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La Desooorden

El Andarín

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2012
Besonderheiten/Stil: Jazzrock / Fusion; Klassischer Prog; Latin; RetroProg; RIO / Avant; Worldmusic / Ethno
Label: Eigenproduktion
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Alfonso Banda Mayor electric guitar, e-bow guitar
Fernando Altamirano Barria vocals
Francisco Martín Subercaseaux bass, trompe, didgeridoo, berimbau
Henry Vélix Matus trumpet arrangements
Karsten Contreras Kusch vocals, pifilka, caxixi, claves, cowbell, waterstick, matraca, samba whistle, didgeridoo, zampoña, flute
Peter Pfeiffer Jakob tenor, baritone & soprano saxophones, quena
Rodrigo González Mera drums, percussion

Gastmusiker

Benjamín Ruz violin
Cristopher Hernández trumpet
Alejandra Zolezzi backing vocals (13)
Francisca Martín moaning chant (11)
Josefina Banda moaning chant (11)

Tracklist

Disc 1
1. Clave Anfibia 1.07
2. Campante Andarín 3.00
3. Viento De La Llanura 0.15
4. Puerto Allende La Pampa 5.28
5. Las Alturas Reflejan Los Aires 5.55
6. Sueños De Carnaval 3.57
7. Iniciación En La Selva 1.42
8. Ayahuasca 3.23
9. Sombras Y Fuego 0.22
10. El Rescate De Mí Mismo 3:50
11. Las Armas Y Las Guaguas 5.53
12. Llegando A Los Llanos 2.31
13. Escape De La Favela 5.54
14. Preámbulo De Lluvias 2.41
15. El Perro Que Me Guía Alegre 7.15
16. Mi Jardín Interno 3.19
Gesamtlaufzeit56:32


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @


Das Erscheinen von "El Andarin" wurde bereits 2008 angekündigt und ursprünglich auch fürs gleiche Jahr geplant.

Im April 2012 gab die Formation dann ihre Auflösung bekannt. Als Abschiedsalbum ist kurz darauf "El Andarin" erschienen. Angeblich geht es im Konzept von "El Andarin" um eine Reise durch den südamerikanischen Kontinent, die dann in spanischer Sprache besungen wird. Leider bin ich auf meiner Internet-Suche und beim Betrachten des "El Andarin"-Digipaks ausschließlich auf die Muttersprache des Don Quijote gestoßen, was die Angaben zu Le Desooorden betrifft. Bis ich den Multimedia-Teil der CD mit Angaben und Songtexten in englicher Sprache entdeckt habe.

Für den in der Internepräsenz fehlenden Internationalismus wird der Hörer durch die originelle und kurzweilige Musik entschädigt. Die Songs verbinden komplexen Progressive Rock mit südamerikanischer Rhythmik, Chanson-Passagen treffen auf Jazz-Rock-Akzente, Kammerprog-Anleihen stehen neben Folklore der Chilenen und der World Music. Die vielfältigen Songs werden von der agilen Bläsersektion in Zusammenarbeit mit der vielseitig agierenden elektrischen Gitarre und dem passenden, aber nicht sonderlich auffallenden Gesang getragen. Einige Einfälle - wie die immer wieder auftauchenden harten Akkordfolgen oder die eigensinnigen Saxsolos - zeigen eine Geistesverwandtschaft mit Avantprog. Kollegen wie Akineton Retard, Present und Deus Ex Machina scheinen da manchmal um die Ecke zu lugen."Campante andarin" integriert ausnahmsweise mal Bluesrock ins Gesamtbild. Man wechselt auch gekonnt zwischen Temperament und Melancholie, zwischen rockiger Härte und jazz-rockiger Raffinesse. In den kurzen, World Music gewidmeten Teilen wird gerne Didgeridoo eingesetzt. Entweder man möchte sich doch global geben, oder auf irgendwelche Verbindungen zwischen Chile und Australien hinweisen. In "Escape De La Favela" gewinnen die lateinamerikanischen Einflüsse stellenweise die Oberhand, so dass die Nummer nach einer Begegnung zwischen Carlos Santana und Avantprog klingt.

Die meisten der mir bekannten Versuche der europäischen Progmusiker südamerikanische Musik mit Progressive Rock zu verbinden - wie z.B. diese von Patrick Moraz und Steve Hackett - fielen meines Erachtens nicht immer überzeugend aus. Statt beispielsweise die Arrangements von den Rhythmen überfluten zu lassen, setzen die Le Disooorden meistens auf dezente Andeutungen, die ihrem Progressive Rock die besondere regionale Note verleihen.

Den Chilenern von Le Disooorden ist es auf überzeugende Weise gelungen die Traditionen des europäischen Progrock - allen voran sollten da wohl King Crimson und Van der Graaf Generator genannt werden - mit der Melodik und den Rhythmen der südamerikanischen Folklore zu verbinden. Sehr schade, dass die originelle Stimme von Le Desooorden jetzt wohl für immer verstummt.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 17.6.2012
Letzte Änderung: 17.6.2012
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von La Desooorden

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2007 Ciudad De Papel 13.00 1

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