The Great Divide
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
10t Records |
| Durchschnittswertung: |
7/15 (2 Rezensionen) |
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Besetzung
| Carl Schultz |
Lead Vocals, Bass, Keyboards |
| Mike Cappadozy |
Guitars |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
We Pay The Price
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4:44
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| 2. |
The Sirens Call
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4:28
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| 3. |
Love For Sale
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4:31
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| 4. |
Illusion
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4:56
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| 5. |
Pull Me Under
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4:28
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| 6. |
No More Monkey Business
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4:04
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| 7. |
Reach Out
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4:14
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| 8. |
Heaven Above
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4:19
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| 9. |
What I Believe
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3:59
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| 10. |
Any Other Day
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3:20
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| Gesamtlaufzeit | 43:03 |
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Rezensionen

Wäre es ein Cover-Album mit einer Auswahl an Rush-Songs aus allen Phasen des Schaffens der Kanadier, dann könnte man diese CD mit Interesse und Spaß hören – einfach nur, um die Interpretationen einmal mit den Originalen zu vergleichen. Dafür, dass es ein Album mit Eigenkompositionen ist, können Elf Project auf ihrer 2.CD nicht richtig überzeugen.
Erster Kritikpunkt ist die Produktion. In der Früh-90er-Prog-Szene war das normal, aber die zu flache Produktion kann man 2012 ebensowenig akzeptieren, wie den schwammigen und blechernen Sound. Auch das Songwriting mit Tendenz zum AOR hält nur wenige Überraschungen bereit. Bei derart straight vorgetragenen Songs müssen die Hooklines deutlicher zünden, um die Geradlinigkeit zu rechtfertigen. Dritter Schwachpunkt ist der Gesang. Ja, das erinnert schon irgendwie an Geddy Lee und ist auch engagiert vorgetragen, aber hier bekommt man gefühlt immer wieder die gleiche Gesangslinie und die Gesangsfarbe bleibt über die gesamte Dauer auf der gleichen Frequenz. Mir fehlen da Abwechslung, Ideen. Lichtblick in dieser Richtung ist „No More Monkey Business“ - mehr von diesen Instrumentals hätten dem Album gut getan.
Nicht nur der Gesang ist eindeutig auf Rush zurück zu führen, auch die Gitarrenarbeit ist eindeutig inspiriert von Alex Lifeson. Und wenn es bei diesem Rush-Klon mit gelegentlichen Keyboardsoli ein Instrument gibt, das zeitweise aufhorchen lässt, dann ist es eben auch die Gitarre. Das Schlagzeug hingegen wirkt simpel und viel zu brav daher gespielt. Dem Album fehlt ein wenig die Durchschlagskraft – für diese Spielart braucht man einen klaren Klang und eine druckvolle Produktion. Darüber hianus mangelt es an Abwechslung in den Melodien, beim Tempo oder gewisser Kreativität. Wer auf Eigenständigkeit derart verzichtet und auf Epigonentum setzt, muss das auf irgendeine Weise besser kompensieren. Es gibt zahlreiche Genesis- oder Yes-Epigonen, die zeigen, wie das funktionieren kann und die Ideen der Altmeister aufgreifen, versuchen weiter zu entwickeln oder zumindest adäquat zu agieren, indem die Atmosphäre der 70er nachempfunden wird.
Somit bleibt The Great Divide leider ein eher enttäuschender Versuch – insbesondere weil die Vorväter Rush sich anno 2012 in bestechender Form mit ihrem Meisterwerk Clockwork Angels zurück melden.
| Anspieltipp(s): |
The Sirens Call, No More Monkey Business |
| Vergleichbar mit: |
Rush |
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| Veröffentlicht am: |
11.8.2012 |
| Letzte Änderung: |
11.8.2012 |
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Das Ausmaß der durch Clone-Bands verursachter Enttäuschung richtet sich in der Regel nach den Erwartungen, die man aufbaut. Ich habe von ELF Project nichts erwartet und gönne denen das selbstgewählte Schicksal ein kurioser Rush-Clone zu sein. Vielleicht deswegen macht mir "The Great Divide" Spaß. Alle Beteiligten agieren steif und scheinen nur das Nötigste zu tun um die Songs rüberzubringen und trotzdem klingt ELF Project nach Rush, die bekanntlich als Virtuosen auf ihren Instrumenten gelten.
Es ist etwas seltsam dieser statischen Rush-Version zuzuhören, ganz besonders in einem Instrumental wie "No more monkey business". Derartige Instrumentals werden von den unerreichten Vorbildern gerne für virtuose Passagen genutzt, während bei ELF Project alles konsequent brav und zurückhaltend wirkt. Wie eine zu schwere Flugmaschine, die nicht abheben kann. Die Rush-Freunde werden vergebens auf virtuose Eskapaden warten.
Dass ELF Project so eindeutig an Rush zwischen 1984 und 1994 erinnert liegt vor allem an den bei dem Trio kurz ausgeliehenen Akkordfolgen, Songstrukturen und Harmonien sowie an die Gesangsstimme, die von Geddy Lees älterem und ruhigerem Bruder stammen könnte. Einige der Songideen von ELF Project scheinen in ihrer erfrischenden Einfachheit an die Einfälle in der Art von "Something for nothing" aus "2112" anzuknüpfen. Nur dass der Sänger bei ELF nicht um sein Leben schreit, sondern nur etwas distanziert die Melodie vermittelt. Nur "Any other day" fällt da ein wenig aus dem Rahmen, indem es wie ein Hippiesong aus den später 60ern klingt.
Diese wider Erwarten unterhaltsam gewordene Umsetzung einer skurrilen Idee Rush-Epigonen sein zu wollen, ohne nur annähernd die Instrumentenbeherrschung der Vorbilder zu erreichen sollte erst einmal nachgemacht werden. So einen Spagat ohne besonders ausgeprägte instrumentale Fähigkeiten zu schaffen und dabei gut anhörbar bleiben ist gar nicht selbstverständlich. Es ist fast so, als wollten Pink Floyd Dream Theater spielen. Ungewollt lustig und kurios eben.
So richtig kann ich mir das auch nicht erklären, wieso ich "The Great Divide" mag. Wahrscheinlich hat das jahrelange Hören von Alben wie "Presto" und "Roll the bones" seine Spuren hinterlassen, so dass eine erneute Begegnung mit derartiger Musik, ohne wieder die gleichen Rush-Lieder hören zu müssen gewissermaßen automatisch Freude auslöst.
Eines können ELF Project nach meinem Eindruck ganz gut: vergleichsweise einfache, gut ins Ohr gehende Gesangsmelodien schreiben, die einen gewissen Reiz haben können. Vorausgesetzt man hat mal viel Rush gehört, besitzt Sinn für Humor und möchte ein wenig Zeit ohne hohe Ansprüche verbringen.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
23.9.2012 |
| Letzte Änderung: |
23.9.2012 |
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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von ELF Project
| Jahr |
Titel |
Ø-Wertung |
# Rezis |
| 2009 |
Mirage |
8.00 |
1 |
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