaken und Gimmicks ein, die die Sache spannend machen. Mit „.“ (= dot, Punkt) gelingt ihm der beste King's X-Song, der nicht von King's X aufgenommen wurde.

Eine Sondererwähnung verdient sicherlich „Too Simple“, der Song, dem NDV seine Stimme leiht. Hier kommen auch noch einige Gastmusiker hinzu, unter anderem Dave Meros von den Bärten. Dieser Song hat einen völlig anderen Charakter und ist ein experimenteller Rocksong mit leicht jazzigen Einlagen von Flöte und Sax, ganz im Stile der neuen Bärte. Ein echter Prog-Kracher, trotzdem fügt er sich erstaunlich harmonisch in das Album ein. Gleich danach kommt mit „All We Have“ ein Song der Kategorie Progressive Pop, der einen sehr, sehr eingängigen Refrain mit schrägen Instrumental-Passagen kreuzt. Und wenn dUg Pinnick bei „Moral Disgrace“ zum Mikro greift, ist die King's X-Illusion mal wieder perfekt.

„A Deep Breath“ ist ein rundum erfreuliches Debüt, welches in seiner lockeren, vordergründig nahezu mainstreamigen, Attitüde einige spannende Songs verbirgt. Mal wieder was zum intelligenten Abrocken für Progger. Wer also nicht ständig Takte und Breaks auszählen muss (obwohl NDV natürlich souverän und nicht sehr einfach trommelt) und auf Acts wie King's X, Jack Foster III und die Bärte, neueste Version, steht, der sollte sich dieses Album dringend besorgen.

Anspieltipp(s): ".", "Moral Disgrace"
Vergleichbar mit: King's X, Jack Foster III, Spock's Beard 2.0
Veröffentlicht am: 5.9.2010
Letzte Änderung: 5.9.2010
Wertung: 10/15
...streng genommen - nach Prog-Maßstäben - vielleicht ein Punkt weniger, aber was soll's, dafür macht mir das Album viel zu viel Spaß!

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