A New Life
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Denovali Records |
| Durchschnittswertung: |
12/15 (1 Rezension) |
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Besetzung
Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Soliga
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9.16
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| 2. |
Symbiosi
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10.06
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| 3. |
Intrepidation
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9.11
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| 4. |
Ethan
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8.55
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| 5. |
Pregnancy
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8.01
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| 6. |
8th months
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8.44
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| 7. |
Last days
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9.58
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| Gesamtlaufzeit | 64:11 |
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| Disc 2 |
| 1. |
111208
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13.36
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| 2. |
First denti
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8.43
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| 3. |
Psychologically destroing
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12.02
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| 4. |
190305
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9.24
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| 5. |
Acceptance of mental disorder
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16.52
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| 6. |
Endless agony of being sick
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12.49
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| Gesamtlaufzeit | 73:26 |
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Rezensionen

Saffronkeira heißt das Projekt des aus Sardinien stammenden Eugenio Caria. Möglicherweise um ein wenig Verwirrung zu stiften hat man auf dem Cover des ansprechenden Digipaks die Anmerkung platziert, dass alle Kompositionen von einer gewissen Francesca Sanna stammen würden und Herr Caria die Musik nur eingespielt und produziert hätte. Ein Scherz, wie ich annehme. Wie auch immer, das mehrfach aufklappbare Cover versucht mit ein wenig Erfolg die Verringerung der graphischen Präsentationsflächen zu kompensieren, die das Medium CD mal mit sich brachte. Die fließenden, in schwarz-weiß gehaltenen Bilder (Fotos) auf dem Cover ähneln für mich Vergrößerungen von biologischen Strukturen. Die Musik scheint in ihrem fließenden, nicht gerade farbenfrohen Minimalismus einige Gemeinsamkeiten mit den Abbildungen zu besitzen.
Die Titelabfolge von "Pregnancy", "First denti", "Psychologically destroing", "Acceptance of mental disorder" und "Endless agony of being sick" skizziert einen tragischen Lebensablauf. Caria ist keiner, der stets die gleiche Musik machen würde. Seine wandlungsfähige Musik macht auf "A New Life" eine regelrechte Evolution durch, die wahrscheinlich eine Geschichte nachzeichnet.
Herr Caria präsentiert sein Debütwerk auf zwei CD's. Die erste ("Old Life") wirkt fast durchgehend düster und mit sehr viel Raum ausgestattet, während die zweite ("New Life") mit musikalischer Spannbreite zwischen epischer Elektronik, elektronischem Prog, früher Krautkrock-Elektronik und schräger Neo-Klassik doch ein Stück zugänglicher anmutet. Der Künstler erzeugt auf der ersten CD nur selten das, was man allgemein unter Melodien oder traditionellen Strukturen versteht. Der Musiker konzentriert sich lieber aufs Verfremden und Sezieren von herkömmlichen Instrumenten und natürlichen Geräuschen, auf räumlich verteilte rhythmische Gerüste oder auf flirrende, knisternde, rauschende Klänge, bei denen der Hörer entweder seine Vorstellungskraft einsetzen, oder nach ihren Entsprechungen in der sog. Realität suchen kann. Auch Musique concrète und Field Recordings lugen bei einigen Geräuschen um die Ecke. Dies alles wird gelegentlich von melodisch ausgelegten Synthesizer-, E-Piano-, oder Klavier-Motiven unterbrochen.
Bereits das die erste CD abschließende "Last Days" deutet nach langer Finsternis eine Entwicklung in Richtung Ambient-Romantik an. Ein weiteres Beispiel: in "Endless agony of being sick" gelingt die Titelumsetzung mit in repetitive Motive eingebundenen Schlürfgeräuschen. Im weiteren Verlauf des Stückes scheint Caria mit wortlosem weiblichen Gesang und einer Portion symphonischem Bombast bei Vangelis anzuknüpfen. Die celloähnlichen Klänge erzeugen in "First Denti" in Verbindung mit Piano und Perkussion eine Welt zwischen Kammerprog, Elektronik und Postrock-Ambient. Die Männerstimmen in "Psychologically destroying" klingen für mich eher nach Raumfahrt, als nach Krankenhaus. Also beginne ich auch darüber nachzudenken, was der Künstler uns mit den diversen Geräuschen und den später hinzukommenden Babystimmen sagen wollte. Eine Ausrichtung nach Brian Eno kann im zweiten Teil von "Psychologically..." aber nur schwer geleugnet werden. Das trancige Element in "190305" könnte Freunden von Klaus Schulze ein wenig vertraut vorkommen.
Die Rhythmen, die auf beiden CD's zum Einsatz kommen, wirken nie primitiv, sondern folgen auch dem Hang zum Experimentieren. In seiner doch recht breiten Klangpalette legt Caria auf zwei CD's den weiten Weg von Avantgarde-Elektronik zu den (sehr dezent) romantisch und episch beeinflussten Einfällen zurück.
Herrn Caria gelingt es mit "A New Life" eine eigene und zum Denken anregende, ganz besonders auf der ersten CD eine eher schwer zugängliche Welt zu erschaffen, die den Liebhabern von vielseitiger Elektronik zusagen wird. Die epischeren Klänge vorziehenden Elektronik-Fans sollten vielleicht mit der zweiten CD anfangen.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
14.7.2012 |
| Letzte Änderung: |
14.7.2012 |
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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Saffronkeira
| Jahr |
Titel |
Ø-Wertung |
# Rezis |
| 2013 |
Tourette |
11.00 |
1 |
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