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Harvest

Chasing Time

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2012
Besonderheiten/Stil: Independent / Alternative; Neoprog; Rock / Pop / Mainstream
Label:
Durchschnittswertung: 8.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Jordi Amela keyboards
Monique van der Kolk vocals
Alex Ojea drums
Jordi Prats guitars
Roger Vilageliu bass

Gastmusiker

Steven Rothery slide and solo guitars (6)
Alan Reed vocals (5)

Tracklist

Disc 1
1. Roundabout 5:23
2. Intuition 4:33
3. The Spell 3:28
4. The Machine 5:24
5. Time Lapse 5:21
6. In Debris 4:32
7. Yesteryear 3:13
8. Unknown Skylines 5:34
9. Silent Run 6:23
10. Stars 8:12
Gesamtlaufzeit52:03


Rezensionen


Von: Christian Rode @ (Rezension 1 von 2)


Dieser Band aus der katalanischen Hauptstadt Barcelona mit ihrer holländischen Sängerin hört man die Frische und Modernität sehr deutlich an. Dabei verliert sie sich nicht in trendigen Spielereien, sondern musiziert auf einem sehr soliden Fundament von oft treibendem, poppigem Rock mit klarem Indie- und etwas Neoprog-Einschlag, weit weg von allem Retrosound. Die Stücke sind fast durchweg klar strukturiert und eingängig umgesetzt, ohne peinlich zu klingen.

Als musikalische Vorbilder fallen mir die späten Marillion gepaart mit The Gathering ein. Die Holländerin Monique van der Kolk changiert dabei gesanglich zwischen einerseits mädchenhaftem, hellem, andererseits kraft- und druckvollem sowie weichem, leicht rauchigem Gesang, der in allen Varianten sehr angenehm ins Ohr geht.

In der Mitte des Albums geben sich gleich zwei in der Neoprog-Szene nicht gerade Unbekannte die Ehre. Dass Steve Rothery an der Gitarre sein Bestes gibt, ist mehr eine nette Geste der Band gegenüber, denn Jordi Prats ist selbst ein versierter, gefühlvoller Gitarrist. Im Duett von Monique van der Kolk mit Alan Reed hingegen erleben wir die musikalische Umsetzung einer zu Herzen gehenden, sacht philosophierenden Schmonzette.

Der Longtrack „Stars“ zeigt schließlich mal so richtig, warum Harvest auf eine Progressive-Rock-Seite gehören. Mit ruhigen, glockenspielartigen Tönen beginnend, steigert sich das Stück peu a peu zu einem Neoprog-Sahnestückchen, das den Vergleich mit den besseren Marillion-Werken der letzten Jahre nicht zu scheuen braucht.

Fans genannter Bands dürften ihre Freude an dieser munteren CD haben. Das einzig Mediterrane an dieser Musik ist übrigens die lichte Leichtigkeit mit der sie unterhält.

Anspieltipp(s): Roundabout, Stars
Vergleichbar mit: The Gathering, Marillion
Veröffentlicht am: 28.6.2012
Letzte Änderung: 28.6.2012
Wertung: 10/15

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Von: Thorsten Gürntke @ (Rezension 2 von 2)


Harvest aus Spanien bieten uns weichen Pop-Prog-Rock mit charmanter weiblicher Stimme. Ich gebe zu, dass ich so meine Schwierigkeiten mit weiblichem Gesang habe, kleinere Ausnahmen wie z.B. The Gathering bestätigen diese Regel nur. Den Vergleich des Kollegen mit eben jenen Holländern finde ich etwas hinkend, allein schon aufgrund unterschiedlicher musikalischer Ausrichtung. Zudem empfinde ich den Gesang einer Anneke van Giersbergen deutlich charismatischer. Aber kommen wir mal auf Harvest zu sprechen.

Pop-Prog schrieb ich oben. In der Tat ist das Album sehr eingängig und leicht verdaulich. Böse gesagt könnte man auch von Kaufhausmusik sprechen. Diese Scheibe hat dann aber doch nicht den kommerziellen Charakter von eben jener Musik und schrammt deshalb gerade so daran vorbei. Meistens wird leichtfüßig im 4/4 Takt ohne jegliche Schnörkel musiziert, oft übernimmt das Piano charismatische Melodien. Die Gitarren nehmen meiner Meinung nach einen zurückhaltenden Part ein. Hier und da würde ich mir mal einen Hauch mehr Rockattüde wünschen.

Was ist denn dann nun proggig an dem Album? Tja, das ist nicht so ganz leicht zu beantworten, vielleicht die Gastmusikerauftritte? Prog findet sich verhältnismäßig wenig auf dem Werk. Wenn man akustisch spielt, dann klingt es teilweise ein wenig nach Enchant, wenn die ihre ruhigen Momente haben. Aber sonst?

Wenn ich in dieses Album reinhören würde, um mir ein Bild zu machen, ob ich es kaufen soll, würde die Entscheidung für mich eindeutig dagegen ausfallen. Harvest sind mir eindeutig zu mainstreamig unterwegs und bieten mir zu wenig Überraschungen.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 28.7.2012
Letzte Änderung: 27.7.2012
Wertung: 7/15

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Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2009 Underground Community 9.00 2

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