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Overhead

of sun and moon

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2012
Besonderheiten/Stil: HardRock; New Artrock; RetroProg
Label: Progressive Promotion Records
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Alex Keskitalo vocals, flute
Jaakko Kettunen guitar
Janne Pylkkönen bass, backing vocals
Tarmo Simonen keyboards
Ville Sjöblom drums, backing vocals

Tracklist

Disc 1
1. Lost Inside 2 4:57
2. Berlin 4:11
3. An Afternoon of Sun and Moon 5:15
4. Aftermath 5:11
5. Syriana 4:05
6. Grotte 3:38
7. Last Broadcast 6:17
8. Alive 7:46
9. Angels ans Demons 7:24
Gesamtlaufzeit48:44


Rezensionen


Von: Thomas Kohlruß @


Die Finnen Overhead sind ja durchaus bedächtige Arbeiter. Normalerweise bringen sie ihre Alben in einem Dreijahres-Rhythmus zu Gehör, diesmal hat es gar vier gedauert. Diese bedächtige Arbeitsweise mündet aber in Qualität und so dürften die Fans damit zufrieden sein. Und tatsächlich stellt „of sun and moon“ - die erste Veröffentlichung der Finnen auf dem noch relativ jungen deutschen Progressive Promotion-Label – wiederum eine positive Weiterentwicklung gegenüber den bisherigen Werken dar. Evolution nicht Revolution heißt hier das Motto.

„of sun and moon“ legt immer mal wieder eine Schippe 'Härte' drauf, so dürfen die Gitarren gleich zu Beginn und immer wieder im Verlauf des Albums ordentlich zupacken, mal geradezu metallisch riffen, aber auf jeden Fall einen ordentlichen Schuss Hardrock beisteuern. Die Tasten halten mit verspielten Klängen und Flächen dagegen und agieren mal symphonisch, mal neoproggig mit Augenzwinkern, mal ganz klassisch mit Retro-Sounds tief aus den 70ern. Kleine Gimmicks wie das lupenreine Honky-Tonk-Rock'n'Roll-Piano im Schluss-Track inbegriffen. Gitarre und Tasten solieren immer wieder mit Spaß und Verve. Und dann ist da noch die Flöte. Zunächst kaum wahrnehmbar, setzt Sänger Keskitalo mit seiner Flötenarbeit immer mehr Akzente. Er lässt das Gebläse heftig riffen, mal in Jethro Tull-Manier, mal eher psychedelisch-verträumt. Rhythmisch geht es nicht langweilig, aber doch eher geradlinig zur Sache, auch wenn zwischendurch immer wieder lustige „galoppierende“ Rhythmen eingebaut werden. Das verleiht aber dem Album mit seinen modernen Charakter, kleine spacig-psychedelische Momente inbegriffen.

Und der Gesang passt auch wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge. Alex Keskitalo scheint an Variabilität gewonnen zu haben und lebt dies mit euphorisch-kraftvollen, teils hymnischen Gesang voll aus. Voller Emotionalität und Sanges-Freude schlägt er den Hörer in seinen Bann.

Nach rasantem Beginn steuert „of sun and moon“ mit dem verspielt-rockigen Instrumental „Grotte“, in dem sich Gitarre und Flöte auf das Feinste duellieren, einem ersten Höhepunkt zu. Danach setzt die traurig-melancholische Ballade „Last Broadcast“ einen gelungenen Kontrapunkt, bevor die beiden abschließenden epischen Rocker „Alive“ und „Angels and Demons“ für einen mitreißenden Schluss-Akt sorgen.

Overhead gelingt es aufbauend auf den Ideen des klassischen Progressive Rock eine eigene, ungemein modern klingende, verspielte Version mitreißender Rockmusik zu kreieren. Das macht die Band und dieses Album zu einer besonderen Erscheinung. Vage Vergleiche mögen vielleicht die Hamburger Sylvan in ihren rockigeren Momenten oder aber die Amerikaner Echolyn mit ihrer zeitlos schönen Rockmusik sein (eher so eine gefühlte Nähe, nicht direkt konkret musikalisch), aber eigentlich sind die Finnen ein ziemlich eigenes Ding. Ach ja, die Welt ist schön.

P.S.: Das Album kommt in einem lässigen Gimmick-Cover. Das mehrfach aufklappbare Digipak ist mit 3D-Zeichnungen geschmückt, die mal kurios, mal monströs, den Hörer (oder hier Betrachter) anfallen (die Brille zum Betrachten ist inklusive). Nette Idee auch die Vorbesteller namentlich im Innenteil zu erwähnen.

Anspieltipp(s): Aftermath, Grotte, Alive
Vergleichbar mit: siehe Text
Veröffentlicht am: 24.6.2012
Letzte Änderung: 24.6.2012
Wertung: 12/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Overhead

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2001 Zumanthum 10.00 1
2005 Metaepitome 11.50 2
2008 And We're Not Here After All 11.00 2
2009 Live After All 9.00 1

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