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Cosmograf

When Age Has Done Its Duty

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2011
Besonderheiten/Stil: Konzeptalbum; Neoprog; RetroProg
Label: Festival Music
Durchschnittswertung: 8/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

Robin Armstrong Gesang, Gitarre, Keyboards, Bass
Bob Dalton Schlagzeug (1,2,3,4,5,6,7)
Steve Dunn Bass (2)
Luke Machin Gitarre (4)
Steve Thorne Gesang (6)
Dave Ware Schlagzeug (7)
Lee Abraham Bass (7)
Simon Rogers Gitarre (3)

Tracklist

Disc 1
1. Into This World 11:15
2. Blacksmith's Hammer 5:01
3. On Which We Stand 9:28
4. Bakelite Switch 7:36
5. Memory Lost 7:03
6. When Age Has Done Its Duty 13:02
7. White Light Awaits 5:49
8. Dog on the Clee 3:30
Gesamtlaufzeit62:44


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 1 von 3)


Da habe ich mit meiner ersten Einschätzung mal wieder gründlich daneben gelegen. Band- und Albumname sowie das Cover schreien einem penetrant "New Age" entgegen, dahinter steckt jedoch etwas ganz anderes. Cosmograf ist ein Projekt des Multiinstrumentalisten Robin Armstrong aus dem südenglischen Portsmouth, der sich für sein drittes Album When Age Has Done Its Duty die Unterstützung einiger Musiker bekannter Neo- und Retro-Prog-Bands (u.a. It Bites, Also Eden, Galahad, The Tangent) geholt hat. Es handelt sich um ein Konzeptalbum, auf dem das Thema Altern behandelt wird, genauer gesagt wird die Geschichte eines Menschen von der Geburt bis zum Tode erzählt. Also schon mal eine absolut Progrock-kompatible Thematik.

Mit eingespielten Geräuschen tickender Uhren, Telefonläuten und Babygeschrei geht es schon reichlich klischeebeladen los. Es folgt über den Rest des Albums das beliebte Ratespiel "bei welcher Band der 70er hat man sich gerade bedient?". Kein Prog-Klischee wird ausgelassen, insbesondere bei den alten Genesis bedient man sich ausgiebig (bei On Which We Stand geht die "Inspiration" so weit, dass ich jede Sekunde darauf warte, dass es losgeht mit "home from work our Juliet clears her morning meal"). E-Gitarren im Hackett-Stil und Banks'sche Keyboards gibt es zuhauf, aber auch metallisch riffende Passagen, Wakemansche Orgel und jede Menge mystisch wabernde Tastenklänge. Zu allem Überfluss kommen in letzteren Passagen hin und wieder sakrale Chöre oder düster-dräuende Erzählstimmen zum Einsatz, um die nicht minder klischeehaften Texte zu deklamieren. Meist geht es, dem Thema angemessen, in eher verhaltenem Tempo und etwas elegisch zur Sache, nur gelegentlich legt die Musik an Tempo zu.

Nun will ich das Album nicht komplett verreißen, denn ein paar positive Ansätze gibt es durchaus. Die Songs sind, auch wenn sie nicht übermäßig komplex sind, im allgemeinen durchaus abwechslungsreich gestaltet, und auch an den instrumentalen Fähigkeiten gibt es nicht viel auszusetzen. Insbesondere Mr. Armstrongs Gitarrenspiel ist durchaus ordentlich.

Vor 20 Jahren hätte ich mich vielleicht eher für diese Musik begeistern können, heute aber löst eine solche Ansammlung altbekannter und altbackener Prog-Stereotypen bei mir nicht mehr als ein herzhaftes Gähnen aus. Neo-Prog-Aficionados dagegen können When Age Has Done Its Duty durchaus mal antesten.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 7.10.2011
Letzte Änderung: 9.1.2012
Wertung: 6/15

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Von: Christian Rode @ (Rezension 2 von 3)


Das Ticken einer Uhr. Das Pochen eines Herzens. Telefonklingeln. Babyschreien. Sphärische, anschwellende Klänge. Da weiß der Proghörer, woher der Wind weht. Aber Cosmograf bleiben nicht bei Pink Floyd-Referenzen stehen, sondern integrieren in ihren Sound sehr geschickt Einflüsse von Moody Blues, Genesis und Barclay James Harvest bis hin zu Porcupine Tree. Diese epische Mischung verstehen die Musiker um Robin Armstrong in einen sehr konsistenten Retro-Sound fließen zu lassen.

