ALT
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Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| Peter Hammill |
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| Hugh Banton |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Earlybird
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4:01
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| 2. |
Extractus
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1:39
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| 3. |
Sackbutt
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1:54
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| 4. |
Colossus
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6:33
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| 5. |
Batty Loop
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1:11
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| 6. |
Splendid
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3:46
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| 7. |
Repeat After Me
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7:37
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| 8. |
Elsewhere
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4:17
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| 9. |
Here's One I Made Earlier
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5:41
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| 10. |
Midnite Or So
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3:32
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| 11. |
D'Accord
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2:25
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| 12. |
Mackerel Ate Them
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4:47
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| 13. |
Tuesday, the Riff
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2:42
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| 14. |
Dronus
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10:37
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| Gesamtlaufzeit | 60:42 |
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Rezensionen

Ein komplett instrumentales Album ist sicher nicht das, was man unbedingt von einer Band wie Van der Graaf Generator erwarten würde, ist doch der expressive Gesang von Peter Hammill eines der Markenzeichen der Band. Aber schon das 2005 erschienene Reunion-Album Present enthielt auf der zweiten CD ausschließlich instrumentale Stücke, und die Aufnahmen auf ALT schließen nahtlos daran an.
Zwar beginnt das Album mit idyllischem Vogelgezwitscher, aber was danach kommt, ist alles andere als idyllisch. Das heißt, der Liebhaber experimenteller Klänge fühlt sich hier sehr wohl wie in einer Idylle! Die Stücke entstanden überwiegend improvisiert, manchmal bei Soundchecks, manchmal auch einfach als Klangexperimente. Letzteres trifft auch gut, was man hier zu hören bekommt. Mit dem, was man sich üblicherweise unter Van der Graaf Generator vorstellt, hat die Musik auf ALT praktisch nichts zu tun. Das reicht von halbwegs nachvollziehbaren Jams bis zu völlig aufgelösten Klangstrukturen, in denen Orgel, Schlagzeug und Gitarre bzw. Klavier scheinbar zusammenhanglos nebeneinander her laufen und sich doch bei genauerem Hinhören zu einem faszinierenden Ganzen vereinen. Hugh Banton scheint dabei öfters die Orgel mittels Effektgeräten zu verfremden, und Evans setzt bisweilen offensichtlich elektronische Percussion ein (etwa in Colossus), was der Musik zusätzlich faszinierende Klangfarben verleiht. Und wenn Hammill auf der Gitarre langgezogene Klangschleifen erzeugt wie in Here's One I Made Earlier, klingt es schon etwas nach Soundscapes.
Die Stücke sind überwiegend recht kurz gehalten und wirken damit vielfach eher wie Klangskizzen. Neben allerlei verqueren Klängen gibt es dabei auch Momente der Ruhe, etwa Repeat After Me, eines der wenigen längeren Stücke auf diesem Album. Ein fast schon impressionistisch anmutendes Klavierstück. Beim abschließenden Dronus, dem mit 10 Minuten längsten Stück, wird dann schon die Grenze zur Ambient Music gestreift. Das Stück besteht praktisch nur aus langgezogenen Klangschleifen, deren Herkunft sich nicht immer klar erkennen lässt, und zu denen Evans nur gelegentlich etwas auf dem Schlagzeug herumpoltert.
Als Fazit sei ein Satz von Peter Hammill zitiert: "Even by Van der Graaf Generator standards, this stuff's at the whacky end of the scale!". Dem kann ich nur zustimmen! Nicht jeder VdGG-Fan dürfte von ALT begeistert sein.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
1.7.2012 |
| Letzte Änderung: |
1.7.2012 |
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Ich gebe gerne zu, dass ich so meine Schwierigkeiten mit Improvisations-Alben habe. Der Prozess der Komposition und dann das Nachhören eben dieser kompositorischen Strukturen ist schon ein wichtiger Teil meines Kunst- und Musikverständnisses. Da bin ich nun nicht gerade wild darauf, dass eine meiner Lieblingsbands, noch dazu mit einem der charismatischsten Sänger aller Zeiten ausgestattet, ausgerechnet ein improvisiertes Instrumental-Album vorlegt. Böswillig formuliert: Mitschneiden im Probenraum ist ja okay, aber daraus dann ein Produkt für den Fan zu machen ist nicht nett. Trotzdem fügte ich natürlich auch „ALT“, wie alle VdGG-Alben zuvor, meiner Sammlung zu (man muss auch zu seinen Abhängigkeiten stehen).
“Als Fazit sei ein Satz von Peter Hammill zitiert: "Even by Van der Graaf Generator standards, this stuff's at the whacky end of the scale!". Dem kann ich nur zustimmen! Nicht jeder VdGG-Fan dürfte von ALT begeistert sein.“ schreibt Kollege Jochen. Ihm stimme ich sofort zu, ja, „ALT“ dürfte den einen oder anderen vor den Kopf stoßen (man kann das auch bei den Kollegen von progarchives.com sehen, dort liegt „ALT“ in der Durchschnittsbewertung über eine Noten-Stufe hinter allen anderen VdGG-Alben und es gibt teils sehr bissige Kritiken). Peter Hammill kann ich dagegen nur zurufen: „Exzentrisches Ende der Skala? – Nein! Außerhalb der Van der Graaf-Skala!“ Wenn es die zweite Scheibe von „Present“ nicht gäbe, würde man „ALT“ vielleicht gar nicht als VdGG-Album erkennen.
Aber genug des Meckerns. Letztlich liefern die drei Musiker ein zumindest in Teilen faszinierendes Album ab. Wenn man die Van der Graaf-Brille ablegt (oder alternativ die Hammill-Stöpsel aus den Ohren nimmt), dann offenbaren sich passagenweise interessante Klangkaskaden, kurioses durcheinander purzeln von Klänge und Geräuschen, schräges Umschmeicheln fetter Orgelriffs mit Gitarren-Soundscapes und irrlichternder Rhythmusarbeit. Gerade Evans wirkt öfters völlig entrückt, wie er Felle, Becken, Trommeln freiformatig bearbeitet. Und Banton spielt sich mit den sonst so geschmähten Synthesizern (oder ist das alles Hammill?), was manchmal durchaus spannende Sphärenklänge gebiert, manchmal aber auch unfreiwillig komisch daher kommt (die Synthie-Bläser in „Colossus“ sind einfach nur peinlich; das Vogelgezwitscher zu Beginn irgendwie nervig… okay, das war schon wieder Mecker). Wenn die Band nicht nur klangforschend vor sich hin musiziert, sondern wenigstens knackige Tonkaskaden gepaart mit netten Riffs erzeugt (mein persönlicher Höhepunkt, dass sehr sprechend betitelte „Tuesday, the Riff“), dann gerät „ALT“ auch für den improv-aversen Hörer durchaus interessant.
"ALT" gefällt mir vielleicht insgesamt besser als das zweite Album von "Present". Trotzdem bin ich enttäuscht, ein solches Album als neues Van der Graaf Generator-Werk vorzufinden. Ist ja mal ganz interessant, aber auf Dauer bevorzuge ich dann doch den ja eigentlich schon verzwirbelt daherkommenden, auch heute noch recht innovativen, ganz eigenen Progressive Rock mit Gesang der Drei.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
16.8.2012 |
| Letzte Änderung: |
16.8.2012 |
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