Dark Days
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Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| Dave Schmidt |
guitars, basses, drums,synthesizers, organ, tron, drumbox, lalala |
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Gastmusiker
| Pablo Carneval |
drums (3), gong (3) |
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| David Henriksson |
vocals (1) |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Underground
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9:34
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| 2. |
Departure
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6:04
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| 3. |
Surrealistic Journey
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20:18
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| 4. |
Dark Days
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9:05
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| 5. |
Bright Nights
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9:42
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| 6. |
Arriving Nowhere
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16:47
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| Gesamtlaufzeit | 71:30 |
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Rezensionen

Rückblickend gefällt mir das Vorgängeralbum „Kosmonauts“ eigentlich doch besser als man anhand der Reviews auf diesen babyblauen Seiten vermuten könnte. Dennoch wird es die Spacerock-Gemeinde Sula Bassana danken, dass dieser extreme elektronische Goa-Beat wieder aus seinem Klangbild verschwunden ist. Weitgehend.
Gleich der Opener „Underground“ setzt mit seinem treibenden Psychedelic-Rock einen deutlichen Akzent in eher traditionelle Spacerock-Gefilde. Der Gesang lässt auch etwas krautiges Feeling aufkommen. Danach wird es entspannter spacerockig. Während „Departure“ mit flötenden Klängen zunächst sogar noch etwas psychedelisch wirkt, wird dieser Eindruck mit Einsetzen von fettem Bass und Synthie weggewischt. Bald beginnt das Zeigefühl zu verschwimmen. Dieser Eindruck verschärft sich extrem beim Longtrack „Surrealistic Journey“. Verzerrte kosmische Klänge, die Erinnerungen an „2,000 Light Years from Home“ der Rolling Stones oder den frühen Pink Floyd wachrufen, werden mit einem Marschrhythmus unterlegt. Nach 4-5 Minuten zieht das Tempo an und der Sound wird restlos surrealistisch flirrend. Das Ganze ist eine ewig lange Improvisation, die auf einem zugedröhnten Hippie-Festival sicher gut kommt. Die Session will und will einfach kein Ende finden...
Der Titelsong bringt es demgegenüber wieder auf den Punkt: düsterer, repetitiv-spaciger Heavy Rock. Tiefsinnig-paradox heißt es dazu, dass das Gemälde auf dem Cover den Song inspiriert hat, der wiederum das Gemälde inspiriert hat... Eine schöne, treffende Schleife. Das auf Dark Days folgende Bright Nights soll dabei vermutlich schlaflose Nächte simulieren. Es strapaziert schon etwas die Nerven, was da an kosmischen Klängen, in der ersten Hälfte noch ohne Rhythmusinstrumentarium, auf den Hörer losgelassen wird.
Das interessanteste Stück aber hält das Album am Ende bereit: Arriving Nowhere. Was bei „Kosmonauts“ übertrieben wirkte, wird hier in einer relaxten, triphopigen Version mit tribal electronic Beats locker groovend umgesetzt. Dadurch gewinnt der Spacerock, der auf „Dark Days“, v.a. in den endlosen Improvisationen etwas konventionell rüberkommt, eine spezielle Note. In der zweiten Hälfte des Stücks wird dieser Ansatz dann aber auch wieder in einer langen Impro aufgelöst.
Insgesamt stimmt die Mischung auf diesem Album, das auf Material beruht, das in den letzten fünf Jahren entstanden ist und von Eroc gemastered worden ist, auch wenn mir v.a. bei den Longtracks manches etwas zu langwierig erscheint. Geschmackssache.
| Anspieltipp(s): |
Dark Days, Arriving Nowhere |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
17.7.2012 |
| Letzte Änderung: |
17.7.2012 |
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Sula Bassana erlebte ich Anfang 2012 live mit seiner Band Electric Moon, ein Konzert, das ich wegen vorgerückter Stunde und diverser Verpflichtungen des nächsten Tages nur teilweise miterleben konnte. Sein Soloschaffen lerne ich nun mit dieser CD kennen, deren Material, wie mein Vorredner schon erwähnte, im Laufe der Jahre 2007 bis 2012 entstand.
Ob's nun an der unterschiedlichen Entstehungszeit der Stücke liegt oder einfach an der Experimentierlust des Herrn Schmidt, die einzelnen Stücke zeigen sich doch von ganz unterschiedlichen Seiten, auch wenn alle tief in krautig-psychedelischen Klängen verwurzelt sind. Gleich im ersten Stück geht's mächtig zur Sache, eine psychedelische Gitarrenorgie, die ihresgleichen sucht. Departure zeigt klassischen Spacerock Hawkwindscher Prägung mit viel zischender und blubbernder Elektronik über eher monotonen Riffs. Trotz des nicht allzu abwechslungsreichen Aufbaus ein faszinierendes Stück!
Mit dem langen Surrealistic Journey fühlt man sich dann endgültig in eine kiffende Krautrock-Kommune versetzt. Freies Orgelgedröhne, psychedelische Gitarrensounds en masse, das Alles unterlegt mit einer Art Marschrhythmus - muss das so lang sein? Ja, es muss. Gerne auch 30 Minuten. "Viel hilft viel" hat schon mein alter Chemielehrer bei Versuchen gesagt, das ist hier genau so. Wobei diese Musik ihre richtige Wirkung wohl erst dann entfaltet, wenn sie zu vorgerückter Stunde auf Burg Herzberg oder in Finkenbach erklingt. Der Titelsong schwelgt anschließend in wogenden Mellotronklängen, die sich immer wieder aus den grummelnden Gitarrenriffs erheben. Auch dieses Stück ist eigentlich recht monoton aufgebaut, bis es sich gegen Ende in freie Klänge auflöst, aber auch hier trägt diese Monotonie entscheidend zur Wirkung der Musik bei.
Das anschließende Bright Nights fasziniert durch seine nunmehr völlig freie Struktur. Sicher keine leichte Kost, dieses Klanggebirge aus extrem verzerrten Gitarren, in das erst in den letzten zwei, drei Minuten etwas "Ordnung" reinkommt.
Mit dem abschließenden, von Trip-Hop-Rhythmen durchzogenen Arriving Nowhere zeigt Sula Bassana schließlich, dass er nicht komplett in Retro-Klangwelten versunken ist. Wobei man den nunmehr gut 20 Jahre alte Trip-Hop mittlerweile auch schon "Retro" nennen kann, aber im Vergleich zu den doppelt so alten Klängen, die den größten Teil dieses Albums inspiriert haben, ist er immer noch modern.
Man kann, wie bei vielen Produktionen dieses Genres, bekritteln, dass diese Musik nicht sonderlich neuartig (und auch nicht übermäßig komplex) ist. Aber wen kümmert's, so lange sie gut gemacht ist? Für Liebhaber des psychedelisch-spacigen Krautrock ist Dark Days genau das Richtige!
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
19.8.2012 |
| Letzte Änderung: |
31.12.2012 |
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