Wenn man zu Anfang vielleicht das Gefühl hat, dass es ein Floyd-Klon werden könnte, zerstreut sich diese Befürchtung durch die Vielzahl der Einflüsse schnell. Eine gewisse unterschwellige Floyd-Affinität bleibt aber bestehen. Beeindruckend finde ich etwa, wie es in On which we stand gelingt, diesen gewissen viktorianischen Klang der frühen Genesis fast unmerklich zu floydisieren bis man gar nicht mehr an Genesis denkt. Das ist wirklich gekonnt! Ähnliches gelingt mit den anderen genannten Bezügen in vergleichbarer Weise.

Insgesamt ist Cosmograf mit ihrem dritten Release ein durchaus ansprechendes Retro-Prog-Album gelungen. Überraschend und neu ist das alles gewiss nicht, aber wer sich vorstellen kann, dass die Mischung oben genannter Bands gut klingen kann, der darf sich an diesem sehr gut produzierten Album erfreuen.

Anspieltipp(s): Into this World, On which we stand
Vergleichbar mit: Pink Floyd, Genesis, Barclay James Harvest, The Moody Blues, Porcupine Tree
Veröffentlicht am: 8.10.2011
Letzte Änderung: 24.5.2016
Wertung: 9/15

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Von: Marc Colling @ (Rezension 3 von 3)


Alben wie dieses spalten die Progfreunde. Entweder man akzeptiert die vorkommenden „Progklischees“ wie Kollege Jochen es in seiner Rezi beschreibt oder man lehnt sie ab. Das hat mit der persönlichen Einstellung zu tun, weniger mit der Qualität der Musik. Wenn die nicht stimmt, ist es sowieso egal. Bei Cosmograf ist aber musikalisch alles im Lot. Sogar die eingestreuten Soundschnipsel passen sich gut im Gesamtkontext ein.

Lässt man sich entspannt auf die sphärischen Klangwelten ein, so wirkt die Musik schnell beruhigend. Doch handelt es sich keineswegs um Wellness- oder irgendeine andere Therapie-Mucke, sondern um gut getimten Retroprog im Stil der eher psychedelischen, Geschichten-erzählenden Zeit der mittleren 70'er. Genesis und Pink Floyd als eine der am besten erkennbaren Quellen, aber auch spätere Bands wie Pendragon, Antimatter oder auch noch Airbag werden nicht nur gestreift. Man wähnt sich ab und zu sogar in einem Porcupine Tree Album zu Zeiten von „Signify“. Proggies mit Hang zu komplexen Themen dürften zwar abwinken, aber die hier bediente Klientel ist recht zahlreich. Die Musik hat einen eigenen Stil, ist zugänglich und besitzt dennoch Charakter.

Robin Armstrong ist ein guter Gitarrist, spielt Soli die zum träumen einladen. Das stets solide und oft schleppende Rhythmusfundament von Bass und Schlagzeug unterstützen die Entschleunigung der Musik. Dazu gelungene Gastbeiträge von Luke Machin an der Gitarre und Steve Thorne beim Gesang.

Interessantes Debüt des Künstlers das zwar nicht an seine späteren Alben heran kommt und dennoch hörenswert ist.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit: siehe oben im Text
Veröffentlicht am: 22.3.2018
Letzte Änderung: 22.3.2018
Wertung: 9/15
sicher klont er, aber das ziemlich gut

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Cosmograf

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2013 The Man Left in Space 9.00 1
2014 Capacitor 10.00 1
2016 The Unreasonable Silence 13.00 1
2017 The Hay​-​Man Dreams 11.00 2

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