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Alessandro Farinella

Road To Damascus

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2012
Besonderheiten/Stil: Konzeptalbum; ArtPop; Metal; New Artrock
Label: MaRaCash Records
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Alessandro Farinella keyboards, vocals
Roberto Gualdi drums
Guido Mock guitar
Pietro Foi bass

Tracklist

Disc 1
1. The Battle 5:46
2. The Brave 14:00
3. Road to Damascus 8:19
4. Natural 6:20
5. Valley of Tears 6:20
6. Euridice 5:20
Gesamtlaufzeit46:05


Rezensionen


Von: Thomas Kohlruß @


Alessandro Farinella ist ein in Mailand beheimateter Keyboarder und Komponist. Da er auf seiner Facebook-Seite mit Gitarre posiert, gehe ich mal davon aus, dass er auch noch weitere Instrumente beherrscht. Anscheinend hat der Herr auch durchaus ein Faible für klassischen italienischen Prog.

So verwundert das musikalische Erscheinungsbild des zweiten Album von Farinella - „Road To Damascus“ - eher nicht. Zusammen mit seinen Mitstreitern kredenzt uns Farinella einen klassischen Italo-Prog-Cocktail mit orchestral-symphonischen Keyboards, eleganten Pianolinien, knackigen, teils rau-hardrockigen Gitarren und engagierter Rhythmusarbeit mit moderaten Vertracktheiten, gerade genug, um die Musik spannend zu halten. Das ist weitgehen auf „Nummer Sicher“ dargeboten und entsprechend überraschungsarm, aber mit viel Liebe zu Detail und hörbarer Spielfreude vorgetragen. So werden Genrefans trotzdem – oder besser: gerade deshalb – ihre Freude an dem Album haben. Gesungen wird auch, allerdings eher wenig, im Vergleich zu den ausladenden instrumentalen Anteilen. Wer genau ist, wird nicht erwähnt, also vermute ich mal, es ist Farinella selbst. Seine angenehme Stimme ist sicherlich nicht der Hit, verfügt aber über genügend Volumen und Ausdruckskraft, um die Gesangspassagen souverän zu meistern. Das Kritikwürdigste an diesem Album ist sicherlich das geschmacklose Cover.

Alessandro Farinella hat alle Songs kommentiert, so entspinnt sich das folgende fiktive „Gespräch“...

BBS: Schöne Melodien, folkige Passagen, anfangs sogar Samples mit Pferdegetrappel und Kampfgeräuschen. „The Battle“ setzt sich mit den Kreuzzügen auseinander?

F.: Die Geschichte der Kreuzzüge waren immer ein großer Einfluss für mich. Auch das Mittelalter mit seinen sozialen, politischen und religiösen Gegebenheiten hat mich immer fasziniert.So erzählt „Road To Damascus“ die Geschichte eines kämpferischen Mönchs, der aus Überzeugung an den Kreuzzügen teilnimmt, im Laufe derer aber geläutert wird und den wahren christlichen Sinn entdeckt. Schließlich erlebt er verwundet, den Fall von Damascus. Diese Geschichte wird in den ersten drei Songs erzählt. Meine Einflüsse sind neben den klassischen italienischen Bands vor allem Anthony Phillips, Steve Hackett, Genesis im allgemeinen und auch Rick Wakeman und Yes. Ich möchte Musik in dieser Tradition machen.

BBS: Dann ändert sich zwar nicht unbedingt die musikalische Ausrichtung, aber wohl der Inhalt des Songs?

F.: Genau, denn „Natural“ beschreibt die Geschicht eines Raumfahrers, der in die entlegensten Winkel der Galaxis reist, um die Antwort auf den Sinn des Lebens zu erfahren. Als er die Gelegenheit hat, Gott zu befragen, erntet er nur Schweigen. So erkennt er, dass die Suche letztlich auch der Sinn ist.

BBS: Schwierige Botschaft, verpackt in symphonische Musik. Soll das den moralischen Zeigefinger etwas mindern?

F.: Ja, denn ich verkaufe keine Wahrheiten. Meine Musik und Texte sind philosophische Denkanstöße oder Zustandsbeschreibungen. Wie z.B. „Valley Of Tears“ die Geschichte eines Mädchens erzählt, welches in die Mühlen des des Show-Biz gerät und darin fast untergeht.

BBS: Der abschließende Song wirkt noch etwas ätherisch-melancholischer wie die anderen Stücke des Albums.

F.: „Euridice“ ist der Abschluss der Geschichte des Charakters 'Momo' von meinem ersten Album. 'Momo' ist angelehnt an die Sage von Orpheus. Und so bringt auch 'Momo' das Schöne und Gute mit Gesang zu den Menschen, deswegen ist der Song auch vor allem melodisch und schön. Um die göttliche Liebe auszudrücken, habe ich mich auch erstmals getraut, ein Lied im meiner Muttersprache zu schreiben.

Nun, das war alles. Es bleibt nur noch der Genuss der Werkes.

Anspieltipp(s): The Battle
Vergleichbar mit: klassischen Sympho-Italo-Prog mit leichtem Folk-Einschlag
Veröffentlicht am: 12.8.2012
Letzte Änderung: 12.8.2012
Wertung: 10/15

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