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Orcus Chylde

Orcus Chylde

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2012
Besonderheiten/Stil: HardRock; Krautrock; Postrock; Psychedelic
Label: World in Sound
Durchschnittswertung: 9/15 (1 Rezension)

Besetzung

Nico Rausch Guitar
Lukas Kunkel Guitar
Dejan Zivkovic Bass
Tobias Rittes Vocals
David Neuendorf Drums
Felix Gelrich Organ

Tracklist

Disc 1
1. The Day The 7th Angel Came 6.16
2. Valley of Thornes 7.00
3. Orcus Chylde 6.30
4. As Time Will Bury Us All 5.04
5. Over The Frozen Rivers 8.29
6. U Ime/ In the name of 1.41
7. Quiet Walls 7.14
8. Cold Man 6.22
Gesamtlaufzeit48:36


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @


Das Sextett Orcus Chylde aus Aschaffenburg möchte an der Fortsetzung der Traditionen des krautrockigen Hardrocks der 70er arbeiten. So musiziert es dann auch. Umsetzung der Idee also durchaus akzeptabel. Die frühen 70er Jahre-Stimmung lässt sich in diesem Falle nicht zuletzt an der denkmalgeschützt klingenden elektronischen Orgel festmachen, der ich die 60er auch zugetraut hätte.

Die nicht besonders dominante hardrockige Komponente hält sich in den Songs mit balladesken Stimmungen die Waage. Die werden von dem bestens als Markenzeichen geeigneten, leicht weinerlich wirkenden Gesang vorgetragen. Nach heutigen Maßstäben würde man vielleicht vom leicht melancholischen Artrock sprechen, vermischt mit atmosphärischem Folk und rockigen Gitarren. Dies alles wird hin und wieder mit progrockigen Zwischenspielen gewürzt.

Orcus Chylde sind also bestrebt ihre Krautrock- und Hardrock-Wurzeln zu betonen, was sich unter anderem in den Chorgesang-Arrangements äußert. Die Musiker haben sich eine gewisse Frische und Naivität bewahrt, ohne die das Konzept wahrscheinlich nicht glaubwürdig umgesetzt werden könnte. Auch wenn die Band ihre Retro-Gesinnung pflegen möchte, schleichen sich doch immer wieder Einflüsse aus der Gegenwart ein. Vor allem würden die beiden Gitarristen anders musizieren, wenn es inzwischen nicht Alternative, Stoner und Postrock gegeben hätte.

Das für akustische Gitarre, Blockflöte, Tamburin und Sprechgesang arrangierte und sehr kurze "U Ime/In the Name of" wird in einer Sprache aus dem ehemaligen Jugoslawien vorgetragen, was möglicherweise auf den Einfluss des Bassisten Dejan Zivkovic zurückzuführen ist. Die restlichen Songs gibt es auf Englisch zu hören.

Zu den Meisterwerken sollte das titellose Debütwerk wahrscheinlich nicht unbedingt gezählt werden, aber solides und anhörbares Handwerk bietet es allemal.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 15.7.2012
Letzte Änderung: 15.7.2012
Wertung: 9/15

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