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Trigon

2011

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2011 (VÖ: Ende April 2011)
Besonderheiten/Stil: instrumental; HardRock; Psychedelic
Label: Eigenverlag
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Rainer Lange guitar
Stefan Lange bass
Rudi Metzler drums

Tracklist

Disc 1
1. Peitscht das Kamel 6:05
2. Roter Mond 6:03
3. Spacechick strikes back 4:15
4. Tückischer Tonterror 4:01
5. Wunder 6:06
6. Tanzen 5:19
7. Zensation 4:32
8. Raff an Dörte 5:07
9. Herz der Sonne 5:09
10. Dekadenz und Korruption 5:31
11. Fata Morgana 6:08
12. Trommeltraum 4:54
13. Kamasutra Debakel 4:24
Gesamtlaufzeit67:34


Rezensionen


Von: Thomas Kohlruß


Nachdem es ja doch ein bisschen ruhig um den Power-Dreier aus Karlsruhe geworden war, gibt es nun wieder ein Lebenszeichen. Passend "2011" heißt das aktuelle Studioalbum, das erste Album seit der Zappanale-DVD aus 2007. In der Zeit hat sich bei Trigon trotzdem einiges getan, dass eine ist ganz offensichtlich: Es gibt mit Rudi Metzler – früher u.a. aktiv bei den Proggern Poseidon – einen neuen Drummer, da sich Tihomir Lozanovski in seine Heimat Mazedonien verabschiedet hat. Anderes kann man auf dem neuen Album hören...

...und das geht so: Man hat in neues Equipment investiert, was dazu führt, dass sich die Klangfülle von Gitarre wie Bass erweitert hat und das beide Instrumente fetter, voller, kräftiger als früher klingen. Gerade Rainer Langes Gitarrensound hat eine leicht bluesige, erdige Note hinzugewonnen und klingt extrem lässig-fett, wenn die Licks, Riffs und Soli aus dem Boxen krachen. Allerlei Effekte kommen zum Einsatz, wohl teils als Samples, teils eben auch mit Effekten über das Pedal-Arsenal erzeugt. Auch Stefan Langes Bass klingt voluminöser und melodischer als je zuvor und steht durchaus prominent im Klangbild (was auch nicht immer so war).

Und dazu kommt nun Rudi Metzler, ein erfahrener Drummer, der mehr auf Stilistik als Brachialität setzt. Sein filigranes, aber durchaus verzwirbeltes Spiel sorgt für erstaunlich mehr Struktur in der Musik von Trigon, ohne dabei die Spontanität oder Frische abzuwürgen. So wirken Trigon nun organisierter, strukturierter, was aber zugleich die freieren, jammigeren Passagen betont und die Musik insgesamt eher noch aufregender als früher wirken lässt. Für Power-Trio-Space-Jam-Gefrickel ist also noch genügend Platz geblieben. Es wird gegroovt, gefrickelt, gerockt, was das Zeug hält und paar ruhige, lyrische Passagen sind auch dabei. Was man umso besser "mit früher" vergleichen kann, da "2011" so eine Art Retrospektive des bisherigen Schaffens darstellt. Dem erfahrenen Trigon-Hörer wird schon beim Lesen der Setlist einiges bekannt vorgekommen sein. Mit neuem Lineup und renoviertem Bandsound präsentieren die Karlsruher nun also das Beste ihres Schaffens in den definitiven Versionen, es gibt aber auch Neues zu hören. Nur über die Notwendigkeit des "Trommeltraum" genannten Drum-Solos auf einer Studio-CD kann man sicherlich streiten, aber da sich der "Neue" eben auch würdig vorstellen wollte, kann man das vielleicht mit einem Schmunzeln hinnehmen. Vor allem weil es ein gutes und unterhaltsames Drum-Solo ist.

Passend zum "neuen" Klangbild klingt das Album supergut, transparent und wartet gerade für Kopfhörer-Fans mit einigen Überraschungen wie Kanaltrennung und surround-effekt-artigen Einlagen auf. Mix und Mastering lagen in den bewährten Händen von Eroc, der wieder ganze Arbeit geleistet hat. Wie man hört soll auch das optische Erscheinungsbild ein Leckerbissen sein: Es wird ein edles schwarzes Digipak mit dem roten Trigon-Logo drauf geben und die CD an sich wird in Polycarbonat gepresst, ist also auch komplett schwarz...

Anspieltipp(s): mir gefällt "Spacechick strikes back" am besten, aber eigentlich geht alles
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 11.4.2011
Letzte Änderung: 2.10.2013
Wertung: 12/15
...der bisherige Höhepunkt in der Trigon-Diskografie...

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Trigon

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2000 Beschränkte Haftung 10.00 1
2002 HeiZEN 8.50 2
2002 Burg Herzberg Festival 2002 9.00 1
2003 Das UMO-Mandat 11.00 1
2003 2. Artrock-Festival - Live 2003 10.00 1
2004 Live im Schlachthof Lahr, 16.10.2004 10.00 1
2004 Herzberg 2004 12.00 3
2004 Continuum 11.00 1
2004 Progparade 4 - Live 9.50 2
2005 Emergent 11.67 3
2007 Live 2007 (DVD) 12.50 2

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