Symphonica
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Informationen
Allgemeine Angaben
| Erscheinungsjahr: |
1998 |
| Besonderheiten/Stil: |
Zeuhl |
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| Label: |
Tzadik |
| Durchschnittswertung: |
11/15 (1 Rezension) |
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Besetzung
| Emi Eleonola |
vocals |
| Kubota Aki |
vocals |
| Oguchi Kenichi |
keyboards |
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| Sasaki Hisashi |
bass |
| Yoshida Tatsuya |
drums,vocals |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Thebes
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7:40
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| 2. |
Graviyaunosch
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6:21
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| 3. |
Big Head
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7:34
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| 4. |
Praha In Spring
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4:37
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| 5. |
Thrive
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5:00
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| 6. |
Infect
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10:13
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| 7. |
Brixon Varromiks
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8:41
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| 8. |
Bliezzaning Moltz
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7:12
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| Gesamtlaufzeit | 57:18 |
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Rezensionen

"Ruins" sind eigentlich ein japanisches Duo bzw. noch genauer ein Duo-Projekt von Schlagzeuger und Sänger Tatsuya Yoshida mit wechselnden Bassisten. Für "Symphonica" ergänzte Yoshida "Ruins" um einen Keyboarder und zwei Sängerinnen, um bereits früher veröffentlichte "Ruins"-Songs in dieser erweiterten Besetzung neu aufzunehmen. Daher gleich die Warnung vorweg: "Ruins"-Kenner meinen, der Sound der Duo-Platten lasse sich nur sehr bedingt mit dem der hier besprochenen CD vergleichen (ich glaube, irgendwo habe ich mal den Begriff 'Punk-Zeuhl' im Zusammenhang mit "Ruins" gelesen...).
Jetzt aber zur Musik! Wie beschreibt man "Symphonica" am besten? Ich beginne einfach mal mit einem (sicherlich hinkenden) Vergleich: was passiert, wenn man "Magma" mit "Primus" und "ELP" kreuzt? Das Ergebnis könnte wie "Symphonica" klingen...
Die "Magma"-Verwandtschaft ist eindeutig: heftiges, treibendes Bass-Geriffe, mehrstimmige repetitive hypnotische Chor-Figuren, teils operettenhafte - sowohl von den beiden Sängerinnen als auch von Yoshida -, teils rezitierte, fantasierte, leicht irre, wirre, fiebrige ("Infect"!) Vocals in einer erfundenen Sprache. An "Primus" erinnert der virtuose, druckvolle Bass, der in allen Lagen bedient wird und dank fehlender Gitarre trotzdem keinen Matsch produziert. A propos fehlende Gitarre: behaupte mir niemand, Bands ohne Gitarren könnten nicht rocken und Druck machen! Wobei wir beim dritten Vergleich wären: kompositorisch ist dieser nicht unbedingt gegeben, aber Keyboarder Oguchi Kenichi geht an seine Synthies ähnlich heran wie Emerson an sein Keyboard-Arreal: makellose Fingerfertigkeit, fette, fette Schweineorgelsounds schwirren von rechts nach links, doppelhändiges Piano-Akkorde hämmern, Synthies sirren (siehe vor allem "Big Head"). Dazu ein geschäftiger Drummer mit makelloser Technik und Heavy-Metal-Sound, krumme, komplexe, aber unbemühte Rhythmik, vielteilige Songs, zwischendrin dank Synthie-Streicher mal kleine symphonische Tupfer, aber meist muskulöser Workout der ganzen Band.
Vor allem "Big Head" vereinigt alle diese Elemente in grossartiger Form. "Graviyaunosch" mit seinen abartigen virtuosen Läufen im Eröffnungsteil und hektischer Rhythmik würde "Spastic Ink" alle Ehre machen während "Praha In Spring" mit seinen bewegten mehrstimmigen Figuren und jaulendem Gesang leichte "Zappa"-Atmosphäre versprüht, "Thrive" ist fast eine Hommage an die abgedrehten "Mr.Bungle"-Nummern und "Infect" verwandelt sich mittendrin in einen wirren Fieber-Alptraum.
"Symphonica" ist eine tolle, abwechslungsreichem, unheimlich unterhaltsame Platte. Aber Achtung: die Stücke sind heftig, schräg, verspielt, hektisch, abgefahren, irgendwie japanisch krass. Nicht so heavy-mässig wie "Happy Family", die als Vergleichspunkt naheliegen, aber nicht weniger aufregend und dank fetterer Keyboard-Sounds auch nicht weniger druckvoll. Eine Klasseplatte, die mich auf jeden Fall neugierig macht auf die anderen Yoshida-Projekte.
| Anspieltipp(s): |
Big Head |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
31.5.2002 |
| Letzte Änderung: |
31.5.2002 |
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