SUCHE
Erweiterte Suche
NEUER LESESTOFF
Script for Fugazi (27.5.2018)
ARCHIV
NEUE REZENSIONEN
27.5.2018
String Driven Thing - The Machine That Cried
26.5.2018
Black Moon Circle - Psychedelic Spacelord
25.5.2018
Fuchs - Station Songs
Sleep in Heads - On the Air
24.5.2018
Sleeping Pandora - From Above
Datashock - Kräuter der Provinz
23.5.2018
Yuka & Chronoship - Ship
JPL - Rétrospections Volume III
22.5.2018
Pink Floyd - Wish You Were Here
Judge Smith - The Garden Of Fifi Chamoix
21.5.2018
Sairen - Neige Nuit
M.A.L. - My Sixteen Little Planets
Alan Simon - Big Bang
20.5.2018
cosmic ground - cosmic ground IV
Tyndall - Durch die Zeiten
19.5.2018
Senogul - III
Tyndall - Reflexionen
ARCHIV
STATISTIK
24646 Rezensionen zu 16864 Alben von 6565 Bands.
SITE MAP
STARTSEITE

417.3

_(-_-)_

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2011
Besonderheiten/Stil: instrumental; Postrock
Label: Sleepytime Music
Durchschnittswertung: 8.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Pete Kontrabass
Gena Schlagzeug
Kolya Cello
Stas Gitarre
Sergey Gitarre

Tracklist

Disc 1
1. + 6:00
2. 27 7:00
3. ~ 8:00
4. . 5:00
5. +3 11:00
6. _ 9:00
7. 3.1.7.1 5:00
8. 7 9:00
9. 8 8:00
10. 5 5:00
Gesamtlaufzeit73:00


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 1 von 2)


Drei Jahre nach der EP -- erschien mit _(-_-)_ das Vollzeitdebüt der russischen Postrocker 417.3. Die Vorliebe für seltsame Titelgebung ist also geblieben, nicht aber die Besetzung. Anstelle der vier streichenden Damen gibt es jetzt einen Cellisten, außerdem kam ein zweiter Gitarrist dazu. Und die Musiker sind nicht mehr gänzlich namenlos, auch wenn sie lediglich ihre Vornamen preisgeben.

Musikalisch bewegt sich das Quintett auf ähnlichen Pfaden wie auf der EP, von der ein Stück ("+3") hier in gleicher Version enthalten ist. Viele schleppende Gitarrenakkorde in Moll, elegische Stimmung, die von den klagenden Klängen des Cellos noch verstärkt wird. Dazu hört man dezente elektronische (oder sonstwie undefinierbare) Geräusche, die beim gelegentlichen Verstummen der anderen Instrumente etwas Ambient-Atmosphäre verbreiten. Laute Ausbrüche finden auch hier kaum statt, auch wenn die Musik öfters an Lautstärke anschwillt.

So wälzt sich ein breiter Klangstrom aus den Boxen, mäandert durch die Gehörgänge und verbreitet ein Gefühl wohliger Melancholie. Manchmal wird diese Wohligkeit aber durchbrochen, dann fängt das Cello an, böse zu knarzen, und die Gitarre darf etwas schroffer klingen. Zwar ist die Musik auch in diesen Momenten nicht übermäßig herausfordernd, aber Stücke wie "." (ja, der Titel ist einfach nur ein Punkt) und "7" bieten einen schönen Kontrast zur bis dahin vorherrschenden Wohlfühlstimmung. Und auf "-" werden gar gemäßigt avantgardistische Töne angeschlagen, wenn das Cello relativ freiformatig herumkratzt und -quietscht.

Die russische Band zeigt mit _(-_-)_, dass Postrock trotz nicht zu leugnender Inspiration durch die großen Vorbilder eingeständig klingen kann. Liebhaber der Musik von GYBE oder A Silver Mt. Zion sollten hier einmal reinhören. Das Album, das als physischer Tonträger in einer Auflage von nur 100 Exemplaren erschienen ist, kann man - ebenso wie die EP - kostenlos herunterladen. Hoffentlich gibt es in Zukunft noch mehr von 417.3 zu hören!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 26.1.2012
Letzte Änderung: 26.1.2012
Wertung: 10/15

Zum Seitenanfang

Von: Jörg Schumann @ (Rezension 2 von 2)


Letzthin war ich in London am Christmas Bash von IQ und habe das verlängerte Wochenende zu einem Tagesausflug nach Bletchley Park genutzt. Was das mit 417.3 zu tun hat? Nun. In Bletchley Park arbeiteten im zweiten Weltkrieg etwa 10000 Menschen an der Dechiffrierung des Enigma-Codes.

Muss man 417.3 irgendwie entschlüsseln? Bedeuten die Zahlen und Interpunktionen etwas? Die Laufzeiten der Stücke, die alle auf 00 enden? Steckt ein höherer Sinn dahinter, der die Musik beschreibt? Die Titel verbindet? Wenn ja, dann kann ich ihn nicht entschlüsseln.

417.3 spielen Postrock. Postrock gehört nicht unbedingt zu meinen Lieblings-Stilrichtungen, aber es gibt doch einige Alben, die ich sehr schätze. Ganz vorne stehen Spirit of Eden und Laughing Stock, dann folgt HEX und Gefallen finde ich auch an den Alben von Sigur Rós.

Jetzt regnet es draussen in Strömen und Postrock mit seinem endlosen Fluss an sich stetig wiederholenden Klangmustern würde da eigentlich perfekt zur Stimmung passen. Aber irgendwie werde ich nicht richtig warm mit den Russen. Zu monoton, rigid und uniform präsentieren sie über weite Strecken ihre Stücke, es fehlen die kleinen Überraschungen und Wendungen, die sachten Variationen, oft auch eine Klimax, die der Musik das gewisse Etwas verleihen. Einzig am Ende von +3 und an noch bei einer oder zwei Gelegenheiten wird kurz mal das Tempo verschärft. Viele Stücke sind für mein Dafürhalten zu lang und vermögen die ein oder zwei Ideen diese zu wenig zu tragen. Kompositorisch interessant finde ich einzig "+" und "_", in Teilen auch 8, das stilistisch an rockige Sigur Ros erinnert. Da passiert zudem auch deutlich mehr als beim langen Rest, wo oft minutenlang auf der Gitarre durchgeschrammelt wird.

Postrock ist oft monoton, ich weiss. Aber hier passiert mir über weite Strecken dann doch zu wenig; und die Platte ist zu lang. Bletchley Park war deutlich kurzweiliger. Oder bedeutet es doch etwas, dass mir ausgerechnet die Stücke "+" und "_" am besten gefallen haben?

Anspieltipp(s): + und _
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 22.1.2018
Letzte Änderung: 22.1.2018
Wertung: 7/15

Zum Seitenanfang

Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von 417.3

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2008 -- 10.00 1
2012 2 10.00 1

Zum Seitenanfang

© 1999-2018; Das Copyright aller Texte liegt bei den jeweiligen Autoren; Datenschutzerklärung - Haftungsausschluss
Site Map - Startseite - FAQ - Reviews - Leitfaden - Lesestoff - Kontakt - Links
RSS | Impressum