Isolation
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Caerllysi Music |
| Durchschnittswertung: |
11/15 (1 Rezension) |
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Besetzung
| Antony Kalugin |
keys, vocals, programming, percussion |
| Zhenya Lenkov |
lead and back vocals |
| Viktoria Osmachko |
lead and back vocals |
| Andrey Kobylyanskiy |
guitar |
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| Alexandr Pavlov |
guitar |
| Sergiy Balalayev |
drums |
| Oleg Prokhorov |
bass |
| Roman Gorielov |
acoustic guitar, back vocals |
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Gastmusiker
| Max Velichko |
guitar (4) |
| Sergey Kovalov |
back vocals |
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| "Bon Virage" |
child vocals (2,9) |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
No-name Town
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4:01
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| 2. |
Shall We Run
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4:24
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| 3. |
64
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4:36
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| 4. |
The Great Me
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5:53
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| 5. |
Berlin & Leningrad
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10:07
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| 6. |
Isolation (part 1)
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1:19
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| 7. |
Isolation (part 2)
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10:02
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| 8. |
Isolation (part 3)
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5:01
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| 9. |
Isolation (part 4)
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10:43
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| Gesamtlaufzeit | 56:06 |
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Rezensionen

Mit jedem Album verändern sich die Gewichte im Bandnamen... inzwischen ist „Antony Kalugin Project“ nur noch eine kleine Randnotiz, während Sunchild in großen Lettern vorne auf dem Digipak prangt. Reden wir also von Sunchild, welches mit „Isolation“ sein fünftes Studioalbum veröffentlicht. „Isolation“ war ursprünglich als Teil des „The Wrap“-Albums geplant, entwickelte sich dann aber eigenständig. Inhaltlich wird die Geschichte zweier Charaktere, männlich und weiblich, die mit „The Gnomon“ begonnen und mit „The Wrap“ fortgeführt wurde, weitergesponnen. Die beiden Charaktere werden getrennt, eben isoliert, und kämpfen nun um ihren Platz in der Welt. Die Texte drücken durchaus ein Stück Zivilisationskritik aus, auch wenn es sich hier sicherlich um kein politisches Album handelt.
Musikalisch entwickeln sich Sunchild von ihrer Basis, dem melodischen Neoprog, durchaus ein Stück weiter. Die Keyboards sorgen für Flächen, Zwischenspiele und allerlei Soundgimmicks, bleiben dabei aber immer geschmackvoll und eher dezent. Viel dominanter ist da schon die Gitarrenarbeit, die hymnische Soli, zupackende Riffs und allerlei flinke Läufe zu bieten hat. Das erdet die Musik und bietet einen schönen Kontrast zu den überwiegend auf Wohlklang getrimmten Melodien. Die Rhythmusfraktion legt dazu einen sanft pulsierenden Teppich. Kompositorisch ist Kalugin aber auf der Höhe der Zeit und schreibt sich und seinen Musikern modernen, verspielten Rock auf die Instrumente, der filmmusikartig weit ausholt und immer wieder neue Stimmungen heraufbeschwört. So sind die Arrangements farbig und abwechslungsreich, bauen immer wieder geschickt Spannung auf, die sich dann auch folgerichtig meist in symphonischen Parts entlädt. Reichhaltige Musik, die zu keinem Zeitpunkt kitschig oder überladen wirkt.
Besonders gelungen ist auch der gesangliche Vortrag. Sänger und Sängerin durchleben die Songs eher wie Schauspieler und schildern plastisch die Gefühlswelt der Protagonisten. So kann der Hörer an Melancholie, Frustration, Verzweiflung, aber auch Hoffnung teilhaben.
Wie fast immer bei Sunchild halten sich landestypische Elemente in engen Grenzen, Folklore ist nicht das Ding von Kalugin. Eher schon baut er neben seinem melodischen Rock mal auf kammermusikalische Einschübe, beatleske Melodien oder floydsche Passagen. Und der monumentale Schluss-Chor erinnert irgendwie an Musiktheater, skurril, aber passend. Kalugin agiert mit seiner Gruppe erstaunlich eigenständig, auch wenn natürlich Einflüsse sowohl aus den 70ern (Camel, Pink Floyd), 80ern (britischer Neoprog, Peter Gabriel) und 90ern (polnischer Neoprog) spürbar sind (obwohl man natürlich nie so genau weiß, was davon der Künstler möglicherweise kennt oder auch nicht).
Insgesamt ist „Isolation“ ein hörenswertes Werk der symphonisch-melodischen Seite 'unserer' Musik geworden. Die bunten Arrangements und die instrumentalen Leistungen unterhalten aufs angenehmste, nur wer nach Widerhaken und – natürlich – wirklich neuem sucht, der wird nicht so recht zufrieden sein.
| Anspieltipp(s): |
Berlin & Leningrad, Isolation (part 2) |
| Vergleichbar mit: |
siehe Text |
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| Veröffentlicht am: |
1.7.2012 |
| Letzte Änderung: |
1.7.2012 |
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