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Squat Club

Corvus

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2011 (Neuauflage Januar 2012)
Besonderheiten/Stil: instrumental; Ambient; Independent / Alternative; Progmetal; Psychedelic; RIO / Avant; sonstiges
Label: Bird's Robe Records
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Josh Ahearn bass
Josh Head bass,vocals,effects
Tim Brown guitar,bazouki
Evan McGregor drums,percussion

Tracklist

Disc 1
1. Corvus 8.55
2. Reticulum 16.44
3. 2.75 Kelvin 12.21
4. Serpens 11.50
5. M44 Beehive Cluster 15.39
6. untitled 14.16
Gesamtlaufzeit79:45


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @


Es heisst, das Quartett sei 2010 nochmals kurz zusammengekommen, um bei zwei Konzerten das Material für die vorliegende Debütscheibe aufzunehmen. Einiges an Studionachbearbeitung und zusätzlichen Aufnahmen war trotzdem nicht zu vermeiden. Eine perfekte Live-Scheibe ist "Corvus" also doch nicht geworden. Dafür aber eine beeindruckende Debüt-CD. Vor den genannten zwei Live-Auftritten existierte die Formation schon irgendwann zwischen 2008 und 2009, um sich danach aufzulösen. Die Behauptungen, die Herren Ahearn, Head, Brown und McGregor bildeten mit Squat Club eine Supergroup, (sollen also schon länger in zumindest im Rock-Untergrund bekannten Formationen aktiv gewesen sein) konnte ich bisher nicht bestätigen. Hinweise dazu werden gerne entgegengenommen.

In der einzigartigen Musik von Squat Club spielt Zeit eine sehr wichtige Rolle. Die Zeit wird als Stilmittel eingesetzt, um die Ruhephasen zwischen den Ausbrüchen sinnvoll zu gestalten. Die postrockig-psychedelischen, gelegentlich auch Ambient-Musik oder Jazziges streifenden Ruhephasen werden stillvoll dafür genutzt, um den Hörer auf die gekonnt in Szene gesetzten Zuspitzungen vorzubereiten. Eine solche energetische Entladung scheint zahlreiche Einflüsse in sich zu bergen: eine Prise Nu Metal a la Tool, ein wenig vom in versetzen Akkordfolgen verliebten Prog im Stil von King Crimson (bzw. Meshuggah), ein Schuss Stoner Rock und Southern Rock und einiges vom psychedelischen Rock. Alles effektvoll und mathematisch genau zusammengerührt, um auch dem erfahrenen Hörer Aufmerksamkeit und Respekt abzuverlangen, so dass er das Gebotene für eine Art psychedelisch-metallischen Math-Rock mit langen Entspannungspassagen halten dürfte.

Das wird auch das Schwierige an den ersten vier Stücken von Squat Club sein: man sollte auf den Punkt gebrachten harten Rock genauso mögen, wie meditativen Ambient-Rock. Ab "Serpens" werden die oben beschriebenen rockigen Zutaten ohne lange Pausen dazwischen präsentiert. In "Serpens" wird auch der Gesang (in diesem Fall salbungsvoller, weiblicher Chorgesang) zum ersten und letzten Mal wiederholt eingesetzt. Überraschenderweise kommen in dem Stück auch kurze Hardcore-Metal-Teile zum Vorschein, die neben den Elementen des Mathrock, Progmetal, Jazz und Postrock als ebenso gut kalkulierterter, wie kurzer Kontrast wirken.

Was auch immer zwecks Werbung für Squat Club behauptet wird, "Corvus" hat die Aufmerksamkeit der Avant-Prog-Hörerschaft ganz sicher verdient. Denn eine Musik, die durch eine Verbindung vom minimalistischen Postrock mit in einigen Stücken doch vergleichweise seltenen rockigen Momenten dem Hörer viel Geduld und Toleranz abverlangen kann ist wohl am ehesten als Avant-Prog zu bezeichnen.

Wer eindrucksvoll dargebotenen Avant-Mathrock mehr schätzt, als musikalischen Minimalismus, soll mit den hervorragenden "Serpens" und "M44 Beehive Cluster" beginnen und dann prüfen, inwieweit ihn der Rest der Scheibe auf eine harte Geduldsprobe stellt. Oder sich auf eine nicht immer temperamentvolle halbe Stunde mit den ersten vier Stücken einstellen, bis mit "Serpens" ein Highlight kommt, um danach mit dem ethnisch und jazz-rockig eingefärbten Post-Math-Rock von "M44 Beehive Cluster" weiterzumachen. Mit "untitled" kommt abschliessend ein Ambient-Drone-Stück, das als "Weisses Rauschen" bei den meisten Rock-Hörern wahrscheinlich nur Unverständnis ernten wird.

Anspieltipp(s): Serpens
Vergleichbar mit: laut Plattenfirma: Isis,Meshuggah,Battles,King Crimson,Periphery
Veröffentlicht am: 28.1.2012
Letzte Änderung: 29.5.2014
Wertung: 12/15

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