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24974 Rezensionen zu 17123 Alben von 6671 Bands.
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Aranis

RoqueForte

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2010
Besonderheiten/Stil: instrumental; Folk; Moderne Klassik; RIO / Avant
Label: AltrOck Productions
Durchschnittswertung: 11/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Jana Arns Flöte
Joris Vanvinckenroye Kontrabass
Lisbeth Lambrecht Violine
Stefan Wellens Viola
Marjolein Cools Akkordeon
Pierre Chevalier Klavier
Stijn Denys Gitarre
Dave Kerman Schlagzeug

Tracklist

Disc 1
1. Roque 5:54
2. Ade I 1:03
3. Past 5:31
4. Ade II 1:33
5. Noise 11:46
6. Ade III 1:17
7. Naise 10:54
8. Ade IV 2:31
9. Tissim 5:40
10. Aila 8:12
11. Forte 3:08
12. PS 0:56
Gesamtlaufzeit58:25


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 1 von 2)


Aranis zum vierten! Ziemlich genau ein Jahr nach dem großartigen Songs from Mirage legt die belgische Formation mit einem neuen Album nach. Die Besetzung hat sich leicht geändert, statt einer zweiten Violine gibt es jetzt eine Viola zu hören, und am Klavier sitzt nunmehr Pierre Chevalier von Univers Zero. Oder saß zumindest, beim Freakshow-Konzert Ende September war's schon wieder jemand anders. Prominentester Neuzugang ist jedoch das schlagzeugende RIO-Urgestein Dave Kerman (u.a Present, Thinking Plague, U Totem). Dafür wurden die singenden Damen, die Songs from Mirage so anders als die ersten beiden Aranis-Alben machten, wieder nach Hause geschickt, RoqueForte ist ein reines Instrumentalalbum.

Musikalisch steht RoqueForte damit wieder den ersten beiden Alben näher. Akustischer Kammerrock, den man ehesten mit einer akustischen Version von Univers Zero vergleichen könnte. "More of the same", wird mancher jetzt denken, und dieser Gedanke ist sicher nicht ganz von der Hand zu weisen. Trotzdem würde man es sich zu einfach machen, dieses Album als bloßen Aufguss alter Ideen abzutun, es gibt kleine, aber feine Unterschiede.

Aranis hatten auf ihren ersten beiden Alben gelegentlich eine Tendenz zum Schönklang, ein paar leichtgewichtige Passagen schlichen sich immer wieder in die Musik ein; das ist hier nicht mehr der Fall. Auch die Gewichtung der musikalischen Ingredienzen hat sich etwas verschoben, weniger folkig-chansonesk, weniger postrockig, dafür mehr klassische Einflüsse. Dabei schielt man durchaus auch mal in avantgardistische Gefilde: in Teil I und III der kurzen, Ade betitelten Zwischenspiele zeigen sich Aranis von einer ungewohnt freiformatigen Seite, mit zeitlupenartig mäandernden Klangschleifen. Auch sonst gibt es immer wieder mal schrägere Passagen, und auch die Dynamik, die Aranis als rein akustisches Ensemble bringen, kann sich hören lassen. Ja, Aranis können richtig rocken, was live naturgemäß noch besser rüberkommt.

Klar, das alles ist jetzt keine musikalische Revolution, eher schon so eine Art Feinjustierung. Auch die Hinzunahme des Schlagzeugs verändert den Sound der Belgier nicht übermäßig stark, dafür hält Kerman sich zu sehr zurück; andererseits passt sein zurückhaltender Einsatz vielleicht besser zu dieser Musik.

Mit RoqueForte zeigen Aranis jedenfalls erneut, dass sie zu den interessantesten Bands der aktuellen Progszene gehören. Dringend empfohlen! Und bald mal wieder nach Würzburg kommen!

