Moyen-Âge
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
ArtDisto |
| Durchschnittswertung: |
11.5/15 (2 Rezensionen) |
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Besetzung
| Tristan Décamps |
keyboards, piano, vocals, backing vocals |
| Hassan Hajdi |
guitar |
| Thierry Sidhoum |
bass |
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| Benoît Cazzulini |
drums, percussion |
| Christian Décamps |
vocals, guitar, keyboards |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Tueuse à gages
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4:06
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| 2. |
Le premier arrivé attend l'autre
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4:17
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| 3. |
Opéra-bouffe ou la Quête du Gras
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5:55
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| 4. |
Les mots simples
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3:35
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| 5. |
Un goût de pain perdu
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7:55
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| 6. |
Camelote
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2:51
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| 7. |
Le cri du samourai
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3:44
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| 8. |
A la cour du Roi Nombril
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10:25
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| 9. |
Les clés du harem
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3:48
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| 10. |
Je ne suis pas ce monde
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8:26
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| 11. |
Entre les gouttes
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7:16
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| 12. |
Abracadabra
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5:19
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| Gesamtlaufzeit | 67:37 |
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Rezensionen

Es gibt ein neues Studioalbum der französischen Prog-Institution Ange. Wie immer ohne großes Aufheben oder Marketing-TamTam, so dass selbst der interessierte Fan eher zufällig und / oder durch Mundpropaganda davon erfährt. „Moyen-Âge“ („Mittelalter“) ist das inzwischen sechste Studioalbum der Ange 'deuxieme generation'. Die Kerntruppe von Ange ist die gleiche geblieben, bis auf die charismatische Carolin Crozat, die anscheinend die Band (leider) verlassen hat.
„Moyen-Âge“ teilt sich in zwei Teile. Zu Beginn kommen vier Songs, die für sich stehen, dann schließt sich die etwa 50minütige Titelsuite an, die wiederum aus acht Einzelsongs besteht (die allerdings einen eher losen Zusammenhang haben).
So auf den ersten Hör wirkt „Moyen-Âge“ vielleicht weder allzu eingängig, noch richtig mitreißend, aber wenn man dem Album intensiv sein Ohr leiht, dann werden schnell die Qualitäten offensichtlich. In meinen Ohren verbinden sich hier die „klassischen“ Ange der 70er Jahre und die „neuen“, aktuellen Ange auf das Feinste. Die ersten vier Songs sind feinster hymnischer Chanson-Prog in bester Ange-Tradition, ganz sanft um ein paar moderne Klänge (in Sachen Rhythmik und Tastenklänge) angereichert. Christian Décamps beherrscht souverän das Geschehen mit seinem zwar immer noch exaltierten, aber trotzdem weniger „überkandidelten“, Gesang. Die Musiker stricken darum einen locker-flockigen Sympho-Rock-Teppich, der die Songs flott beflügelt. Man fühlt sich wie in einer sanft modernisierten Version von „Emile Jacotey“ oder „Au-delà du délire“.
Die anschließende „Moyen-Âge“-Suite begeistert schließlich mit theatralischem Bombast-Rock, intimen Chanson-Passagen, verspieltem Folk und stellenweise veritablem Hardrock (irgendwann muss Hassan Hajdi auch mal Dampf ablassen). Die Songs überzeugen mit düster-kurioser Atmosphäre, seltsamen Wendungen und verspielten Einfällen, symphonischer Progrock ganz in klassischer Manier, aber eben doch mit zeitgemäßen Arrangements und Klang dargebracht. Insgesamt vielleicht das 'rundeste' Werk der 'neuen' Ange (welches insbesondere auch die alten Fans, die vielleicht bisher mit dem Schaffen des Ange-Kindergartens nicht so viel anfangen konnten, versöhnen sollte).
Kleine Abstriche gibt es für den Verlust von Carolin Crozat, die doch im Gesangsbereich für ordentlich Abwechslung und zusätzliche spannende Momente gesorgt hat, und das Tristan Décamps hier gesanglich sehr im Hintergrund agiert und somit alles auf Christian Décamps zugeschnitten ist. Der 'Alte' ist allerdings in Hochform, so dass das nicht wirklich ein Makel ist. Tristan gleicht einiges durch sein extrem variables und geschmackvolles Keyboard-Spiel wieder aus. Wie überhaupt die Band instrumental hervorragend und auf den Punkt agiert. Voilà, damit ist „Moyen-Âge“ wohl das Beste, was Ange uns seit „Culinaire lingus“ zu Ohren gebracht haben (wenn man verschmerzen kann, das einige der modernistischen Ansätze, die noch den Vorgänger interessant bereichert hatten, wieder verschwunden sind).
| Anspieltipp(s): |
Opéra-bouffe ou la Quête du Gras, Le cri du samourai, A la cour du Roi Nombril |
| Vergleichbar mit: |
klassische Ange im sanft modernisierten Klanggewand |
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| Veröffentlicht am: |
8.7.2012 |
| Letzte Änderung: |
8.7.2012 |
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Am Vorgänger hatte ich ja ein bisschen was zu mäkeln, aber Moyen-âge zeigt die "deuxième génération" von Ange in Topform. Auf die prinzipiell interessanten, aber auf dem Vorgänger zu sehr ausgewalzten Electronica-Anteile hat man hier verzichtet, was nicht heißt, dass man den Sound der Band nicht doch modernisiert hätte; im Gegenteil, Ange haben ihre faszinierende Mischung aus klassischem Progressive Rock, Hardrock und französischem Chanson erfolgreich in ein zeitgemäßes Soundgewand gekleidet.
Die an sich nicht übermäßig komplexen Songs leben von unerwarteten, manchmal etwas schrulligen Wendungen, kommen gelegentlich auch etwas geradlinig rockender (aber immer auf geschmackvolle Art) daher, können aber auch komplett in artifiziell-chansoneske Gefilde abdriften (Les clés du harem).
Dominiert wird das Ganze natürlich wieder vom kraftvollen Gesang Christian Decamps'. Auch der hatte mir auf dem Vorgängeralbum stellenweise etwas zu affektiert gewirkt, hier vermeidet er unpassende Eskapaden und lässt trotzdem die gewohnte Theatralik nicht vermissen. Kurzum, Ange ist mit Moyen-âge ein beeindruckendes Album gelungen, von dem manch andere Band gleichen Alters nur noch träumen kann.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
16.10.2012 |
| Letzte Änderung: |
16.10.2012 |
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