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Eyevory

The True Bequest

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2012 (EP)
Besonderheiten/Stil: ArtPop; Neoprog; Rock / Pop / Mainstream
Label: Eigenverlag
Durchschnittswertung: 9/15 (1 Rezension)

Besetzung

Jana Frank vocals, bass
David Merz guitar, keyboards, programming
Kaja Fischer vocals, flute
Sascha Barasa Suso drums, electronics, percussion

Gastmusiker

Jannes Waterstrat keyboards (4-7)

Tracklist

Disc 1
1. Addiction To Affection 3:30
2. On My Way To Bliss 3:30
3. Black Bird 5:22
4. Blind Understanding 4:08
5. Divided 4:39
6. Mi Corazon 4:39
7. The Tower 9:37
Gesamtlaufzeit35:25


Rezensionen


Von: Thomas Kohlruß @


Eyevory sind eine neue deutsche Formation. Neu? Nun, nicht so ganz, denn nahezu acht Jahre war man schon als pink Mercury aktiv, bevor man wegen einer Babypause die musikalischen Aktivitäten unterbrechen musste. Danach war die Zeit reif für einen Image- und damit auch einen Namenswechsel. Nun also Eyevory und nur mehr ein Quartett, weil Keyboarder Jannes Waterstrat die Band aus gesundheitlichen Gründen verlassen musste.

Dass Waterstrat auf „The True Bequest“ trotzdem noch bei vier Songs zu hören ist, liegt daran, dass diese Songs von der 2010er EP „Bleeding Heart“ (natürlich damals noch als pinK Mercury) stammen. Sie wurden neu gemastert hier nochmals veröffentlicht („Blind Understanding“, „Divided“, „Mi Corazon“ und „The Tower“). Kenner der Band bekommen also nur drei neue Songs zu hören.

Eyevory erklären auf ihrer Website, dass Progressive Rock eher versehentlich bzw. irrtümlich ein Genre wurde, aber eigentlich eine musikalische Einstellung, nämlich die Neues und Ungewohntes zu wagen, beschreibt. Das kann im Rock wie im Pop geschehen. Demzufolge nennen Eyevory ihre Musik denn auch „Progressive Pop“, was es in der Tat auch gut beschreibt.

Mit „Addiction To Affection“ legt das Album mit flottem Stakkato-Piano und fetter Gitarre gut los. Überhaupt beherrschen Eyevory eine ganz eigene Mischung aus durchaus kräftigen Gitarren, flottem Rhythmusspiel, eingängigen, aber nicht blöden Melodien und ausdrucksstarkem weiblichen Gesang. Irgendwo im Spannungsfeld aus anspruchsvollem Pop, melodiebetontem sanftem Rock und verspieltem Artrock bewegen sich die Bremer, je nach Lage der Dinge zwischen allen Stühlen oder in ihrem eigenen Klanguniversum. Zu anstrengend für Radio-Pop, aber zu wenig vertrackt für Progger könnte man sagen. Oder mitten auf dem Weg von den Rainbirds zu Eatliz, um Vergleiche ins Spiel zu bringen. Die Rainbirds kommen mir schon deshalb in den Sinn, weil eine der Sängerinnen so ein bisschen wie Katharina Franck klingt (nicht die schlechteste Referenz, wie ich finde).

Mit teilweise sehr expressivem Flötenspiel und einem durchaus veritablen, verspielten Longtrack am Schluss setzen die Vier durchaus gelungene 'progressive' Akzente (dann doch im Kontext des Stils Progressive Pop-Rock). Auch das spanisch gesungene „Mi Corazon“ weiß zu überraschen. Wer die Dinge also nicht so eng sieht und gerne mal von flottem Power-Pop mit progressiven Akzenten unterhalten werden will, der sollte hier mal ein Ohr riskieren.

Anspieltipp(s): Addiction To Affection, Mi Corazon
Vergleichbar mit: Esthetic Pale, poppigeren Eatliz
Veröffentlicht am: 9.8.2012
Letzte Änderung: 9.8.2012
Wertung: 9/15
...als Pop-Rock-Album eine 11...

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Eyevory

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2013 Euphobia 11.00 2

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