Anspieltipp(s): Tissim
Vergleichbar mit: Univers Zero "light"
Veröffentlicht am: 30.9.2010
Letzte Änderung: 19.1.2011
Wertung: 11/15

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Von: Achim Breiling @ (Rezension 2 von 2)


Mit rein akustischen Instrumenten - vornehmlich Violine und Bratsche, Kontrabass, Klavier, Akkordeon, Gitarre und Querflöte, dezent unterstützt von Dave Kerman am Schlagzeug, musiziert das belgische Septett auf seinem vierten Album. Trotzdem rockt das Ganze gelegentlich ziemlich, gibt es diverse ziemlich heftige, fast wüste Ausbrüche. Einen sehr farbigen, durch die Streicher und das Akkordeon flächig verwobenen, akustischen Kammerrock spielen die Belgier hier der vornehmlich von dem rhythmisch rockenden Piano-Bass-Duo vorangetrieben wird. Das Ergebnis ist ein sehr dichtes und spannendes Klanggefüge, in dem sich selten eines der Instrumente solistisch in den Vordergrund spielt und die klangliche Dominanz ständig wechselt, von den Violinen zum Akkordeon, vom Akkordeon zur Flöte, von der Flöte zur Gitarre, von der Gitarre zum Piano. Sehr abwechslungsreich ist diese Musik, ausgesprochen klangvoll und stellenweise beeindruckend intensiv.

Der obige Text kommt euch bekannt vor? Nun, er stammt - leicht modifiziert - aus meiner Rezension zum Debüt der belgischen Kammerrocker (siehe "Aranis"). Da habe ich mich von der Band inspirieren lassen. Denn auch Aranis bieten auf "RoqueForte" im Grunde das Gleiche wie auf ihrem Erstling - leicht modifiziert. Oder, am ehesten gleicht dieses vierte Album der Belgier ihrem zweiten, denn hier wie dort wird nicht gesungen. Die Instrumentierung ist fast dieselbe, wenn auch auf "RoqueForte" Violine und Viola zu hören sind und auf "Aranis II" es zwei Violinen waren. So besetzt rocken sich die sieben Belgier auf bekannt schwungvolle, sehr virtuose und abwechslungsreiche Art und Weise durch das Album.

Und dann gibt es noch die feinen Modifikationen, die dafür sorgen, dass es eben doch kleine, aber durchaus signifikante Unterschiede gibt. Hier ist das vor allem - neben einigen kurzen, recht freiformatigen Einlagen - Dave Kerman an Schlagzeug und Perkussion. Sonderlich verausgaben hat er sich nicht müssen für dieses Engagement. Zurückhaltend und dezent, ohne das Kammerensemble zuzukloppen, ist er zu Gange, verleiht der Musik nur eine perkussive Note, die aber bewirkt, dass sich die Musik von Aranis hier dem Vorbild Univers Zero deutlich annähert. Diese zischenden Geräusche nach etwas mehr als drei Minuten in "Roque" wurden übrigens - wie ich kürzlich auf einem Konzert der Band sehen konnte - mit zwei Spraydosen erzeugt (hoffentlich FCKW-frei), die Kerman im Rhythmus betätigt. Ideen muss man haben!

Zusammenfassend kann ich mal wieder eine Variation dessen anbringen, was ich in letzter Zeit schon des Öfteren über Neuerscheinungen aus dem Avantprog- und Kammerrockgenre geschrieben habe. "RoqueForte" bietet sowohl für das Genre als auch bezogen auf das Repertoire der Band nichts wirklich Neues, ist allerdings so gut gemacht, so perfekt musiziert und so druck- und schwungvoll vorgetragen, dass man sich daran eigentlich nicht wirklich stören kann. Und so ein bisschen anders als auf den ersten drei Alben klingt die Musik ja schon. Wer Aranis noch nicht kennt, für den wäre "RoqueForte" kein schlechter Einstieg in die Klangwelt der Belgier. Fans können natürlich auch ohne Bedenken zugreifen.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 14.10.2010
Letzte Änderung: 14.10.2010
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Aranis

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2005 Aranis 12.00 2
2007 Aranis II 10.67 3
2009 Aranis III - Songs From Mirage 12.67 3
2012 Made In Belgium 12.00 1
2014 Made In Belgium II 12.00 1

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