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Vargton Project

ProgXprimetal

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2011
Besonderheiten/Stil: Blues; HardRock; Jazzrock / Fusion; Metal; RetroProg; Worldmusic / Ethno; sonstiges
Label: Lion Music
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Mats Hedberg guitar, sitar, ebow, bass
Morgan Agren drums
Björn Jansson lead voice

Gastmusiker

Alessandro Gwis keyboards, laptop
Giovanni Imparato percussion, voices, animal voices
Lorenzo Feliciati bass
Birgit Andersson Gute voice
Hans Lundin keyboards, organ
Fabrizio Sciannameo bass
Lars Eric Mattsson guitar
Marco Caudai bass
Rune Roland piano

Tracklist

Disc 1
1. Jaipur 5:28
2. Ujevkoszonto 0:48
3. Uggardero jr 6:36
4. Rjoredraggu 2:47
5. Birka Trilogy - I: The Gathering 1:48
6. Birka Trilogy - II: Rendition 4:00
7. Birka Trilogy - III: Defender & Believers 8:57
8. Norrsken 5:31
9. Luorna 7:49
10. Capriccio 1:07
11. U playin On my Drum 5:08
12. Outrott 1:09
13. Allegro Vivace 3:09
14. Digerro jr 1:41
15. Vargton 6:49
16. Naudljaus 4:27
17. Tokeri 1   (bonus track) 5:03
18. Tokeri 2   (bonus track) 3:09
Gesamtlaufzeit75:26


Rezensionen


Von: Thomas Kohlruß @


Wenn man die CD aus der Hülle nimmt (leider nur ein Jewel Case) dann sieht man ein Straßenschild mit der Aufschrift „Toutes directions“ (offensichtlich ein französisches Schild). Das ist aber ungemein passend, wenn man den Inhalt der CD beschreiben möchte. „ProgXprimetal“ (auch dieser Albumname lässt tief blicken) ist ein Album ziemlich außer Rand und Band, welches in viele Richtungen divergiert und sich kaum fassen lässt.

Gitarrist Mats Hedberg wollte unbedingt mit Schlagzeuger Morgan Agren zusammenarbeiten, nachdem er diesen auf einem Album von Fredrik Thordendal (Meshuggah) spielen gehört hat. Gesagt getan, man nannte sich Vargton Project. Bereits 2007 begannen die Zwei mit ersten Sessions. Die Aufnahmen zogen sich dann allerdings häppchenweise bis 2011 hin. Vielleicht erklärt sich so auch die stilistische Vielfalt des Albums? Wer weiß... auf jeden Fall stieß neben zahlreichen Gastmusikern irgendwann Sänger Björn Jansson hinzu, der nun auch festes Mitglied des Vargton Projects wurde. Auf immerhin sieben Tracks ertönt nun die gewaltige Bluesrock-Röhre von Jansson und beendet damit die ursprünglichen Pläne eines reinen Instrumentalalbums.

Bei den gesungenen Tracks ergibt sich nun ein reizvoller Kontrast aus nahezu klassischem, leicht bluesgetränkten Rockshouting und wilden Instrumentalparts, die immer wieder zu versuchen scheinen, die Stimme abwerfen zu wollen. Aber Jansson, gesegnet mit einem Organ, das wie eine Mischung aus David Coverdale und Jorn Lande daherkommt, hält souverän dagegen, zerstört aber den instrumentalen Fluss nicht. So ist gerade der Teil III der „Birka Trilogy“ - „Defenders & Believers“- der Album-Höhepunkt mit kraftvollem Gesang, schrägen Drums-Eskapaden und wilden Gitarrenduellen von Hedman und Lion-Music-Labelchef Lars Eric Mattsson.

Auf „ProgXprimetal“ gibt es vertrackten Jazzrock, rauschende Instrumentalabfahrten, krummtaktiges Schlagzeuggewusel, orientalische Klänge (Hedberg spielt auch die Sitar), Klassikadaptionen, 'aggressive' Soundscapes, flirrende Synthie- und Elektronikklänge, seltsame Sprachsamples und Schamanengesänge und eben nicht zuletzt das kraftvolle Shouting Björn Janssons. Gastmusiker Hans Lundin (Kaipa) steuert gar ein paar kurze symphonische Momente bei. Hervorragend auch das Ringen von Gitarre und Piano in „Allegro Vivace“. Eine wahrlich bunte Mischung, die trotzdem nicht zerrissen wirkt, weil Hedbergs Gitarrenspiel eine Art roten Faden spinnt und Agrens Drumming den fliegenden Teppich dazu legt. Am Schluss gibt es noch zwei Studio-Improvisationen für Gitarre und Schlagzeug, womit das Album endgültig seine schrägsten Momente erreicht, nachdem schon der namensgebende Track "Vargton" die Zügel ganz schön angezogen hat.

„Toutes directions“, Abwechslung pur, ein wahrlich interessantes, fesselndes Album, eben „ProgXprimetal“.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 10.7.2012
Letzte Änderung: 10.7.2012
Wertung: 12/15

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