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Lorenzo Monni

Grey Swans of Extremistan

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2010
Besonderheiten/Stil: instrumental; sonstiges
Label: ZeiT Interference / Lizard Records
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Lorenzo Monni Guitars, Guitar Effects, Bass Guitars, Hair Dryer

Gastmusiker

Luca Visentin Drums, Percussion
Fabio Ricci Drums, Percussion

Tracklist

Disc 1
1. Cascade 5:06
2. Contrary Winds 8:11
3. Doggered of the Deep 7:35
4. The Mysterious Cyclist of Cyclette 5:22
5. Amarcord 5:05
6. The Art of Being Amazed 4:52
7. Mosquitos will defeat FBI 3:05
8. Zeitgeber 5:56
9. Once upon a time in Extremistan 4:48
Gesamtlaufzeit50:00


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Lorenzo Monni wurde zwar Mitte der 80er Jahre in Sardinien geboren, lebt aber seit seinem siebten Lebensjahr im Veneto. Obwohl er eigentlich in Triest Elektrotechnik studiert (hat?), beschäftigt er sich der multiinstrumental tätige Italiener vornehmlich mit dem Herstellen von Klang. Drei Alben hat er bis dato weitestgehend im Alleingang eingespielt: "Death of Future Men" (2007), "Debris" (2008) und "Grey Swans of Extremistan" (2010). Die ersten beiden Alben sind via Monnis Internetpräsenz als Download erhältlich, "Grey Swans of Extremistan" - das auch im Zentrum dieser Rezension steht - wurde von Lizard Records (auf dem Unterlabel ZeiT Interference) auch auf CD veröffentlicht.

Monni spielt auf "Grey Swans of Extremistan" diverse Gitarren und Bässe, oft angeschlossen an diverse Effektgeräte. Dazu kommen in allen Nummern noch zwei Gastperkussionisten, Luca Visentin in den Tracks 1,2,3,5, 6 und 8, Fabro Ricci in den Stücken 4,7 und 9.

Eine Art von modernem Gitarrenprog gibt es auf "Grey Swans of Extremistan" zu hören, der komplex verwoben, mal getragen dahin gleitend, mal angeschrägt lärmend, mal erdig rockend, mal gutgelaunt und leicht jazzig aus den Boxen fließt. Akustisch-filigrane Einlagen, farbige Ethnoperkussion, ambientartig-soundmalende Abschnitte und auch einige verstörende, elektronisch-wüste Momente (man höre z.B. "Zeitgeber", in dem auch ein Harrtrockener als Soloinstrument auftaucht) sorgen für klangliche Abwechslung.

Das Ganze ist in zwei Akte gegliedert, "The Landscape of Extremistan" (die Stücke 1 bis 3) und "Grey Swans" (der Rest). So düster wie das in Grau gehaltene Cover implizieren könnte, so extrem wie der Titel suggeriert und so elektronisch-avantgardistisch-seltsam wie die anderen ZeiT-Interference-Alben ist "Grey Swans of Extremistan" nicht (Ausnahme: das schon erwähnte "Zeitgeber" - sicher die interessanteste Nummer hier). Alles in allem gleitet die Musik dicht vernetzt, filigran und bunt, aber doch recht melodisch und heiter voran. "The Mysterious Cyclist of Cyclette" hat dabei stellenweise sogar eine gewisse Pop-Austrahlung.

"Grey Swans of Extremistan" ist ein druckvoll produziertes Album mit moderner, progressiver, vielleicht nicht überbordend origineller, aber doch sehr unterhaltsamer und abwechslungsreicher Instrumentalmusik. Von Monni könnte noch einiges Interessantes kommen!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 4.8.2012
Letzte Änderung: 17.8.2012
Wertung: 10/15

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