Litai
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Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| Stefano Bellan |
Drums |
| Mattia Della Pozza |
Sax |
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| Francesco Piraino |
Guitars |
| Michele Zavan |
Bass, Voice |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Vadapianov
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7:14
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| 2. |
Bagnasco
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8:14
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| 3. |
Babinia
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6:00
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| 4. |
Cantico
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6:57
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| 5. |
Hybris
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6:40
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| 6. |
Olio Su Tela
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6:23
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| 7. |
Oltraggio
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5:25
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| 8. |
Kamasutra Gong
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3:56
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| Gesamtlaufzeit | 50:49 |
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Rezensionen

Litai kommen aus Venedig, wo die Musiker Anfang 2008 zusammen fanden. Zwei Jahre später erschien eine erste EP. Ebenfalls 2010 beteiligte man sich an der 15. Ausgabe des Festivals "Omaggio a Demetrio Stratos" und gewann dort einen der ersten Preise. 2012 legte die Band schließlich ihr selbstbetiteltes Studioalbum vor, welches im April von Lizard Records veröffentlicht wurde.
Prog-Jazz-Rock machen Litai, so kann man es - wenn man des Italienischen mächtig ist - auf der Internetpräsenz von Lizard Records nachlesen. In der Tat, auch ich würde die auf "Litai" zu findende Musik so bezeichnen, vereinfacht vielleicht als Jazzprog. E-Gitarre, Bass und Schlagzeug, meist auch ein Saxophon rocken hier jazzig umeinender, durchaus komplex und aufwändig instrumentiert. Gewisse verspielt-verquerere Crimsoneske Muster tauchen immer wieder auf, anderes hat leichten Canterbury-Flair. Diverse gesprochene Einlagen und Rezitationen, exaltiert-bizarr oft, sorgen für eine gewisse dadaistisch-absurde Atmosphäre, Abwechslung und eigenen Charakter.
"Litai" bietet somit einen modernen Jazzrock, der deutlich progressive Züge trägt, moderat frickelt und ab und zu auch in postrockige Gefilde gerät. Einige melodisch-medievale Einschübe sind noch zu vermelden, ebenso recht geradlinige, dann meist vom Sax dominierte Jazzmomente, doch wird das alles sehr farbig und rund miteinander verwoben. Die Musik treibt dicht, wenn auch eher unaufregend dahin, rockt dabei aber durchaus druckvoll voran, gerät ab und zu auch in etwas stürmischere Gewässer, besticht aber vor allem durch die Virtuosität und Eleganz mit der sie vorgetragen wird (vor allem von Gitarre und Bass) und die komplex-verspielte Instrumentierung.
Wer jazzig-crimsonesken Prog schätzt und sich nicht an Italienern stört, die immer mal wieder wirres Zeug rezitieren oder ins Mikro schreien, der sollte hier einmal reinhören! Schönes Cover!
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
20.5.2012 |
| Letzte Änderung: |
21.5.2012 |
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Um Achims Schlussabsatz aufzunehmen: an Italienern, die wirres Zeug rezitieren oder ins Mikro schreien, störe ich mich ganz und gar nicht! Ganz im Gegenteil, ich liebe es, wenn Leute (egal ob Italiener oder andere Nationalitäten) wirres Zeug rezitieren oder ins Mikro schreien! Zumindest dann, wenn das Ganze von hochwertiger Musik begleitet wird, und das ist hier der Fall.
Das venezianische Quartett präsentiert auf seinem Debüt einen wunderbaren, komplex-verfrickelten, komplett tastenlosen Jazzprog, der vielfach crimsoide Einflüsse aufweist. Dabei agiert die Band nicht ganz so kantig und sperrig wie manch andere Vertreter dieses Genres. Auch wird die Musik nicht besonders laut, bleibt auch meist in gemäßigtem Tempo. Streckenweise klingt es gar locker und entspannt! Aber auch in solchen Passagen erfreut man sich an verzwirbelten Läufen von Gitarre und Bass, dem variablen Getrommel, dem feinen Getröte. Und natürlich an den erwähnten Lautäußerungen, die von sanftem Flüstern bis zu aggressivem Geschrei reichen. Die Stimme wird dabei öfters auch noch elektronisch verfremdet. Das Ganze wird freilich so sparsam eingesetzt, dass es nicht zum billigen Effekt verkommt.
Erfreulicherweise wird die Musik gelegentlich doch mal etwas wilder und streift dabei auch avantgardistische Bereiche. Für Liebhaber crimsoider Klänge ohne Aversion gegen stimmliche Eskapaden genau das Richtige!
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
19.7.2012 |
| Letzte Änderung: |
19.7.2012 |
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