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Finn Arild

Testament

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Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2010
Besonderheiten/Stil: ArtPop; Folk; Neoprog; Rock / Pop / Mainstream
Label: Finn Arild Music
Durchschnittswertung: 7/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

Finn Arild guitar, bass, keyboards, vocals

Gastmusiker

Mikael Wikman drums (except 2,4,6)
Reidar Wiik piano (3,5,8,9,10,12)
Elin Aasheim vocals (4,7,12)
Mike Acar radio voice (12)

Tracklist

Disc 1
1. Genesis 16:43
2. Water 3:57
3. All Right 3:40
4. Inside 3:54
5. Alive 3:45
6. Intermission 1:51
7. Ride 4:35
8. Carnival 5:06
9. Excess 4:56
10. Robin 5:19
11. Liasons 3:04
12. Nemesis 8:06
Gesamtlaufzeit64:56


Rezensionen


Von: Thomas Kohlruß (Rezension 1 von 3)


Finn Arild wurde in Neuseeland geboren, wuchs aber in Norwegen auf, denn von dort stammte wohl seine Familie und die ging kurz nach seiner Geburt wieder dahin zurück. Das muss wohl Anfang der 70er Jahre gewesen sein, denn Arild wuchs mit Genesis, Yes & Co auf. Daneben hörte sein Vater viel klassische Musik. Nach eigener Beschreibung war Arild wohl ein verdammtes Wunderkind, welches mit sechs Jahren Gitarre und nicht viel später (Heim)Orgel spielen lernte und schon mit 12 erste eigene (klassische) Kompositionen schrieb. „Testament“ ist sein zweites Soloalbum (das erste ist mir unbekannt).

Beeinflusst vom klassischen Progressive Rock wie auch von Folk, Jazzrock und klassischer (E-)Musik legt Arild ein Wohlfühl-Album vollgepackt mit melodiösem, stark neoprog-angehauchtem, Progressive Rock vor. Gelegentlich überschreitet er dabei auch Grenzen zu locker-flockigem Pop-Rock oder verspieltem Art-Rock. Dann wird es sehr süßlich und allzu melodienselig.

Im Opener „Genesis“ zieht Arild allerdings alle Register und verschmilzt Banks-Keyboards und Hackett-Gitarren zu einer Neoprog-Hommage an die Genre-Klassiker (wobei sich die Song-Namensgebung wahrscheinlich gar nicht von der Band her ableitet, sondern von dem Begriffspärchen "Genesis" - "Nemesis", aber sei's drum). Nur die Rhythmusarbeit gerät etwas zu einfach, zu statisch (ein Problem, welches das ganze Album letztlich begleitet). Trotzdem ist „Genesis“ ein beeindruckendes Stück Musik, welches einigen Hörspaß bereitet. Wie gut Arild den Hackett kann, zeigt sich dann gleich im folgenden „Water“. Ein verträumtes Instrumentalstück, wie es vor allem auf den akustischen Alben des Gitarren-Meister nicht als fremd auffallen würde. Aber Arild kann auch den anderen Steve und liefert mit „Intermission“ ein kleines Instrumentalstück im Stile von „The Clap“ ab.

„Testament“ oszilliert ständig zwischen veritablem Prog mit Neoprog-Einschlag - und unterhält dann gut, wenn man generell mit dieser Stilrichtung etwas anfangen kann - und eher poppigen, oftmals halbballadesken, Songs, die sehr stark melodiegetrieben sind – und leider so ein bisschen belanglos vor sich hinplätschern. So verliert das Album immer wieder an Schwung, wenn es gerade etwas in Fahrt gekommen schien. Manchmal sind die Refrains – z.B. „Alive“ - auch ein bisschen arg AOR-mäßig geraten. Aber es gibt keinen wirklichen Ausfall, bis auf das unerträglich schmalzige Kinderliedchen „Robin“. Dazwischen klingt es schon mal nach Alan Parsons Project oder Electrict Light Orchestra, besonders auffällig in "Ride". Dafür lässt es Arild zum Schluss mit „Nemesis“ noch mal richtig krachen.

