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Inyaka

Erdaufgang

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2011
Besonderheiten/Stil: instrumental; sonstiges
Label: Timezone Records
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Falk Ostendorf Bass
Edin Mujkanovic Gitarre
Robert Riebau Schlagwerk
Markus Kröger Sax

Tracklist

Disc 1
1. Pablo Inkasso 4:15
2. Opus Dei 10:38
3. Die Eukalyptischen Reiter 8:01
4. Nik Vapurup 8:01
5. Holterdipolka 1:22
6. Die Wunderbare Mandarine 11:39
7. Im Jahr Des Purmuzan Shutn 4:25
8. She´s So Glad That She´s So Sad 6:03
Gesamtlaufzeit54:24


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Inyaka kommen aus Osnabrück und die Band gibt es offenbar schon seit 2006. Im Sommer 2011 legt die Gruppe nun ihr Debütalbum "Erdaufgang" vor. Cover und vor allem Titel der CD wecken zuerst eher Assoziationen mit New-Age-Musik oder anderweitigen Esoterikklängen, doch damit wäre man extrem auf dem Holzweg. Inyaka machen eine komplexe Musik von eher akustischem Charakter, die sich irgendwo in der Schnittmenge von Jazz, Rock und moderner Klassik bewegt.

Akustikgitarre (selten eine elektrisch verstärkte), Saxophon, Bass und Schlagzeug sind hier meist zu hören, selten auch einige wenige Stimmeinlagen. Sehr abwechslungsreich und komplex wuseln die unterschiedlichen Klangerzeuger durcheinander und erzeugen eine sehr farbige Musik, jazzig, progressiv, rockig und humorvoll (man achte auch auf die Titel der einzelnen Stücke), die locker, meist ziemlich schwungvoll, ab und an auch recht schräg und kantig aus den Boxen kommt. Ruhigere, fast entspannte Momente gibt es natürlich auch viele (man höre z.B. "Die Eukalyptischen Reiter"), die dann mitunter ins Terrain der Musik geraten, wie sie auf vielen Produktionen des Münchner ECM-Labels zu finden sind. Zudem sind einige folkloristisch-weltmusikalische Einfärbungen zu vermelden (im kurzen "Holterdipolka" z.B.).

"Erdaufgang" bietet eine recht eigene Version einer Art von moderner Quartettmusik, die sich sicher nicht eindeutig der Rockmusik zuordnen lässt, die aber oft ebenso sicher deutlich rockt. Einer eindeutigen Einordnung in eine definierte Stilschubladen entzieht sich das Ganze jedenfalls. Vergleichbares ist z.B. in der Musik des Schweizers Markus Stauss zu finden, auch auf einigen Alben, die auf dem Mailänder AltrOck-Label erschienen sind, oder im Akustischen Kammerrock von Bands wie Metamorphosis oder Louise Avenue. Die Wurzeln des Ganzen könnte man schließlich auch in der Nähe von eher akustisch tätigen RIO-Formationen wie Etron Fou Leloublan oder auch den Stormy Six vermuten, vermengt mit dem schon erwähnten ECM-Jazz(rock) und einigen zeitgenössisch-klassischen Ingredienzien.

Allerdings glaube ich kaum, dass sich Falk Ostendorf, Edin Mujkanovic, Robert Riebau und Markus Kröger sonderlich um Vorbilder oder stilistische Einordnung kümmern, sondern recht frei und ungestüm ihre ganz eigene Musik machen. Wer also weitestgehend instrumentale, zeitgenössische Musik aus dem Grenzgebiet von Rock, Jazz und Klassik schätzt, der sollte hier auf jeden Fall einmal reinhören! Macht Spaß!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 15.8.2011
Letzte Änderung: 24.9.2011
Wertung: 11/15

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