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Nektar

Recycled

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Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1975 (Original-LP auf Bellaphon/Bacillus)
Besonderheiten/Stil: Konzeptalbum
Label: Eclectic Discs
Durchschnittswertung: 9.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Allan Freeman keyboards, vocals
Roye Albrighton guitar, vocals
Ron Howden drums
Derek Moore bass, vocals
Larry Fast synthesizer

Tracklist

Disc 1
1. Recycle 2:47
2. Cybernetic Consumption 2:12
3. Recycle Countdown 1:51
4. Automation Horrorscope 3:08
5. Recycling 1:44
6. Flight To Reality 1:19
7. Unendless Imaginations 4:37
8. Sao Paulo Sunrise 3:05
9. Costa Del Sol 4:03
10. Marvellous Moses 6:35
11. It's All Over 5:21
Gesamtlaufzeit36:42


Rezensionen


Von: Ralf J. Günther @ (Rezension 1 von 2)


Nektar, die "deutsche" Band, die ausschließlich aus britischen Musikern bestand, konnte Mitte der 70er Jahre auch mit ihrem siebten Album durchaus Erfolg verbuchen. Ich erinnere mich z.B., daß "Recycled" den Sprung in die "LP-Hitparade" des legendären SWF-Popshops schaffte.

Der Stellenwert von "Recycled" im Gesamtoeuvre der Band ist umstritten. Es handelt sich um ein in zwei Teile (Stück 1-7 und 4-11) gegliedertes Konzeptalbum mit recht bombastischen Keyboard-, Vokal- und Gitarrensounds, das passagenweise unter Verwendung eines Chors eingespielt wurde. Das Album wurde noch mit dem Originalgitarristen Roye Albrighton aufgenommen.

"Recycled" bietet solide gemachte Rockmusik, die ganz der 70er-Jahre-Prä-Punk-Stilistik verpflichtet ist. Außergewöhnliche musikalische Akzente werden dabei nicht gesetzt. Es gibt viele Ähnlichkeiten zu der deutsch-britischen Band Lake, mit dem Unterschied, dass letztere sich von der Idee des "Konzeptalbums" und vom Bombast freimachte, und sich stattdessen auf Songs konzentrierte. Das hätte Nektar im Jahr 1976 vielleicht auch besser gestanden. Immerhin: Manche heutige Neoprogband würde mit einem Album wie "Recycled" (klanglich modernisiert und im Arrangement etwas entstaubt) wohl immer noch für einiges Aufsehen unter den geneigten Hörern sorgen.

Mir persönlich gefällt der Track "Costa del Sol" mit seiner Abwechslung aus Bombast-Klängen und locker-rhythmischen Klavierfiguren, unmittelbar gefolgt vom vokal geprägten "Marvellous Moses" am besten. Diese Stücke sollen deshalb auch als Anspieltipps dienen.

Nachbemerkung zur Neuveröffentlichung auf Eclectic Discs (April 2004):

Die CD enthält die 11 Tracks des Albums zweimal. Zunächst in der remasterten LP-Fassung von Ende 1975, sodann in der Ur-Version, die kurz zuvor von Geoff Emerick gemixt wurde. Diese Fassung war bislang unveröffentlicht. Sie unterscheidet sich von der LP v.a. durch das Fehlen zahlreicher später hinzugefügter Overdubs. Offenbar und nicht zu Unrecht wirkte den Machern die Ursprungsfassung ein wenig zu matt und sie wurde daher nachträglich kräftig aufpoliert. Am musikalischen Gehalt ändert sich dadurch allerdings wenig, eher am Volumen.

Folgenden Hinweis verdanke ich unserem Leser Dirk: Larry Fast, der zu "Recycled" zahlreiche Synthesizer-Parts beigesteuert hat, widerspricht der auch auf der offiziellen Nektar-Homepage verbreiteten Angabe, er sei nur an der Remix-Fassung beteiligt gewesen. Viemehr habe er seine sämtlichen Synthesizer-Beiträge bereits für die Originalfassung aufgenommen. Spätere Overdubs betreffen danach nur Chöre und Soundeffekte, und der stark veränderte Klangeindruck ist primär auf den neuen Mix zurückzuführen.

Anspieltipp(s): Costa del Sol, Marvellous Moses
Vergleichbar mit: Lake
Veröffentlicht am: 29.3.2004
Letzte Änderung: 21.4.2004
Wertung: 8/15

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Von: Kristian Selm (Rezension 2 von 2)


"Recycled" ist mit Sicherheit das proggigste und zugleich eines der zugänglichsten Alben von Nektar, was vor allem auf jede Menge bombastische Keyboard- und Synthiesounds zurückzuführen ist, sowie einen insgesamt sinfonischen Gesamtansatz. Die Meinungen in Fan- und Kritikerkreisen bzgl. dieses Albums gehen stark auseinander. Für die einen entfernten sich Nektar zu weit von der ursprünglichen Richtung, für die anderen fügt diese sinfonische Weiterentwicklung genau die Elemente hinzu, die der Musik von Nektar bisher fehlten.

Nach der ganz eigenen, natürlich völlig subjektiven Meinung, ist dieses Album für mich immer noch eines der Highlights in der Nektar Historie, vor allem auch weil hier Larry Fast nicht einen unerheblichen klanglichen Eindruck hinterließ und der ausgesprochene sinfonische Anstrich Nektar hörbar gut tut.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 20.8.2006
Letzte Änderung: 20.8.2006
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Nektar

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1972 Journey to the Centre of the Eye 10.80 5
1972 A Tab in the Ocean 8.80 5
1973 Sounds Like This 9.00 2
1973 Remember The Future 10.00 4
1974 Unidentified flying abstract 8.00 1
1974 Sunday night at the London Roundhouse 10.00 1
1974 Down To Earth 5.00 2
1977 Magic is a Child 4.00 2
1977 Live In New York 6.50 2
1980 Man in the moon 6.00 1
1994 Highlights 10.00 1
2001 The Prodigal Son 5.00 2
2002 Greatest Hits Live 11.00 1
2004 Evolution 8.67 3
2005 Door to the future - The light show tapes Vol.1 8.00 1
2008 Book of Days 8.00 1
2012 A Spoonful of Time 4.50 2
2013 Time Machine 7.00 2
2017 Live in Bremen 10.00 1

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