„Testament“ ist kein schlechtes Album, für einen Hörer, der sehr stark die melodiöse Seite der Musik bevorzugt vielleicht sogar richtig gut, aber für die meisten prog-affinen Hörer wahrscheinlich etwas zu leichtgewichtig. Andererseits, der nächste Sommer kommt bestimmt!

Anspieltipp(s): Genesis, Nemesis
Vergleichbar mit: (Neoprog-)Genesis, Alan Parsons Project, ELO
Veröffentlicht am: 3.4.2011
Letzte Änderung: 3.4.2011
Wertung: 8/15

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Von: Wolfram Ehrhardt (Rezension 2 von 3)


Die Vorliebe des norwegischen Multiinstrumentalisten Finn Arild zu Genesis ist auf seiner zweiten Veröffentlichung "Testament" nicht zu überhören. Unter Assistenz der beiden Instrumentalisten Mikael Wikman am Schlagzeug und des Pianisten Reidar Wiik hat er die meisten Stücke eingespielt.

Stimmlich bewegen sich die beiden Sänger Finn Arild und Elin Aasheim auch noch in in der tonalen Nähe von Peter Gabriel und Phil Collins, sodass man schon fast einen Genesis-Klon vermuten könnte. Aber dafür bietet Arild in seinen Kompositionen eine zu große Portion Melodiösität und Eingängigkeit, sodass sich für den überwiegenden Teil der CD eher ein Vergleich zu der kommerziell erfolgreichen Phase von Genesis anbietet. Jedenfalls gefallen mir die Gesänge und die zuweilen vertrackteren Phasen.

Auf einigen Songs bewegt sich Finn Arild dann auch in melancholische und poppige Klangräume, sodass nicht mehr von progressiver Musik gesprochen werden kann. Die 12 Tracks sind überwiegend vorhersehbar, aber mit viel Gefühl inszeniert, sodass mir letztendlich doch der notwendige Biss auf den 65 Minuten fehlt. Zuweilen werde ich zwar an das gelungene Debütalbum War and Peace & and other short stories von Sean Filkins erinnert, wobei der ex-Big Big Train Sänger dann doch mehr Feuer und Vielfalt auf seinem Werk bietet. Für melodieverwöhnte Ohren mit Hang zu den oben genannten Künstlern ist "Testament" bestimmt eine Hörprobe wert.

Anspieltipp(s): Genesis, Ride, Nemesis
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 4.6.2011
Letzte Änderung: 28.2.2012
Wertung: 7/15

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Von: Michael Büttgen @ (Rezension 3 von 3)


Wirklich neu klingt das tatsächlich nicht, sondern wie eine Kopie verschiedenster Genregrößen aus dem Bereich des klassischen Prog und des Neoprog. Das habe ich aufgrund der Rezensionen meiner Kollegen auch nicht anders erwartet. Besonders penetrant ist "Water", eine typische Steve Hackett-Nummer, die zwar ordentlich gespielt wird, aber natürlich im Vergleich zum Vorbild mehr als untergeht. "Inside" ist ebenfalls eine beinahe 1 zu 1 Kopie alter Genesis-Großtaten a la "Cinema Show".

Der Gesang ist dabei unglaublich nölig und schief und die Keyboards liefern zum Teil Klänge, bei denen meine Tapete Risse bekommt. Zwischendurch lugt aber hier und da ein kleiner Hoffnungsschimmer durch. Wie z.B. das mit einer recht eingängigen Hookline und einem treibenden Rhythmus versehene "Ride". Immerhin ein Song, den man sich gerne nochmal anhören möchte. Ebenso "Liasons", welches durch ein schönes Gitarrensolo überzeugt und den großen Vorteil hat, dass hier eben nicht gesungen wird.

Unterm Strich reicht es dennoch nicht für einen positiven Gesamteindruck. Der schlechte Gesang macht leider die meisten, ohnehin schon recht uneigenständigen Songs gänzlich kaputt. Zudem sind mir die Balladen zu kitschig, die Keyboards zu lästig und die Ideen nicht überzeugend genug.

Ich kann mir kaum vorstellen, dass dieses Album irgendwer brauchen könnte.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 21.7.2011
Letzte Änderung: 21.7.2011
Wertung: 6/15

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