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Salim Ghazi Saeedi

Human Encounter

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2011
Besonderheiten/Stil: instrumental; Jazz; RIO / Avant; Worldmusic / Ethno
Label: Eigenproduktion
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Salim Ghazi Seedi alle Instrumente

Tracklist

Disc 1
1. Human Encounter Prologue 1:30
2. Lustful Feast of Flesh   (2-6: "Dark Side") 3:00
3. You Many One Devils 3:20
4. Lonesomeness 3:20
5. Sadistic Teacher 3:40
6. City Bombardment 2:55
7. For Eugene, Distilling the Delicacy   (7-12: "Bright Side") 2:58
8. For Ali, who does live many Births mercifully 1:28
9. For Kurt, the King without Crown 1:01
10. For Thelonious, and his 88 Holy Names 3:00
11. For Jeremy, embodying the Mastermind 2:58
12. Unknown Red-Skirt Girl, who vanished before my Eyes in 1995 4:00
Gesamtlaufzeit33:10


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @


Ein ziemlich kurzes Werk legt der iranische Musiker Salim Ghazi Saeedi mit Human Encounter, seinem zweiten Soloalbum, vor. Eigentlich ist es schon mehr eine EP.

Nach dem kurzen Prolog sind die restlichen, ebenfalls recht kurzen Stücke in zwei als "Dark Side" und "Bright Side" benannte Abschnitte unterteilt. Die "Dark Side" ist natürlich negativen Erfahrungen gewidmet, die der 1981 geborene Musiker im Laufe seines Lebens machte, etwa mit sadistischen Lehrern (Sadistic Teacher) oder Bombenangriffen während des Iran-Irak-Krieges (City Bombardment). Die "Bright Side" steht dagegen für das Positive, verkörpert durch die Menschen, denen die Stücke gewidmet sind; die bekanntesten sind dabei Kurt Cobain und Thelonious Monk. Nähere Erläuterungen zu den Hintergründen der einzelnen Stücke finden sich auf der Webseite des Musikers.

Salim Ghazi Saeedi betätigt sich hier wieder als eine Art Ein-Mann-Kammerensemble. Zwar werden im Beiheft nur Gitarre und Keyboards erwähnt, aber man hört auch zahlreiche andere Instrumente, deren Klang auf elektronischem Wege erzeugt wurde. Neben einem überraschend natürlich klingenden, recht variabel eingesetzten Schlagzeug sind das hauptsächlich noch Bass (der oft mehr wie ein Kontrabass als wie ein E-Bass klingt), gelegentlich auch Streich- und Blasinstrumente.

Mit dieser größtenteils virtuellen Instrumentierung erzeugt Salim Ghazi Saeedi eine vielseitige Klangwelt, die deutliche Einflüsse von Jazz und RIO-Kammerrock aufweist. Trotz ihrer Kürze sind die Stücke abwechslungsreich und komplex, von seltsam verqueren Melodien durchzogen. Manchmal geht das schon in Richtung eines klassischen Jazztrios (Klavier, Kontrabass, Schlagzeug), dann wieder ist kantiger Avant-Prog angesagt. Gelegentlich fließen auch Ethno-Elemente in die Musik ein.

So weit, so vielseitig. Was mir ein bisschen fehlt, ist etwas mehr "Schmackes". Die Stücke sind doch allesamt in eher verhaltenem Tempo, und bleiben auch sonst von verhaltener Dynamik. Komplex ist die Musik ja, sie darf auch ruhig mal ein bisschen laut und wüst werden. Einfach mal die Gitarre etwas mehr krachen lassen! In For Jeremy... etwa, da finden sich schöne, kantige E-Gitarreneinsätze, in solchen Fällen ruhig mal den Verstärker bis zum Anschlag aufdrehen.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 21.11.2011
Letzte Änderung: 1.3.2012
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Salim Ghazi Saeedi

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2010 Iconophobic 11.00 1
2012 namoWoman 11.00 1

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