Troubadours from another heavenly world
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
P.S.F. |
| Durchschnittswertung: |
9/15 (1 Rezension) |
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Besetzung
| Cotton Casino |
Vocals, Synthesizer |
| Atsushi Tsuyama |
Bass, Acoustic Guitar, Vocals |
| Hajime Kotzumi |
Drums, Percussion |
| Robuki Emi |
Drums |
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| Hiroshi Higashi |
Synthesizer |
| Audrey Ginested |
Cosmic Voice |
| Haco |
Vocals |
| Makoto Kawabata |
Guitars, Violin, Organ, Synthesizer, Bass |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Heroin heroine's heritage
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20:58
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| 2. |
She is a rainbow in curved air
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5:45
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| 3. |
Acid heart mother
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32:27
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| Gesamtlaufzeit | 59:10 |
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Rezensionen

Erstaunlich ruhig geben sich Acid Mothers Temple & The Melting Paraiso U.F.O. auf ihrem ca. vierten Album. Das für die Frühzeit der Formation typische, von verzerrten E-Gitarren dominierte, wüst-psychedelische Freak-Out-Gejamme (das aber auch auf vielen späteren Scheiben der Japaner nicht gerade selten ist) gibt es auf "Troubadours from another heavenly world" kaum zu hören. Eher getragen, wenn auch durchaus kantig und schräg, gleiten hier die Klangschichten dahin. So richtig gerockt wird kaum.
Zwei lange psychedelisch-postrockig-krautige Trips gibt es auf "Troubadours from another heavenly world" zu hören, getrennt durch den beschaulich-seltsamen Song "She is a rainbow in curved air". Gitarrengeschrammel und -jaulen, alles ziemlich bluesfrei, unzählige Tasten- und Elektroniksounds, ein gemächlich voranschreitender Bass, begleitet vom sich ähnlich ruhig gebärdenden Schlagzeug ("Heroin heroine's heritage" kommt gar weitestgehend ohne Rhythmusabteilung aus) bilden hier einen dichten, zeitlupenhaft dahin gleitenden, dabei aber nicht allzu flauschigen Klangteppich, auf dem bisweilen noch allerlei bizarre Stimmeinlagen herumschweben.
Die frühen Pink Floyd (deren "Atom Heart Mother" wohl auch den Namen des letzten Stücks inspiriert hat) und spacig-kosmische Krautexperimente (Ash Ra Tempel und Ähnliches) haben für diese Musik Pate gestanden, wobei die Japaner das Gemenge aus den historischen Vorgaben und eigenen Zutaten noch um einiges extremer und bizarrer zum besten geben und auch den zeitlichen Rahmen deutlich erweitern. Letzteres hat natürlich zur Folge, dass hier pro Zeiteinheit nicht wirklich viel passiert. Die Musik gleitet fast minimalistisch dahin (die Terry-Riley-Anspielung in Track 2 hat also durchaus eine gewisse Berechtigung), repetitiv ihr Kraut-Space-Mantra wiederholend, verändert sich langsam - vor allem im langen "Acid heart mother" - steigert sich, schwillt an und ebbt ab, was auf Hörer die dieser Art von Formgebung zuneigen faszinierend und hypnotisieren wirken wird. Für viele andere aber wird sich diese Musik als ein großes Nichts darstellen, das auf Dauer furchtbar langweilt.
"Troubadours from another heavenly world" ist ein im umfangreichen Katalog des Acid Mothers Temple eher ungewöhnliches Album, eines der psychedelischsten und ätherischsten Scheiben der Japaner, die sich Liebhaber großangelegter krautig-kosmischer Formabläufe nicht entgehen lassen sollten. Wer eher das deftige, hardrockig-punkig-spacige Gejamme der Band schätzt, der braucht diese Scheibe nicht!
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
12.8.2012 |
| Letzte Änderung: |
5.1.2013 |
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